Das Musikfest Berlin versteht sich als ein Forum für die innovative künstlerische Arbeit der großen Orchester und Ensembles im Bereich der klassischen und modernen Musik. Es präsentiert ein ambitioniertes Festivalprogramm mit wechselnden Schwerpunkten.
Das Orchesterfestival der Berliner Festspiele – veranstaltet in Kooperation mit der Stiftung Berliner Philharmoniker – bildet jeweils im Spätsommer den spektakulären Auftakt der Berliner Konzertsaison. Internationale Spitzenorchester, Instrumental- und Vokalensembles präsentieren gemeinsam mit den großen Symphonieorchestern der Stadt Berlin ein ambitioniertes Festivalprogramm mit jeweils wechselnden thematischen Schwerpunkten.
Das Orchester gehört – neben Oper, Theater und Kino – zu den komplexesten, größten und vielgestaltigsten „Maschinen“, die die abendländische Kultur zur Herstellung von Vorstellungen und Emotionen hervorgebracht hat. Die Vielfalt der heute bestehenden Orchesterformationen hat sich unter dem Einfluss der modernen Technologien und in Kenntnis der historischen Aufführungspraxen wesentlich erweitert. Das rund dreiwöchige Festival widmet sich daher nicht nur dem symphonischen Repertoire, sondern insbesondere den bedeutenden, raren, vergessenen, ungewöhnlichen und neuen Werken aus Geschichte und Gegenwart. Das Musikfest Berlin versteht sich als ein Forum für die innovative künstlerische Arbeit der großen Orchester und Ensembles des internationalen Musiklebens.
In Zusammenarbeit mit der Stiftung Berliner Philharmoniker.
Kontakt
Musikfest Berlin
Berliner Festspiele Schaperstraße 24 D-10719Berlin
Finnish Radio Symphony Orchestra / Helsinki Chamber Choir
Eröffnungsveranstaltung Musikfest Berlin 2026
Sarah Aristidou – Sopran (Venus und Chef der Gepopo)
Heidi Melton – Sopran (Mescalina)
Andrew Watts – Countertenor (Fürst Go-Go)
Wolfgang Ablinger-Sperrhacke – Tenor (Piet vom Fass)
Leigh Melrose – Bariton (Nekrotzar)
Karl Huml – Bass (Astradamors)
Kathrin Lorenzen – Sopran (Amanda)
Jingjing Xu – Mezzosopran (Amando)
Luke Terence Scott – Bass (Schwarzer Minister)
Tuomas Katajala – Tenor (Weißer Minister)
Jussi Merikanto – Bariton (Schabernack)
Tomi Punkeri – Bariton (Schobiack)
Sakari Topi – Bariton (Ruffiack)
Helsinki Chamber Choir
Nils Schweckendieck – Einstudierung
Frederic Wake-Walker – Bühnenregie
Finnish Radio Symphony Orchestra
Nicholas Collon – Leitung
György Ligeti (1923–2006):
Le Grand Macabre (1978, rev. 1996)
Oper in vier Bildern
Libretto von Michael Meschke und György Ligeti nach La Balade du Grand Macabre von Michel de Ghelderode
Halbszenische Aufführung
Das Musikfest Berlin eröffnet mit Le Grand Macabre von György Ligeti und feiert gleichzeitig das 75-jährige Bestehen der Berliner Festspiele. Ligetis einzige Oper ist eine rabenschwarze Parabel auf den Krieg und das Ende der Welt. Doch letztlich gewinnt der Humor und hilft ganz nebenbei, die Angst vor dem Tod zu überwinden. Kein Wunder, dass die Satire zu den meistgespielten Werken des zeitgenössischen Musiktheaters zählt. Nicholas Collon führt als Chefdirigent des Finnish Radio Symphony Orchestra, unterstützt vom Helsinki Chamber Choir und einem internationalen Solist*innenensemble, durch Ligetis groteskes Endzeitszenario. Dank des Helsinki Festival wird die „Anti-Anti-Oper“, wie der Komponist sie selbst nannte, nur wenige Tage vorher das erste Mal in Finnland zu hören sein.
Le Grand Macabre, nach einem Schauspiel des surrealistischen Dramatikers Michel de Ghelderode, vereint Elemente aus absurdem Theater, mittelalterlichem Totentanz und wildem Jahrmarktsspektakel. „Den Tod“, so Ghelderode 1956 in einem Interview, „habe ich im Grand Macabre auf den Kopf gestellt. Ich habe aus ihm eine komische Type gemacht. Das war meine Rache.“ Ligeti, der die Gräuel des Zweiten Weltkriegs selbst erleben musste und mehrmals nur knapp dem Tod entging, führt mit seiner zweiaktigen Oper in das fiktive Breughelland, einer totalitär regierten, korrupten und völlig heruntergewirtschafteten Republik, die nach den Bildern des flämischen Renaissance-Malers Pieter Bruegel gestaltet ist. Hier treibt neben Mescalina, der Riesenspinnen haltenden Ehefrau des Hofastrologen Astradamors, und Gepopo, dem Chef der Geheimen Politischen Partei, auch der Große Makabre Nekrotzar sein Unwesen, eine demagogische und mehr als zwielichtige Figur. Beim von ihm prophezeiten Weltuntergang überleben alle den Stichtag – alle, bis auf den Großen Makabren selbst, der von sich behauptet hatte, der leibhaftige Tod zu sein.
