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© Ralph Larmann
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Elbphilharmonie

Am 11. und 12. Januar 2017 wurde die Elbphilharmonie Hamburg feierlich eröffnet. Im Strom der Elbe, an drei Seiten von Wasser umgeben, ist das neue Konzerthaus ein Anziehungspunkt für alle Hamburger und für Gäste aus der ganzen Welt. Das spektakuläre Gebäude vereint drei Konzertsäle, einen großen Musikvermittlungsbereich, Gastronomie, ein Hotel und die öffentliche Plaza, die Besuchern einen einmaligen Panoramablick über die gesamte Stadt bietet. Künstlerische Qualität, Vielfalt und Zugänglichkeit prägen das musikalische Programm von Hamburgs neuem kulturellem Wahrzeichen.

Kontakt

Elbphilharmonie
Platz der Deutschen Einheit 4
D-20457 Hamburg

Telefon: +49 (0)40-357 666 0
E-Mail: info@elbphilharmonie.de

 

HamburgMusik gGmbH
Elbphilharmonie und Laeiszhalle Betriebsgesellschaft
Platz der Deutschen Einheit 4
D 20457 Hamburg

Telefon: +49 (0)40-357 666 0
E-Mail: info@elbphilharmonie.de
Bewertungschronik

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Kinderprogramm

Workshop: Kosmos Flairdrum

für Familien mit Kindern ab 6 Jahren

Die »Flairdrum« ist ein echt cooles DIY-Instrument, wortwörtlich eine »Flaschen-Luft-Trommel«. Man nimmt recycelte PET-Flaschen und pumpt sie über ein Ventil so stark mit Luft auf, dass daraus ein Klangkörper wird. Die Teilnehmenden bauen ihr eigenes Flaschen-Instrument und probieren es dann natürlich ausgiebig aus. Zusammen entsteht ein wunderbar karibischer Klang.

24./25- Okt.: Bitte beachten Sie: Dieses Angebot richtet sich an Familien mit Kindern ab 6 Jahren.
Kinder unter 6 Jahren können an diesem Workshop nicht teilnehmen. Die Kinder können mit und ohne Begleitperson teilnehmen. Eine Begleitperson benötigt ebenfalls ein Ticket. Eine Betreuung vor Ort wird während der Mittagspause gewährleistet. Essen für die Pause sollte jedes Kind selbst mitbringen. Der Workshop findet von 10–17 Uhr statt.

26./27./28. Okt.: Bitte beachten Sie: Das Angebot richtet sich an Kinder von 6 bis 12 Jahren.
Erwachsene können an diesem Workshop nicht teilnehmen.

Veranstalter: HamburgMusik

Gefördert durch die Stiftung Elbphilharmonie aus Mitteln des Körber Fonds »ZukunftsMusik«

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Konzert

Philharmonisches Staatsorchester / Omer Meir Wellber

Philharmonisches Staatsorchester Hamburg
Aloisia de Nardis, Sopran
Janetka Hoşco, Mezzosopran
Lawrence Power, Viola
Dirigent: Omer Meir Wellber


Giovanni Battista Pergolesi: Stabat mater
Alfred Schnittke: Konzert für Viola und Orchester

Gegensätze ziehen sich an und treten hier unmittelbar in Dialog. Im dritten Blauen Konzert des Philharmonischen Staatsorchesters Hamburg verschränken sich barocke Klangwelt und moderne Ausdruckskraft zu einem vielschichtigen Ganzen: Giovanni Battista Pergolesis »Stabat Mater« (1736) begegnet dem Violakonzert (1985) von Alfred Schnittke – Satz für Satz ineinander verwoben. Was zunächst als reiner Gegensatz erscheint, gewinnt im Hören an Tiefe. Pergolesis Musik richtet den Blick auf menschliches Leid und Mitgefühl: klar, eindringlich, unmittelbar. Schnittkes Violakonzert vereint zarte Reflexion mit orchestraler Kraft und lässt die Viola als Stimme zwischen Nähe und Widerstand erscheinen. Ein Klangdialog aus Erinnerungen, Emotionen und überraschenden Wendungen.

Unter der Leitung von Omer Meir Wellber wird dieses Aufeinandertreffen zum offenen Prozess des Hörens und Entdeckens. Die vokalen Partien übernehmen junge Stimmen aus der Accademia del Maggio Musicale Fiorentino. So entsteht ein musikalisches Miteinander, das Differenzen nicht einebnet, sondern sie als produktive Spannung hörbar werden lässt.

