Beziehungsweise 1: Gaia und das Ewige
Andrey Stolyarov (*1990) – … in peace
Bob Chilcott (*1955) – Five Days that Changed the World Christopher Tin (*1976) – The Lost Birds
Hugo-Distler-Chor Berlin
Berliner Symphoniker
Leitung: Stefan Schuck
Beziehungsweise | Der Zyklus beginnt mit einer Erdung
„Not one would mind, neither bird nor tree If mankind perished utterly“ – „Weder Vögel noch Bäume würde es interessieren, wenn die Menschheit vollständig verschwände“. Sara Taesdale´s lakonische Feststellung von 1920 ist einer der Kernsätze des Auftakts zum Zyklus „Beziehungsweise“. Der Hugo-Distler-Chor Berlin lotet 2026 in drei Konzerten relevante Relationen aus - selten dystopisch, dafür immer mit Mut zur Hoffnung. Das Ensemble reflektiert vor dem Hintergrund weltweit grassierender Selbstüberschätzung und Selbstbezogenheit mit ihren dramatischen Folgen von Vereinsamung bis Krieg verschiedene Beziehungsräume: Volk zu Volk, Mensch zur inneren Göttlichkeit und zu Beginn in der Berliner Philharmonie mit großem Orchester Mensch zu Natur:
Bob Chilcott preist in seinem Werk „Five Days that Changed the World“ die kreative und weltverbessernde Kraft des Menschen, der durch Erfindungen wie den Buchdruck oder die Abschaffung der Sklaverei den Lauf der Menschheitsgeschichte positiv verändert – ein Werk voller Optimismus und Lebenskraft. Die Natur ist dabei nur die Kulisse, vor der der Mensch tätig wird.
Demgegenüber setzen sich Andrey Stolyarov und Christopher Tin in Vertonungen von Gedichten von Anne Brontë, Emily Dickinson und Sara Teasdale mit der Beziehung und vor allem der Entfremdung von Mensch und Natur auseinander. Ihre Werke entstanden – geographisch und zeitlich unabhängig voneinander – aus einer spirituellen Suche nach der einenden Kraft einer intakten Natur. Damit greifen sie poetische Themen der Romantik auf, betrachten diese jedoch durch die Brüche der Erfahrung heutiger dramatischer Umweltzerstörung und Ausbeutung. Auch wenn in Christopher Tins „The Lost Birds“ der Verlust von Vogelarten als Teil der Schöpfung schon namensgebend ist, zeichnet er gleichzeitig eine natürliche Umgebung, die sich vom Menschen – fast schon verstörend – entkoppelt.
Erleben Sie eine spannende und äußerst seltene Klangreise durch klassische, hymnische und auch filmisch-epische zeitgenössische Chormusik:
Außer Bob Chilcott sind die Komponisten des Konzertes am 6. Juni in Deutschland noch wenig bis gar nicht bekannt.
Karten 15-30 €
karten@berliner-symphoniker.de
Tel.: 030 3255562
Bob Chilcott (*1955) – Five Days that Changed the World Christopher Tin (*1976) – The Lost Birds
Hugo-Distler-Chor Berlin
Berliner Symphoniker
Leitung: Stefan Schuck
Beziehungsweise | Der Zyklus beginnt mit einer Erdung
„Not one would mind, neither bird nor tree If mankind perished utterly“ – „Weder Vögel noch Bäume würde es interessieren, wenn die Menschheit vollständig verschwände“. Sara Taesdale´s lakonische Feststellung von 1920 ist einer der Kernsätze des Auftakts zum Zyklus „Beziehungsweise“. Der Hugo-Distler-Chor Berlin lotet 2026 in drei Konzerten relevante Relationen aus - selten dystopisch, dafür immer mit Mut zur Hoffnung. Das Ensemble reflektiert vor dem Hintergrund weltweit grassierender Selbstüberschätzung und Selbstbezogenheit mit ihren dramatischen Folgen von Vereinsamung bis Krieg verschiedene Beziehungsräume: Volk zu Volk, Mensch zur inneren Göttlichkeit und zu Beginn in der Berliner Philharmonie mit großem Orchester Mensch zu Natur:
Bob Chilcott preist in seinem Werk „Five Days that Changed the World“ die kreative und weltverbessernde Kraft des Menschen, der durch Erfindungen wie den Buchdruck oder die Abschaffung der Sklaverei den Lauf der Menschheitsgeschichte positiv verändert – ein Werk voller Optimismus und Lebenskraft. Die Natur ist dabei nur die Kulisse, vor der der Mensch tätig wird.
Demgegenüber setzen sich Andrey Stolyarov und Christopher Tin in Vertonungen von Gedichten von Anne Brontë, Emily Dickinson und Sara Teasdale mit der Beziehung und vor allem der Entfremdung von Mensch und Natur auseinander. Ihre Werke entstanden – geographisch und zeitlich unabhängig voneinander – aus einer spirituellen Suche nach der einenden Kraft einer intakten Natur. Damit greifen sie poetische Themen der Romantik auf, betrachten diese jedoch durch die Brüche der Erfahrung heutiger dramatischer Umweltzerstörung und Ausbeutung. Auch wenn in Christopher Tins „The Lost Birds“ der Verlust von Vogelarten als Teil der Schöpfung schon namensgebend ist, zeichnet er gleichzeitig eine natürliche Umgebung, die sich vom Menschen – fast schon verstörend – entkoppelt.
Erleben Sie eine spannende und äußerst seltene Klangreise durch klassische, hymnische und auch filmisch-epische zeitgenössische Chormusik:
Außer Bob Chilcott sind die Komponisten des Konzertes am 6. Juni in Deutschland noch wenig bis gar nicht bekannt.
Karten 15-30 €
karten@berliner-symphoniker.de
Tel.: 030 3255562