György Ligetis Musik war seit den 1960er-Jahren immer wieder im Programm der Berliner Festwochen und später beim Musikfest Berlin zu erleben: „Meine Heimat ist eigentlich Berlin, so merkwürdig das auch klingen mag. […] Die Stadt ist durch die Verfügbarkeit von Ost und West sehr interessant geworden“, so der Komponist 2003. Nun eröffnet Le Grand Macabre das Musikfest Berlin 2026, womit zugleich das 75. Jubiläumsjahr der Berliner Festspiele begangen wird. Seit ihrer Gründung 1951 als Berliner Festwochen im Westen der Stadt widmeten sie sich dem kulturpolitischen Brückenschlag zwischen den Systemen, prägten die kulturelle Dimension der Wiedervereinigung und verfügen seit 2001 mit dem Haus der Berliner Festspiele und dem Gropius Bau über eigene Häuser.
Einführungsveranstaltung
18:10 Uhr, Südfoyer
Dauer: circa 2 h 20 min, inklusive Pause
In englischer Sprache mit deutschen und englischen Übertiteln
Eine gemeinsame Produktion von Finnish Broadcasting Company, Finnish Radio Symphony Orchestra und Helsinki Festival
Eine Veranstaltung der Berliner Festspiele / Musikfest Berlin mit freundlicher Unterstützung der Botschaft von Finnland, Berlin, dem Finnland-Institut, Berlin, und dem Hotel Berlin, Berlin
Felix Mendelssohn Bartholdy (1809–1847):
Sinfonie Nr. 3 a-Moll op. 56 „Schottische“ (1842/43)
Ouvertüre Die Hebriden („Fingals Höhle“) op. 26 (1829–1833)
Sinfonie Nr. 4 A-Dur op. 90 „Italienische“ (1833/34)
Jordi Savall, Preisträger des Ernst von Siemens Musikpreises 2026, hat mit seinem grandiosen Originalklang-Orchester Le Concert des Nations wesentlich dazu beigetragen, das klassische und romantische Repertoire in neuem Licht erscheinen zu lassen: mit ungemein pointierten und geschärften Lesarten, in denen Beethoven-, Schubert-, Schumann- und Bruckner-Sinfonien kaum lebhafter und frischer klingen könnten. Im Anschluss an die Jordi Savall gewidmete Hommage der Stiftung Berliner Philharmoniker in der Saison 2025/26 widmet sich der für seine Akribie bekannte, visionäre Dirigent beim Musikfest Berlin einem reinen Felix-Mendelssohn-Bartholdy-Programm, bei dem neben der „Schottischen“ und der „Italienischen“ Sinfonie auch die Ouvertüre Die Hebriden zu hören ist.
Schottland diente dank der von James McPherson herausgegebenen „alten“ Ossian-Dichtung (deren Echtheit man zu Recht frühzeitig anzweifelte), Sir Walter Scotts historischer Romane und nicht zuletzt Johann Gottfried Herders Lieder der Völker als hochromantische Projektionsfläche, die das Europa des 19. Jahrhunderts in den Bann schlug. So auch Felix Mendelssohn Bartholdy, der vor seinem obligatorischen Abstecher ins „Land, wo die Zitronen blühn“ das schottische Hochland bereiste. Auf den Spuren Maria Stuarts schrieb er, inmitten der Ruinen der Klosterkirche nahe des Holyrood Castle, die ersten Takte seiner Schottischen Sinfonie nieder. Über Abbotsford, den Wohnsitz Sir Walter Scotts, verschlug es ihn anschließend bis auf die entfernte Inselgruppe der Hebriden vor der schottischen Nordwestküste. Aus Tobermory, einem kleinen Fischerort auf der Isle of Mull, schrieb er seiner Familie einen Brief, dem er einen Entwurf der 21 Anfangstakte seiner späteren Hebriden-Ouvertüre beifügte: Abwärts rollende Dreiklangsfiguren illustrieren hier den Wellengang der bewegten See, wobei lyrische Themen Bilder von winddurchwehten, schroffen Küsten evozieren. Der eigentlichen Komposition beider Werke, die Jordi Savall mit seinem Orchester Le Concert des Nations beim Musikfest Berlin präsentiert, widmete sich Mendelssohn allerdings erst später – nach einem längeren Italienaufenthalt, in dessen Umfeld als weiterer klingender Reisebericht die populäre Italienische Sinfonie entstand: Musik, die mit wirbelnden Stilisierungen neapolitanischer Volkstänze ins gleißende Licht südlicher Sonne entführt.