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Kammerkonzert

Doric String Quartet

Doric String Quartet
Maia Cabeza, Violine
Ying Xue, Violine
Emma Wernig, Viola
John Myerscough, Violoncello


Joseph Haydn: Streichquartett g-Moll op. 74/3 »Reiterquartett«
Robert Schumann: Streichquartett F-Dur op. 41/2
Henry Purcell:
Fantasia Nr. 9 à 4 a-Moll Z 740
Fantasia Nr. 10 à 4 e-Moll Z 741
Benjamin Britten: Streichquartett Nr. 3 op. 94

Doppelpremiere mit Kontrastprogramm

Es ist so einiges passiert, seit das Doric String Quartet bei seinem letzten Hamburger Gastspiel im März 2023 den Kleinen Saal der Laeiszhalle mit seiner »leuchtenden Klangschönheit« (The Daily Telegraph) erfüllte. Im folgenden Jahr schlug das Ensemble nämlich ein neues Kapitel in seiner bald drei Jahrzehnte umspannenden Geschichte auf, als es gleich zwei neue Mitglieder willkommen hieß! In dieser neuen Formation gastiert das Doric String Quartet nun erstmals im Kleinen Saal der Elbphilharmonie und hat dafür ein Programm mit reizvollen Kontrasten zusammengestellt.

Den Auftakt macht das Quartett op. 74/3 von »Papa Haydn«. Dieses Stück schuf er als Abschluss einer Serie von sechs Quartetten und spickte es vielleicht auch deshalb mit besonders vielen überraschenden und zukunftsweisenden Wendungen. Im direkten Vergleich zu dieser sehr konzentrierten Musik verströmt sich Robert Schumanns F-Dur Quartett dann umso schmeichelhafter. Es setzt einen schwärmerischen Kontrapunkt zu Haydns Ernsthaftigkeit und beschert uns mit seinem wirbelnden Finale einen gelösten Rausschmeißer vor der Pause.

Aus deutschen Gefilden geht es hinüber nach England und somit in die Heimat des Doric String Quartet, wenn zwei Fantasias in der für Henry Purcell typischen, unnachahmlichen Empfindsamkeit erklingen. Diese Klangwelt voll barocker Sinnlichkeit hallt in Benjamin Brittens drittem Streichquartett nach, mit dem der Abend seinen visionären Abschluss findet.

EInführung mit Oliver Wille
18:30 Uhr / Elbphilharmonie, Kleiner Saal

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Konzert

WDR Sinfonieorchester / Antoine Tamestit / Iveta Apkalna / Marie Jacquot

WDR Sinfonieorchester
Antoine Tamestit, Viola
Iveta Apkalna, Orgel
Dirigentin: Marie Jacquot


Richard Wagner: Ouvertüre zu »Tannhäuser« WWV 70
Thierry Escaich: La nuit des chants / Konzert für Viola und Orchester
Camille Saint-Saëns: Sinfonie Nr. 3 c-Moll op. 78 »Orgelsinfonie«

Stock statt Schläger

Mit 16 Jahren tauschte Marie Jacquot den Tennisschläger gegen den Taktstock – heute zählt sie zu den interessantesten Dirigentinnen ihrer Generation. Nach Stationen in Würzburg, Düsseldorf und Wien beginnt sie nun ihre erste Saison als Chefdirigentin des WDR Sinfonieorchesters.

»Ich bin von der stilistischen Vielseitigkeit des Ensembles begeistert und von seinem unbedingten Willen, die bestmögliche musikalische Qualität zu erreichen«, sagt Jacquot. In ihrem Antrittskonzert entfaltet sie dieses Potenzial in einem facettenreichen Programm zwischen Spätromantik und Gegenwart.

Den Auftakt bildet Richard Wagners weihevolle Ouvertüre zu »Tannhäuser«. Danach steht Thierry Escaichs Violakonzert »La Nuit des Chants« auf dem Programm – ein Werk, das Einflüsse der Musik der Navajo mit französischer Farbigkeit verbindet. Solist ist der Widmungsträger Antoine Tamestit. Zum Abschluss erklingt Camille Saint-Saëns’ monumentale Orgelsinfonie mit Iveta Apkalna an der »Königin der Instrumente«.

Einführung mit Klaus Wiegmann
19:00 Uhr / Elbphilharmonie, Foyer Nähe Haupt-Bar (nur Stehplätze)

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Konzert

Salut Salon

»Heimat«

Salut Salon
Angelika Bachmann, Violine
Alvina Lahyani, Violine
Joke Flecijn, Violoncello
Kristiina Rokashevich, Klavier


Zwei Geigen, ein Cello, ein Klavier – und ein Übermaß an kreativer Energie: Salut Salon sind »Hamburgs charmantester Kultur Export« (Hamburger Abendblatt). Seit über 20 Jahren gastieren die vier Virtuosinnen mit ihren »Masterpieces of ›classical‹ comedy« (The New York Times) in den renommiertesten Konzerthäusern weltweit und begeistern ihr Publikum mit irrwitzigen Parforceritten zwischen Vivaldi und Vokalakrobatik, Tango und Tatort, Rap und Rachmaninow. Mit ihrem neuen Programm »Heimat« feiern Salut Salon ab 2025 zugleich das Finale einer Konzert-Trilogie: Auf »Liebe« und »Träume« folgt das nächste große, fast allumfassende Thema.

Ein Wort, das einem ganz selbstverständlich über die Lippen geht und das trotzdem sofort die Frage aufwirft: Was genau ist das eigentlich? Ist Heimat ein Ort? Tradition? Ein Gefühl? Sind es die Menschen, die einen umgeben? Oder vielleicht Worte, Sprachen, Klänge? Heimat ist ein bewegendes Thema – besonders für die Musikerinnen von Salut Salon, die aus weit verstreuten Heimaten zwischen Hamburg und Estland, der Ukraine und den USA stammen und nun gemeinsam in allen Winkeln der Welt konzertieren.

Auf diesen Reisen hat das Quartett, mit offenen Ohren und feinem Gespür, Stücke verschiedenster Couleur gesammelt. Und diese bringen sie nun auf die Bühne: Werke von Mozart, Saint-Saëns oder Copeland, Lieder aus Finnland, Frankreich, China und Ägypten, Unbekanntes, Berühmtes, eigene Kompositionen und, wie in jedem ihrer Programme: Tango Nuevo von Astor Piazzolla. Stücke, in denen immer wieder, auf unterschiedliche Weise, die Frage mitschwingt: Heimat – was ist das? Und mit der Selbstverständlichkeit, mit der die vier Musikerinnen diesen vielgestaltigen Klangkosmos bändigen und in einen wunderbaren Konzert-Abend verwandeln, geben sie auch gleich ihre eigene Antwort: Salut Salon sind in der Welt zuhause – und ihre Heimat ist die Musik.

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Konzert

AIDA & Friends

Charity-Event zum Geburtstag mit Revolverheld, LEA und Mark Forster

Revolverheld
LEA, singer-songwriter
Mark Forster, singer-songwriter


Das schönste Lächeln der Meere wird in diesem Jahr 30 Jahre jung. AIDA krönt das Geburtstagsjahr am 28. Oktober mit einem exklusiven Charity-Konzert. Zu Gast sind drei fantastische Musiker:innen: LEA, Mark Foster und Revolverheld. An diesem Abend bringen die beliebten deutschen Musiker ihre bekanntesten Hits in den Großen Saal der Elbphilharmonie und begeistern das Publikum.

Das Charity-Event findet zugunsten der Initiative AIDA Cruise & Help statt und € 30 pro verkauftem Ticket gehen an den wohltätigen Zweck. Seit der Gründung der Initiative im Jahr 2019 hat das Kreuzfahrtunternehmen bereits über 100 Schulen weltweit finanziert – insbesondere in den Herkunftsländern der Crew. Damit haben Tausende Kinder bessere Bildungschancen. Im Rahmen des Charity-Events möchte AIDA gemeinsam mit allen Konzertgästen und befreundeten Künstler:innen Spenden für weitere Schulen sammeln.

Kaum ein deutschsprachiger Popstar wirkt so nahbar wie Mark Forster. Mit viel Charme, Witz und seiner unverwechselbaren Stimme begeistert er sein Publikum. Seine Songs wie »Au revoir« oder »194 Länder« kennt fast jeder – und live macht er aus Hunderten Menschen einen großen Chor.