Bei dem Konzert spielen erfahrene Mitglieder des Orchesters Le Concert des Nations mit Teilnehmer*innen der von Jordi Savall ins Leben gerufenen Orchesterakademie YOCPA, zu deren Programm das Berliner Gastspiel gehört. Das Projekt YOCPA– Young Orchestra and Choir Professional Academies unter der Leitung von Savall wird von der Fundació Centre Internacional de Música Antiga (CIMA) verwaltet und von der Europäischen Union gefördert. Es bietet Ausbildungs- und Karrieremöglichkeiten für den musikalischen Nachwuchs und vereint mit seinem intergenerationellen Ansatz die pädagogische Arbeit professioneller Musiker*innen mit dem Lernprozess junger Nachwuchskünstler*innen.
Einführungsveranstaltung
18:10 Uhr, Südfoyer
Dauer: circa 1 h 40 min, inkl. Pause
Mit Unterstützung des Departament de Cultura der Generalitat de Catalunya und des Konsortium Institut Ramon Llull, mit finanzieller Unterstützung der Direction Régionale des Affaires Culturelles Occitanie, kofinanziert von der Europäischen Union
Eine Veranstaltung der Berliner Festspiele / Musikfest Berlin mit freundlicher Unterstützung der Botschaft von Spanien
Olga Neuwirth (*1968):
Tombeau I (2024)
für Orchester und Sampler
Dreydl (2022)
für Orchester
Peter I. Tschaikowsky (1840–1893): Konzert für Violine und Orchester D-Dur op. 35 (1878)
Sergej Rachmaninow (1873–1943): Sinfonie Nr. 3 a-Moll op. 44 (1. Fassung von 1935)
Wiedersehen in Berlin: Nach dem triumphalen Erfolg ihres Debüts 2024 ist die Kansas City Symphony mit ihrem Musikdirektor Matthias Pintscher erneut beim Musikfest Berlin zu Gast. Auf dem Programm steht neben Tschaikowskys beliebtem Violinkonzert mit dem kanadischen Geiger Blake Pouliot auch die 3. Sinfonie von Rachmaninow, in der Trauer und Abschied mitschwingt. Um Vergänglichkeit und Erinnerung kreisen Olga Neuwirths Orchesterstücke Tombeau I und Dreydl: Das erste ist ein klingendes Grabmal für Pierre Boulez. Im zweiten steht der titelgebende Kreisel für den „fatalen Kreislauf des Schicksals“, so die österreichische Komponistin.
Nachdem Sergej Rachmaninow 1917 Russland für immer verlassen hatte, führte er ein Leben wie auf einer nicht enden wollenden Konzerttournee. Kein Wunder, dass die schöpferische Arbeit dabei fast vollständig zum Erliegen kam – obwohl sie in seinem Leben erklärtermaßen so wichtig war „wie Atmen oder Essen“. Zu den wenigen im Exil entstandenen Werken zählt auch die von üppiger Melodik geprägte 3. Sinfonie. Wie sehr das Herz des Exilanten an der verlorenen Heimat hing, ist darin unüberhörbar: mit wehmütigen Themen, die auf Seufzermotive und Zitate des mittelalterlichen Dies irae -Hymnus treffen. Eingeleitet wird der Abend von Olga Neuwirths ergreifendem Tombeau I, das im Gedenken an Pierre Boulez entstand und musikalisch mit einem großen Aufschrei beginnt. Neuwirths Orchesterstück Dreydl bezieht sich auf das jiddische Kinderlied Ikh bin a kleyner dreydl , wobei der sich ständig drehende Kreisel zum Symbol unerbittlich verstreichender Lebenszeit wird. „Wie das Würfeln“, so die Komponistin, „ist der Dreydl ein Spiel mit dem Zufall. […] niemand weiß, was die Zukunft bringen wird.“
Einführungsveranstaltung
18:10 Uhr, Südfoyer
Dauer: circa 2 h, inklusive Pause
Eine Veranstaltung der Berliner Festspiele / Musikfest Berlin
Michael Engelhardt – Sprecher
N. N. – Schlagzeuggruppe
Christoph Sietzen – Schlagzeugeinstudierung Teil II (IV. Bild) und Schlagzeug
Markus Güdel – Licht
Maxime Le Saux – Klangregie
Lucerne Festival Contemporary Orchestra
Jörg Widmann – Leitung
Wolfgang Rihm (1952–2024)
Tutuguri (1980–82)
Poème dansé nach dem Gedicht Tutuguri aus dem Hörspiel Pour en finir avec le jugement de dieu von Antonin Artaud
für großes Orchester, Schlagzeuger, Chor vom Tonband und Sprecher
Konzertante Aufführung
I. Bild (Anrufung … das schwarze Loch …)
II. Bild (schwarze und rote Tänze … das Pferd …)
III. Bild (der Peyotl-Tanz … die letzte Sonne … der schreiende Mann …)
IV. Bild (Kreuze … das Hufeisen … die sechs Männer … der Siebte …)
Einen Musikstrom von enormer Kraft bringen das Lucerne Festival Contemporary Orchestra und sein neuer Leiter Jörg Widmann beim Musikfest Berlin auf die Bühne: Tutuguri von Wolfgang Rihm. Das Poème dansé aktiviert eine gewaltige Schlagwerk-Batterie und übersetzt den „fiebrigen Puls“ des gleichnamigen Gedichts von Antonin Artaud, welches die rituellen Tutugúri-Tänze der indigenen Bevölkerung Nordmexikos imaginiert, in eine mitreißende Musik.