Mal kraftvoll, mal sanft und leise: LEA schafft es wie kaum eine andere, Gefühle in Musik zu verwandeln. Mit ihrer authentischen Art und poetischen Songs, die direkt ins Herz treffen, sorgt sie für Momente, die lange nachklingen.

Das Konzert in der Elbphilharmonie ist für Revolverheld ein Heimspiel. Mit Hits wie »Ich lass für dich das Licht an« oder »Halt dich an mir fest« liefern die Jungs den Soundtrack für die großen Momente des Lebens. Ob Liebe, Herzschmerz oder Fußball – ihre Musik ist immer dabei.

Das Konzert findet mit einer Pause statt.

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Klavierkonzert

Federico Colli / Klavierabend

»Pianomania« – Sonaten

Federico Colli, Klavier

Domenico Scarlatti:
Sonate f-Moll K 19
Sonate d-Moll K 9
Sonate d-Moll K 32
Leoš Janáček: 1. X. 1905 / Sonate für Klavier »Von der Straße«
Domenico Scarlatti:
Sonate C-Dur K 95
Sonate D-Dur K 430
Sonate A-Dur K 39
Sonate c-Moll K 40
Sonate G-Dur K 431
Sonate g-Moll K 35
Sonate d-Moll K 1
Sonate A-Dur K 208
Wolfgang Amadeus Mozart: Sonate für Klavier A-Dur KV 300i

Faszinierende Mikrokosmen

»Scarlatti ist ein Komponist, der mir sehr am Herzen liegt; nicht nur, weil er Italiener ist, sondern weil er für mich das Ideal eines großen Meisters verkörpert«, sagt der Pianist Federico Colli über Domenico Scarlatti. Colli hat bereits zwei umjubelte Scarlatti-Alben eingespielt und ist damit der perfekte Kandidat für das Auftaktkonzert der »Pianomania«-Reihe, die Scarlattis Sonaten in den Mittelpunkt rückt.

32 Sonaten hat Colli schon vom neapolitanischen Meister eingespielt, ein Bruchteil der 555, die Scarlatti komponiert hat. Mit den mehrsätzigen Monumenten eines Beethovens kann man die kurzen Stücke nicht vergleichen, doch verbirgt sich hinter jedem Stück ein faszinierender Mikrokosmos. Aus dieser unglaublichen Masse hat sich Colli für dieses Konzert seine Lieblinge ausgesucht.

Während Scarlatti hunderte Sonaten schrieb, komponierte Leoš Janáček nur eine einzige – mit dem kryptischen Titel »1. X. 1905«. An diesem Tag wurde bei einer Demonstration in Brünn ein Arbeiter durch einen Soldaten getötet. Aufgewühlt von diesem Ereignis setzte sich Janáček an sein Klavier und goss seine Gefühle eindrucksvoll und mitreißend in Musik. Mit einem der bekanntesten Melodien der Musikgeschichte beschließt Colli den Abend: Mozarts »Rondo alla turca« aus seiner Elften Klaviersonate kann wohl fast jede:r mitsummen, denn der beliebte Ohrwurm hat es über den Konzertsaal hinaus auch in Film, Funk und Fernsehen geschafft.

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Chor

Dresdner Kreuzchor

Dresdner Kreuzchor
Katharina Schlegel, Violoncello
Holger Gehring, Orgel
Leitung: Martin Lehmann
Tillmann Steinhöfel, Kontrabass


Max Reger: Morgengesang »Du höchstes Licht, ewiger Schein« / aus: Acht geistliche Gesänge op. 138
Johann Sebastian Bach: Singet dem Herrn ein neues Lied BWV 225
Benjamin Britten: Jubilate Deo
Vater unser / Motette für Soli und vierstimmigen Chor op. 23/2
Felix Mendelssohn Bartholdy: Psalm 2 »Warum toben die Heiden« op. 78/1
Heinrich Schütz: Wie lieblich sind deine Wohnungen / Psalmen Davids
Johann Pachelbel: Gott ist unser Zuversicht und Stärke / Motette für zwei vierstimmige Chöre und Basso continuo
Giovanni Gabrieli: Jubilate Deo à omnis terra / Motette für acht Stimmen
Petr Eben: Cantico delle creature / Motette für vier- bis sechsstimmigen gemischten Chor
Jake Runestad: Alleluia
César Franck: Dextera Domini / Offertorium für vierstimmigen Chor und Orgel FWV 65

Der Dresdner Kreuzchor ist einer der ältesten und berühmtesten Knabenchöre der Welt. Seine Geschichte reicht bis zur Ersterwähnung der Stadt Dresden ins frühe 13. Jahrhundert zurück. Eine der wichtigsten Aufgaben der Kruzianer ist auch nach über 800 Jahren, in den liturgischen Diensten der Kreuzkirche am Dresdner Altmarkt zu singen. Hier tritt der Dresdner Kreuzchor in Vespern und Gottesdiensten auf und gibt regelmäßig Konzerte mit hervorragenden Werken geistlicher Musik. Sie bilden den Kern des Repertoires und sind Ausdruck der christlich-humanistischen Prägung des Chores.

Wesentliche künstlerische Partner sind neben bedeutenden Solist:innen die Dresdner Philharmonie und die Sächsische Staatskapelle Dresden. Der Dresdner Kreuzchor arbeitet aber auch mit Ensembles der Alten Musik wie dem Freiburger Barockorchester und der Akademie für Alte Musik Berlin zusammen. Das Repertoire des Dresdner Kreuzchores reicht von der Renaissance bis zu Uraufführungen zeitgenössischer Werke. Sein umfangreiches künstlerisches Schaffen ist in zahlreichen Aufnahmen dokumentiert.

Neben seiner prägenden Funktion für das musikalische Leben in Dresden geht der städtisch getragene Chor seit nahezu 100 Jahren auf Reisen durch Deutschland und über europäische Grenzen hinaus bis nach Israel, Kanada, Japan, Südamerika, Korea, China und in die USA. Er vertritt die sächsische Landeshauptstadt als ihre älteste Kulturinstitution auf nahezu allen Kontinenten und debütierte zuletzt beim Shanghai International Arts Festival und gemeinsam mit der Sächsischen Staatskapelle Dresden bei den Salzburger Osterfestspielen. Auch solistisch werden die Chorsänger regelmäßig für Opernpartien engagiert.

Die Kruzianer besuchen bis zum Abitur das Evangelische Kreuzgymnasium, eine der ältesten Schulen Deutschlands. Viele Kruzianer wohnen im benachbarten Alumnat, dem Internat des Chores. Neben dem normalen Schulalltag erhalten die Sänger im Alter zwischen neun und achtzehn Jahren individuellen Gesangs- und Instrumentalunterricht. Ihre intensive Probenarbeit und der einzigartige Zauber der Knabenstimmen bilden das Fundament für die internationale Berühmtheit des Dresdner Kreuzchores.

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Rockmusik

Sanam

»Sametou Sawtan – I Heard a Voice« – Libanon

Sanam, band
Sandy Chamoun, vocals
Farah Kaddour, buzuq
Anthony Sahyoun, guitar, synthesizer, live electronics
Marwan Tohme, guitar, live electronics
Antonio El Hajj Moussa, bass, live electronics
Pascal Semerdjian, drums


»Sametou Sawtan – I Heard a Voice«
Experimentelle Sounds zwischen Rock, Elektronik, ägyptischen Klassikern und moderner arabischer Poesie

Zwischen Psych-Rock und arabischer Poesie

Balladen, treibende Rhythmen, schwebende Synthesizer und die hypnotische Stimme von Sandy Chamoun: Für das Eröffnungskonzert des Festivals »Libanon« verwandelt die Band Sanam den Kleinen Saal in einen vibrierenden Indie-Club aus Beirut, wo experimenteller Psych- und Krautrock auf ägyptische Musiktradition und arabische Poesie trifft. Die sechs Musiker:innen stellen ihr aktuelles Album »Sametou Sawtan – I Heard a Voice« vor.

Auf der Bühne treffen Gitarren, Bass, Drums und elektronische Texturen auf arabische Melodien und Gedichte – mal luftig reduziert, mal kraftvoll explodierend. Die Songs erzählen von der Mystik und dem kreativen Puls Beiruts und machen die Band zu einem lebendigen Spiegel ihrer Stadt. »Früher gab es Cliquen: die experimentierfreudigen Kids zusammen, die Rocker zusammen, die Fans arabischer Musik zusammen und die Jazz-Fans zusammen. Heute spielen alle mit allen«, sagt Gitarrist und Keyboarder Anthony Sahyoun – ein Statement, das die Offenheit, Energie und Vielschichtigkeit von Sanam perfekt einfängt.