Sowohl in dem überaus produktiven Lebenswerk des 2024 verstorbenen Komponisten als auch in der europäischen Musikgeschichte insgesamt bleibt Tutuguri eine Ausnahmeerscheinung: In keinem anderen Stück wurden bisher solch unbändige Elementarkräfte entfesselt, an keiner anderen Stelle wird der Rhythmus, wird das imponierende Schlagwerk so sehr zur Mitte und zum Ziel wie in dieser Partitur, deren letzten Teil die sechs Solo-Perkussionist*innen mit einem über Lautsprecher zugespielten Chor allein bestreiten.
Wolfgang Rihms Poème dansé basiert auf Antonin Artauds einzigem Hörspiel Pour en finir avec le jugement de Dieu – Schluss mit dem Gottesgericht , einer radikalen Abrechnung mit der Gesellschaft, der Kirche und der Psychiatrie, in der Artaud neun Jahre seines Lebens verbrachte. In dem radiophonen Vortrag entfaltet der Dramatiker sein Konzept des „Theaters der Grausamkeit“, das existenzielle Grenzerfahrungen hervorrufen sollte. Sein Gedicht über die rituellen Tänze der Tarahumaras sollte nicht nur durch das gesprochene Wort wirken: „Alles muss haargenau in eine tobende Ordnung gebracht werden“, so Artaud. Und so ist in Rihms Musik der Text auf verschiedene Weise „in jedem Abschnitt, in jeder Note gleichermaßen präsent. Der Text brachte diese Musik mit hervor – ein rituelles Bild auseinanderstrebender Energien.“
Das Exzellenzorchester der Lucerne Festival Academy widmet sein Konzert Wolfgang Rihm, der die Meisterschule für Neue Musik von 2016 bis zu seinem Tod als ihr Künstlerischer Leiter prägte. Seit 2026 hat Jörg Widmann die Leitung inne.
Einführungsveranstaltung
18:10 Uhr, Südfoyer
Dauer: circa 2 h 30 min, inklusive Pause
Eine Veranstaltung der Berliner Festspiele / Musikfest Berlin
Bewertungen & Berichte Lucerne Festival Contemporary Orchestra
Diskussion
Quartett der Kritiker
Kai Luehrs-Kaiser – Freier Musikpublizist
Yvonne Petitpierre – Freie Musikpublizistin
Elisabeth Richter – Freie Musikpublizistin
Michael Stegemann – Musikwissenschaftler
Olaf Wilhelmer – Moderation, Deutschlandfunk Kultur
Auch in diesem Jahr sprechen vier Kritiker*innen des Preises der deutschen Schallplattenkritik (PdSK), moderiert von Olaf Wilhelmer, über ein zentrales Werk der Musikgeschichte: das Konzert für Violine und Orchester d-Moll von Robert Schumann.
„Kritiker*innen und Künstler*innen sind keineswegs natürliche Feinde, auch wenn das gerne karikaturenhalber behauptet wird. Immerhin gab es Zeiten, da spielten sie, wie Hanslick und Brahms, vierhändig miteinander Klavier. Es gibt jedoch keinen Anlass anzunehmen, diese guten alten Zeiten seien vorüber; auch wenn die alten Zeiten in Wahrheit niemals so gut waren, wie ihnen später nachgesagt wird. Deshalb ist es wichtig, dass all diejenigen, denen die Kunst eine Herzensangelegenheit ist und die ihre Sachwalter sind, an einem Strang ziehen, gemeinsam und für die Kunst und – durchaus – kritisch. Inzwischen hat in der Musikkritik das Geschäft der Public Relations (Portraits, Homestory, Interview) den kritischen Diskurs über die Werke und deren Interpretation (Rezension) weitgehend verdrängt. In den Printmedien ersetzen neuerdings Setzung und Werbung das Argument, im Internet wird zwar von vielen sehr viel argumentiert, aber auch viel gefaselt. Und so ist eine kritische Institution wie die Bestenlisten, die der Preis der deutschen Schallplattenkritik (PdSK) vierteljährlich veröffentlicht, heute wichtiger denn je.
Eine Handvoll Musikkritiker*innen hatte sich 1963 zusammengetan, um diesen Preis zu gründen mit dem Ziel, für den von Reklame überformten Schallplattenmarkt eine zuverlässige Qualitätskontrolle zu installieren, begründete Empfehlungen zu geben und so die Interpretationskunst zu fördern. Heute gehören 160 Musikkritiker*innen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz zu diesem Verein, sie arbeiten ehrenamtlich in 32 Fachjurys und küren, neben den Bestenlisten, in jedem Herbst Jahres- und Ehrenpreisträger*innen. Und manchmal finden sich vier von ihnen zusammen zu einem „Quartett der Kritiker“, um öffentlich über ein bestimmtes Werk zu diskutieren und Platteneinspielungen zu vergleichen.“
— Eleonore Büning
In deutscher Sprache
Eintritt frei, kostenloses Ticket erforderlich
Eine Veranstaltung der Berliner Festspiele / Musikfest Berlin in Zusammenarbeit mit Deutschlandfunk Kultur und dem Preis der deutschen Schallplattenkritik e. V.