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Konzert

Farah Kaddour & Tilt Trio

Die Buzuq zwischen Tradition und Innovation – Klassik der Welt

TILT, Ensemble
Farah Kaddour, Buzuq, Gesang
Samah Boulmona, Arabisches Akkordeon, Gesang
Ali Hout, Schlagwerk, Gesang


Die Buzuq zwischen Tradition und Innovation – klassische arabische Musik und Improvisationen

Musik der Levante

Die Langhalslaute Buzuq stand in der arabischen Musik stets im Schatten der Oud. Ihre Bedeutung in der Musik der Levante – den arabischen Ländern des östlichen Mittelmeers – stellt Farah Kaddour aus Beirut vor. Der vielfältige und spannende Abend mit verschiedenen Besetzungen ist Teil des Libanon-Schwerpunktes.

Farah Kaddour arbeitet als Forscherin, Komponistin und Bühnenmusikerin alle Facetten der Buzuq-Geschichte an der Levante heraus. Sie beschäftigt sich mit Volksmusik ebenso wie mit klassischer arabischer Musik, neuen Formen der Improvisation und mit experimentellem Rock. Auf ihrem aktuellen Solo-Album »Bada« präsentiert sie ihr Instrument in allen Facetten. Dafür wählt sie mal die Solodarbietung, mal das Spiel mit ihrem Trio TILT, bei dem zum Klang der Buzuq auch Perkussion und die besondere Viertelton-Färbung des arabischen Akkordeons hinzutritt.

Viele denken beim Klang des Wortes Buzuq an die griechische Bouzouki, die mit dem an der Levante gespielten Instrument eng verwandt ist. Aus der weit verzweigten Familie der Langhalslauten mit einem Stammbaum von Jahrtausenden schälte sich schließlich für Syrien und den Libanon eine birnenförmige, viersaitige Buzuq-Variante heraus. Im 20. Jahrhundert machte sie dort den Sprung von der Sphäre der Wandermusiker in die professionell dargebotene Musik, nach dem Zweiten Weltkrieg nahm sie eine wichtige Rolle in den Orchestern ein, die das moderne arabische Lied begleiteten.

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Konzert

Rayess Bek & Joan Baz

»Chayyel« – ePhil

Rayess Bek, live electronics
Joan Baz, video-montage
Rima Ben Brahim, lighting design


»Chayyel«
Traditionelle Dabke-Musik und -Tanz in neuer Form und neu interpretiert.
Eine audiovisuelle und elektronische Improvisation.

Tanz auf dem Dach

Seit 2023 gehört der Dabke-Tanz zum immateriellen Kulturerbe der Menschheit der UNESCO. Er ist auch im Libanon von keiner Hochzeit, keinem Feiertag oder Familienfest wegzudenken und ist tief in der Tradition verankert. In seinem neusten Projekt lässt der libanesische Musiker Waël Koudaih aka Rayess Bek diesen Tanz neu aufleben und führt ihn mit Synthesizern in die Gegenwart.

Für das Projekt hat Rayess Bek bekannte Musiker:innen aufgenommen, die für ihn bekannte Lieder eingesungen und -gespielt haben. Während des Konzerts wird er diese Aufnahmen durch Verfremdungen und Überschneidungen in einen neuen Kontext setzen. Dazu verwandelt die Künstlerin und Designerin Joan Baz das Konzert mit einer eindrücklichen Videoshow in ein immersives Erlebnis.

Übersetzt heißt Dabke übrigens »mit den Füßen auf den Boden stampfen« und spielt auf den möglichen Ursprung des Reihentanzes an: Als in der Region, in der sich heute der Libanon befindet, viele Menschen in Lehmhäusern wohnten, mussten die Bewohner:innen in regelmäßigen Abständen auf die Dächer steigen und den lockeren Lehm wieder festtreten. Dazu reihten sie sich auf und stampften in festgelegten rhythmischen Abfolgen auf dem Dach herum – daraus entwickelte sich später der traditionelle Dabke.