Isabelle Faust – Violine
Freiburger Barockorchester
Sir Simon Rattle – Leitung
Robert Schumann (1810–1856):
Ouvertüre zur Oper Genoveva op. 81 (1847/48)
Konzert für Violine und Orchester d-Moll WoO 1 (1853)
Sinfonie Nr. 2 C-Dur op. 61 (1845/46)
„In mir paukt und trompetet es seit Tagen sehr“, schreibt Robert Schumann 1845 an seinen Freund Felix Mendelssohn Bartholdy. Damit schildert Schumann neben seiner Gefühlslage auch die musikalischen Ideen, die ihn zu seiner 2. Sinfonie führten. Das Freiburger Barockorchester unter der Leitung von Sir Simon Rattle verbindet dieses beeindruckend vielschichtige Werk mit Schumanns Violinkonzert, das zu seinen Lebzeiten nie gespielt wurde. Auf historischen Instrumenten nähern sie sich gemeinsam mit Isabelle Faust als Solistin der emotional vielschichtigen Klangwelt Schumanns und legen die Wurzeln dieses genialen Komponisten der Romantik frei.
Die Ouvertüre zu Schumanns einziger Oper Genoveva gestaltet den Auftakt des Konzerts. Bevor er nur einen Takt des Opernlibrettos vertonte, komponierte Schumann dieses wirkungsvolle Orchesterstück, das alle Hauptmotive des musikalischen Dramas in sich vereint. Die Komponistenvorbilder Bach, Beethoven, Schubert und Mendelssohn klingen auch in seiner 2. Sinfonie nach, und doch spricht vom melancholischen Beginn bis zum euphorischen Finale aus jedem Takt die ureigene, zutiefst expressive Musiksprache Schumanns. Die überragende Kunst des Geigers Joseph Joachim motivierte Schumann 1853 zu seinem Violinkonzert d-Moll. Vor Publikum erklang es aber zu Lebzeiten des Komponisten nie, und die Uraufführung mehr als acht Jahrzehnte später in Berlin durch Georg Kulenkampff war gekennzeichnet vom Bestreben der Nationalsozialisten, es gegen Mendelssohns e-Moll-Violinkonzert auszuspielen. Schumanns Werk, das heute zu den großen romantischen Solokonzerten zählt, gibt viel von der Innerlichkeit seines Schöpfers preis und lässt den ungeschönten Ausdruck eines Grenzgängers erkennen, der sich keine einfühlsamere Interpretin als Isabelle Faust hätte wünschen können. Ihre intensive Auseinandersetzung mit Schumanns späten Werken gilt seit vielen Jahren als exemplarisch und mündete in hochgelobte Aufnahmen. In ihrem Spiel offenbart die eng mit dem Musikfest Berlin verbundene Geigerin eine nuancenreiche Fragilität und schenkt der Musik Robert Schumanns eine besondere Klarheit und Transparenz.
Dauer: circa 1 h 40 min, inklusive Pause
Eine Veranstaltung der Berliner Festspiele / Musikfest Berlin
Rundfunkchor Berlin
Florian Helgath – Einstudierung
Konzerthausorchester Berlin
Joana Mallwitz – Leitung
Hans Werner Henze (1926–2012)
Sinfonia N. 9 (1995–97)
für gemischten Chor und Orchester
Dichtung von Hans-Ulrich Treichel nach Anna Seghers Roman Das Siebte Kreuz
Gewidmet den Helden und Märtyrern des deutschen Antifaschismus
Kompositionsauftrag der Berliner Festwochen 1997
I Die Flucht
II Bei den Toten
III Bericht der Verfolger
IV Die Platane spricht
V Der Sturz
VI Die Nacht im Dom
VII Die Rettung
Hans Werner Henze war ein bekennender Antifaschist. In Auseinandersetzung mit der nationalsozialistischen Vergangenheit Deutschlands schuf er mit seiner 9. Sinfonie ein erschütterndes Mahnmal gegen Faschismus und Krieg – eine „Apotheose des Schrecklichen und Schmerzlichen“, die er als „Summa summarum“ seines Schaffens bezeichnete. Ursprünglich entstanden im Auftrag der Berliner Festwochen, ist diese „dramatische Dichtung ohne Szene“ nun im Rahmen des Jubiläumsjahres der Berliner Festspiele und anlässlich des 100. Geburtstages des 2012 verstorbenen Komponisten zu erleben. Joana Mallwitz dirigiert das Konzerthausorchester Berlin, es singt der Rundfunkchor Berlin.
„Meine neunte Sinfonie“, bekannte Hans Werner Henze, „befasst sich mit der deutschen Heimat – so, wie sie sich mir dargestellt hat, als ich ein junger Mensch war, während des Krieges und schon davor.“ Anstatt den „schönen Götterfunken“ zu besingen, beschwöre das Werk als „Abrechnung mit einer willkürlichen, unberechenbaren, uns überfallenden Welt“ die Zeit „des Grauens und der Verfolgung“ – auch als „Ausdruck der allergrößten Verehrung“ für diejenigen, „die Widerstand geleistet haben in der Zeit des nazifaschistischen Terrors“ (Henze). Bereits der erste Satz dieses sinfonischen Monuments mit Texten von Hans-Ulrich Treichel nach dem Roman Das siebte Kreuz von Anna Seghers über die Flucht von sieben KZ-Häftlingen, versetzt die Hörer*innen in die beklemmende Situation eines Menschen, der „von Hunden und der SS gehetzt wird“ (Henze). Dabei vermittelt die dunkle, gewalttätige und atemlose Musik eine nicht zur Besinnung kommende Todesangst, die bald in Agonie und Ohnmacht mündet. In allen Facetten bildet die Chorsinfonie das Grauen von Krieg, Verfolgung und Vernichtung ab – auch, wenn im erbarmungslosen Marsch Bericht der Verfolger das Schlagwerk „an die (von einem Laien getippten) Geräusche einer (Polizei-)Büroschreibmaschine“ erinnern soll. Henzes 9. Sinfonie, die 1997 im Rahmen der 47. Berliner Festwochen von den Berliner Philharmonikern uraufgeführt wurde, ist den „Helden und Märtyrern des deutschen Antifaschismus“ gewidmet. Beim diesjährigen Musikfest Berlin dirigiert Joana Mallwitz das Konzerthausorchester Berlin, wobei der Rundfunkchor Berlin – wie schon bei der Uraufführung – den anspruchsvollen Chorpart übernimmt.
Einführungsveranstaltung
19:10 Uhr, Südfoyer
Dauer: circa 1 h, ohne Pause
Eine Veranstaltung des Konzerthaus Berlin in Kooperation mit Berliner Festspiele / Musikfest Berlin
Alex Nante / Yvonne Loriod (UA) / Felix Mendelssohn Bartholdy
Sarah Aristidou – Sopran
Nathalie Forget – Ondes Martenot
Imsu Choi – Ondes Martenot
WDR Sinfonieorchester
Kent Nagano – Leitung
Alex Nante (*1992): Ein feste Burg (2025)
Komposition für Orchester über den Choral BWV 302 von Johann Sebastian Bach
Yvonne Loriod (1924–2010): La Sainte Face (1945)
Uraufführung
TEIL I
1. Erscheinung auf dem Heiligen Grabtuch von Turin
2. Der schmerzverzerrte Mund
3. Die misshandelte Nase
4. Die zarten Augenlider, die die Tränen – kostbare Diamanten – verhüllen – Heilige Theresa
5. Über geschwollene Wangen fließen brennende Tränen
6. Die Wunden der Dornenkrone
7. Die Augenbrauen, die das Blut der Wunden auffangen
8. Das feine schwarze Haar, mit Spucke besudelt
9. Das zarte, abgezehrte Gesicht
10. Die Züge des Heiligen Antlitzes erscheinen auf uns wie eine unsterbliche Träne
11. Gesicht des Friedens, vom Dickicht der Haare umrahmt... Göttliches Vorbild der Klöster, die seine Ruhestätte werden
12. Gott aufgeben
13. Betrachten wir mit halbgeschlossenen Augen das Heilige Antlitz, so scheint es uns, als sähen wir in seinen Zügen die Verzweiflung und das Ungleichgewicht der Natur im Augenblick des Todes
14. Die wütende Qual des Bösen auf dem Heiligen Antlitz
TEIL II
15. Nachsinnen über die Lilie
Felix Mendelssohn Bartholdy (1809–1847): Sinfonie Nr. 5 d-Moll op. 107 „Reformations-Sinfonie“ (1830)
Eine musikalische Sensation: Die hoch expressive Musik von Yvonne Loriod wird aus der Taufe gehoben. Die brillante Pianistin und legendäre Klavierpädagogin, 1924 in Paris geboren, war zu Lebzeiten vor allem als Interpretin der Musik ihres Mannes Olivier Messiaen bekannt. Das WDR Sinfonieorchester und Kent Nagano bringen erstmals eine ihrer zahlreichen eigenen Kompositionen für große Besetzung ans Tageslicht: La Sainte Face , eine 15-sätzige musikalische Beschreibung des heiligen Antlitzes für Sopran und Orchester. Sarah Aristidou verleiht dieser lange im Verborgenen gebliebenen, religiös inspirierten Musik ihre Stimme. Außerdem erklingen Felix Mendelssohn Bartholdys „Reformations-Sinfonie“ und das 2025 uraufgeführte Stück Ein feste Burg von Alex Nante.