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© ID Photography
Konzert

Abeer Nehme

Libanon

Abeer Nehme, vocals

Liebe, Heimat und Aufbruch

Sie ist eine der bedeutendsten Künstler:innen des Libanon: Abeer Nehme. Mit ihrer kraftvollen Stimme öffnet die aus Tannourine El Tahta stammende Sängerin im Rahmen des Festivals »Libanon« den Großen Saal für eine musikalische Reise durch die Kulturen des Nahen Ostens. In verschiedenen Sprachen – von Arabisch über Aramäisch bis Armenisch – erzählt sie Geschichten von Liebe, Heimat und Aufbruch. Getragen von einem 16-köpfigen Ensemble und vier Backgroundsängern, bewegt sie sich dabei mühelos zwischen arabischer Klassik und westlicher Moderne: Klassische Lieder wechseln sich ab mit modernen Arrangements, traditionelle Melodien treffen auf orchestrale Kraft, intime Momente auf mitreißende Choreografien für die Ohren.

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Konzert

Charbel Rouhana

Die klangvolle Stimme der Oud

Charbel Rouhana, Oud
Elie Khoury, Buzuq
Nadim Rouhana, Akkordeon, Klavier
Makram Aboul Hosn, Kontrabass
Zad Khalife, Schlagwerk


Die klangvolle Stimme der Oud – eine musikalische Reise ins Herz des arabischen Maqam

Meister der Oud

Sie ist das Herz der arabischen Musikkultur: die Oud. Und er einer ihrer großen Meister: Charbel Rouhana. Bereits in den 1980er-Jahren entwickelte der Virtuose und Musikwissenschaftler eine eigene Spielmethode – und prägte damit das Instrument neu. Gemeinsam mit einem hochkarätigen Ensemble aus der Langhalslaute Buzuq, Akkordeon, Kontrabass und Schlagwerk entfaltet Rouhana die ganze Ausdruckskraft der Oud: Zwischen tief verwurzelter Tradition und freier Improvisation entsteht ein musikalischer Dialog, der sich immer wieder neu erfindet.

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© Sören Schirmer
Konzert

Gustav Mahler: Auferstehen

Kammerchor der Uni Hamburg
junge norddeutsche philharmonie e.V.
Jewish Chamber Orchestra Hamburg
Svetlana Mamresheva (Sopran)
Polina Dolinskiy (Alt)
Johanna Summer (Klavier)
David Ali Rashed (Lesung)
Leitung: Emanuel Meshvinski


Gustav Mahler:
Urlicht / aus: Sinfonie Nr. 2 c-Moll »Auferstehungssinfonie« (Bearbeitung für Chor und Orchester)
Fabia Mantwill:
Lunar Current
Edvard Moritz:
Zweiter Satz / aus: Nachtmusik op. 17
Lesung mit David Ali Rashed
Gustav Mahler:
Finale / aus: Sinfonie Nr. 2 c-Moll für Sopran, Alt, Chor und Orchester »Auferstehungssinfonie«. Bearbetung für kleines Orchester von Germán García Vargas

Ein Abend über Licht, Erinnerung und die letzte große Frage. Zwischen Konzert, Lesung, Show und musikalischem Neudenken entsteht ein Jahresabschluss, das Gustav Mahlers »Auferstehungssymphonie« nicht nur aufführt, sondern in unsere Gegenwart holt. Aufgemacht wie ein Theaterstück, wie ein Film, die Werke als Kapitel einer größeren Erzählung: vom leisen »Urlicht« über Edvard Moritz’ »Nachtmusik« bis zum überwältigenden Finale von Mahlers Zweiten Symphonie.

Zusammen mit Musiker:innen der Jungen Norddeutschen Philharmonie, dem großen Chor der Universitätsmusik Hamburg, Schauspieler David Ali Rashed (»Die Discounter«) und dem Jewish Chamber Orchestra Hamburg, wird »Auferstehen« zu einem aktuellen Statement: über Hoffnung, Verantwortung, Zusammenhalt und »Tikkun Olam«, der Reparatur der Welt. Wenn Hamburg wieder dunkler wird, ein weiteres Jahr voller Herausforderungen zu Ende geht und viele Menschen müde sind, berühren wir mit Geschichten vom Weitermachen. Von der Kraft des Neuanfangs. Vom gemeinsamen Aufleuchten.