Zu Martin Luthers bekanntesten Kirchenliedern gehört Ein feste Burg ist unser Gott , das zu einem klingenden Symbol der kirchlichen Erneuerung wurde: Noch Heinrich Heine bezeichnete das Stück als „Marseiller Hymne der Reformation“. Insofern war es naheliegend, dass Felix Mendelssohn Bartholdy in seiner „zur Feyer der Kirchenreformation“ komponierten d-Moll-Sinfonie auf eben diese Luther-Hymne zurückgriff, die auch Grundlage des gleichnamigen Bach-Choralsatzes BWV 302 ist. Letzteren nahm Alex Nante zum Ausgangspunkt seines Orchesterstücks, wobei auch Bachs Choral So gehst du nun, mein Jesu, hin, den Tod für mich zu leiden anklingt: „Als Christ“, so der argentinische Komponist, „empfand ich das Bedürfnis, beide Aspekte – das Leiden und die Herrlichkeit Christi – musikalisch darzustellen, da das eine ohne das andere nicht existieren kann.“
Eine weitere Sicht auf den Glauben eröffnet Yvonne Loriods La Sainte Face . Das mit schwarzer Tinte auf 280 Partiturseiten von Hand niedergeschriebene Werk für Sopran und Orchester besteht aus 15 ganz unterschiedlich instrumentierten Stücken. Als 21-jährige Studentin von Darius Milhaud komponierte Loriod für eine ungewöhnliche Besetzung: Solo-Sopran, 8 Flöten, Holz- und Blechbläser, ein großes Aufgebot an Schlagwerk, wenige Streicher, 2 Harfen, Klavier, Celesta und 2 Ondes Martenot – ein frühes elektronisches Instrument. Eine musikalische Sensation, da das bereits 1945 entstandene Orchesterwerk nun über 80 Jahre später seine Uraufführung erlebt. Loriods kompositorisches Schaffen wird erst noch entdeckt – unter anderem von Kent Nagano, der als Dirigent das Musikleben Berlins entscheidend geprägt hat. Etliche groß angelegte Orchesterwerke seiner früheren Lehrerin hat Nagano in der Pariser Nationalbibliothek erstmals in den Händen gehalten und entreißt sie mit dem WDR Sinfonieorchester nun dem Vergessen.
Einführungsveranstaltung
18:10 Uhr, Südfoyer
Dauer: circa 1 h 40 min, inklusive Pause
Eine Veranstaltung der Berliner Festspiele / Musikfest Berlin
GrauSchumacher Piano Duo
Instrumentalist*innen der Jungen Deutschen Philharmonie
RIAS Kammerchor Berlin
Gregor Meyer – Leitung
Hans Werner Henze (1926–2012) : Notturno (1995)
Serenade für Blasinstrumente, Kontrabass und Klavier
Musen Siziliens (1966): Konzert für gemischten Chor, zwei Klaviere, Bläser und Pauken
auf Eklogen-Fragmente des Vergil
Johannes Brahms (1833–1897): Liebeslieder (1868/69)
Walzer für vier Singstimmen und Klavier zu vier Händen op. 52
„Spaß machen“, so Henze, solle sein 1966 im Rahmen der Berliner Festwochen uraufgeführtes Konzert Musen Siziliens – dem Publikum ebenso wie den ausführenden Musiker*innen. Gleiches dürfte sich auch Johannes Brahms gedacht haben, als er in mannigfaltiger Liaison mit dem „wienerischen“ Dreivierteltakt seine Liebeslieder-Walzer für Gesang und Klavier zu vier Händen komponierte. Der RIAS Kammerchor Berlin widmet sich beiden Werken beim Musikfest Berlin, gemeinsam mit dem Klavierduo GrauSchumacher, das laut Süddeutscher Zeitung „das Klavierspiel für vier Hände perfektioniert“ hat, und Instrumentalist*innen der Jungen Deutschen Philharmonie. Als atmosphärischer Opener erklingt Henzes entrückt-geheimnisvolles Notturno . Die Leitung übernimmt Gregor Meyer.
„Leider nicht von mir!“, war Johannes Brahms’ Kommentar zum Walzer An der schönen blauen Donau von Johann Strauß (Sohn), der ursprünglich als Chorstück für den Wiener Männergesangsverein entstand. Gerade in seinen Anfangsjahren ließ sich der in den Worten Eduard Hanslicks „ernste, schweigsame“ Hamburger Komponist von der Walzerseligkeit seiner neuen Wahlheimat inspirieren, was auch zu den Liebeslieder-Walzern op. 52 auf Gedichte aus Georg Friedrich Daumers Polydora führte. Die geschmeidigen Vertonungen, die mal kapriziös-kokett, mal melancholisch und mal leidenschaftlich ausfallen, hatten gewaltigen Erfolg – auch, weil die Stücke trotz ihrer Bindung an den Walzerrhythmus mit einer unerschöpflichen Fülle an eingängigen Melodien aufwarten.
Nicht die Liebe, sondern innere Kontemplation im Angesicht der Unermesslichkeit des Kosmos stellte Hans Werner Henze ins Zentrum seines ruhig-schwebenden Notturno für Blasinstrumente, Kontrabass und Klavier: einer instrumental neu gedachten Variante vom Schluss der zweiten Szene „Mond und Sterne“ aus der Henze-Oper Die englische Katze . Anschließend führt das Konzert Musen Siziliens in die idyllische Schäferwelt aus Vergils Bucolica. In dem ungewöhnlich besetzten dreiteiligen Werk wollte Henze bewusst „weg vom Klang des großen Orchesters, von Polyphonie und Dodekaphonie. […] In Musen Siziliens wollte ich […] auf ganz einfache Formulierungen gehen, Einzeltöne umkreisen, Rotation um tonale Zentren. Es sollte mit Spaß zu singen sein, […] und das Spiel der beiden Solo-Klaviere sollte Spaß machen und mit Spaß anzuhören sein.“ In transparenter Instrumentation folgt in dem dreiteiligen Werk auf eine tänzerische Pastorale ein versonnenes Adagio und ein spielerisches Vivace, wobei der Chorsatz durchgehend von melodischem Erfindungsreichtum und ausdrucksreicher Klangschönheit geprägt ist.
Dauer: circa 1 h 10 min, ohne Pause
Eine Veranstaltung der Berliner Festspiele / Musikfest Berlin in Kooperation mit dem RIAS Kammerchor Berlin
Die Maus
Jana Forkel und Johannes Büchs – Moderation
WDR Sinfonieorchester
Bar Avni – Leitung
Das Konzert mit der Maus: Musik, Lach- und Sachgeschichten rund um das Leben von Wolfgang Amadeus Mozart
Das Konzert mit der Maus feiert seine Berlin-Premiere und lädt zu mitreißender Musik und spannenden Lach- und Sachgeschichten rund um das Leben des Komponisten Wolfgang Amadeus Mozart in die Philharmonie Berlin ein. Unterstützt wird die legendäre Maus durch die Moderator*innen Jana Forkel und Johannes Büchs und das WDR Sinfonieorchester – gemeinsam begeben sie sich auf die Spuren des österreichischen Wunderkindes. Ein Konzert zum Entdecken, Lernen und Erleben.
Die Sendung mit der Maus ist eine der erfolgreichsten Kindersendungen und eine Institution des deutschen Fernsehens. Seit 1971 bezaubern die vom WDR produzierten Lach- und Sachgeschichten am Sonntagvormittag Zuschauer*innen jeden Alters, die von Hans Posegga komponierte Titelmelodie ist Groß und Klein bekannt. Das Format Das Konzert mit der Maus , das seit 2017 in enger Zusammenarbeit mit der Sendung mit der Maus entwickelt wird, öffnet den Konzertsaal für ein junges Publikum und macht klassische Musik auf spielerische, humorvolle und zugleich hochwertige Weise erfahrbar. Jede Ausgabe widmet sich einem*einer großen Komponist*in und verknüpft spannende musikalische Geschichten mit live gespielter Orchestermusik – so sind bereits Programme zu Ludwig van Beethoven, Edvard Grieg, Johannes Brahms oder Peter Tschaikowsky entstanden.
Neben den charmanten Moderator*innen des Konzerts mit der Maus tragen international renommierte Dirigent*innen wie Cristian Măcelaru, Howard Griffiths oder Bar Avni zum Erfolg bei. Sie bringen nicht nur musikalische Exzellenz ein, sondern schaffen eine Atmosphäre, in der Kinder und Familien klassische Musik neugierig und ohne Schwellenangst erleben können. 2026 geht Das Konzert mit der Maus zum ersten Mal außerhalb von Nordrhein-Westfalen auf Tour und feiert beim Musikfest Berlin seine Berlin-Premiere.
Dauer: circa 1 h, ohne Pause
Empfohlen ab 5 Jahren
Eine Veranstaltung der Berliner Festspiele / Musikfest Berlin
Termine
So 6.9.2026, 11:00 | Ticket
So 6.9.2026, 14:00 | Ticket
Ort
Philharmonie Berlin
Großer Saal Herbert-von-Karajan-Str. 1
D-10785 Berlin
Das Musikfest Berlin versteht sich als ein Forum für die innovative künstlerische Arbeit der großen Orchester und Ensembles im Bereich der klassischen und modernen Musik. Es präsentiert ein ambitioniertes Festivalprogramm mit wechselnden Schwerpunkten.
Das Orchesterfestival der Berliner Festspiele – veranstaltet in Kooperation mit der Stiftung Berliner Philharmoniker – bildet jeweils im Spätsommer den spektakulären Auftakt der Berliner Konzertsaison. Internationale Spitzenorchester, Instrumental- und Vokalensembles präsentieren gemeinsam mit den großen Symphonieorchestern der Stadt Berlin ein ambitioniertes Festivalprogramm mit jeweils wechselnden thematischen Schwerpunkten.
Das Orchester gehört – neben Oper, Theater und Kino – zu den komplexesten, größten und vielgestaltigsten „Maschinen“, die die abendländische Kultur zur Herstellung von Vorstellungen und Emotionen hervorgebracht hat. Die Vielfalt der heute bestehenden Orchesterformationen hat sich unter dem Einfluss der modernen Technologien und in Kenntnis der historischen Aufführungspraxen wesentlich erweitert. Das rund dreiwöchige Festival widmet sich daher nicht nur dem symphonischen Repertoire, sondern insbesondere den bedeutenden, raren, vergessenen, ungewöhnlichen und neuen Werken aus Geschichte und Gegenwart. Das Musikfest Berlin versteht sich als ein Forum für die innovative künstlerische Arbeit der großen Orchester und Ensembles des internationalen Musiklebens.
In Zusammenarbeit mit der Stiftung Berliner Philharmoniker.
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Berliner Festspiele
Schaperstraße 24
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