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© Tatjana Voigt
Konzert

Augsburger Domsingknaben: Missa Salisburgensis

Barockensemble des Bayerischen Staatsorchesters
Les Cornets Noirs
Augsburger Domsingknaben (Chor)
Stefan Steinemann (Leitung)


Heinrich Ignaz Franz Biber:
Missa Salisburgensis à 53 voci

In diesem besonderen Konzert erklingt eines der herausragendsten Werke der barocken Mehrchörigkeit: die Missa Salisburgensis von Heinrich Ignaz Franz Biber. Das Barockensemble des Bayerischen Staatsorchesters vereint sich mit den renommierten Augsburger Domsingknaben und dem Spezialensemble Les Cornets Noirs zu einer außergewöhnlichen Klangerfahrung. Unter der Leitung erfahrener Barockspezialisten entfaltet sich die prachtvolle Vielstimmigkeit des Werks in all ihrer räumlichen und klanglichen Strahlkraft – ein musikalisches Fest barocker Opulenz, das den Sakralraum in pure Klangarchitektur verwandelt.

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© Jonas Albrecht
Konzert

Wolf Biermann - Konzert zum 90. Geburtstag

»Warte nicht auf bessere Zeiten!«

Wolf Biermann
Pamela Biermann
Campino
Otto Waalkes
Burghart Klaußner
Salut Salon
Nora Buschmann
Franz Hohler
Uschi Brüning
Christian von der Goltz
Günter »Baby« Sommer
Ulrich Gumpert
Gustav Peter Wöhler


Wolf Biermann hat in Zeiten der DDR-Diktatur durch seine Haltung und Kunst bewiesen, dass man sich Freiheit nehmen muss: »Nehmt Euch die Freiheit, sonst kommt sie nie!«; statt darauf zu warten, dass nur kleinere Freiheiten gewährt werden. Dafür wurde er 12 Jahre mit einem totalen Auftritts- und Publikationsverbot belegt. Ziel war es, ihn komplett zu isolieren. Wolf Biermann beugte sich jedoch nicht, er blieb der unverhohlen deutlichste Kritiker der DDR-Diktatur. Durch Buch- und Musikpublikationen, die heimlich in den Westen geschmuggelt werden mussten, wurde er schnell bekannt, seine Werke wurden in fast alle westeuropäischen Sprachen und ins Japanische übersetzt. Seine Popularität schützte ihn wesentlich vor einer Verhaftung.

Wolf Biermann ist und bleibt meinungsstark und hat immer wieder Diskurse losgetreten. Er scheut sich bis heute nicht, unangenehme Wahrheiten in oft scharfer, bildhafter Sprache auszusprechen und sich so in die Tagespolitik einzumischen.

In diesem Herbst wird Wolf Biermann 90 Jahre alt. Die weltpolitischen Verhältnisse ändern sich gerade rasant. Es gilt heute wieder, Freiheit, Demokratie und gleichberechtigte Vielfältigkeit gegen radikal-religiöses, rassistisches und antisemitisches Denken und Handeln zu verteidigen. Der Bruch beginnt in den Köpfen und vollendet sich schließlich im gleichgültigen Herzen. Die Zeit braucht streitbare Vorbilder wie Wolf Biermann, der durch sein Beispiel gezeigt hat, was es heißt, standhaft zu bleiben.

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© Shavnabada Chor
Konzert

Shavnabada Chor

Vokalmusik aus Georgien

Shavnabada Chor
Liza Bagrationi (Gesang)
Nato Metonidze (Gesang)
David Tsintsadze (Leitung)


Eines der legendären Vokalensembles Georgiens kommt erstmals in die Elbphilharmonie: der Shavnabada Chor aus der Hauptstadt Tbilisi. Unter Leitung von David Tsintsadze entfaltet das Ensemble die ganze Wucht und Zartheit des georgischen polyphonen Gesangs, von der UNESCO als immateriellen Kulturerbes ausgezeichnet: komplexe melismatische Gesänge, lyrische Lieder, der atemberaubende Guruli-Jodelstil »Krimanchuli«, christliche und vorchristliche Hymnen, begleitet vom Klang jahrhundertealter Instrumente. Als Gäste auf der Bühne: Liza Bagrationi, eine der beliebtesten Stimmen Georgiens, und Nato Metonidze, Star der georgischen Estrada. Ein Abend zwischen Urgewalt und Anmut.

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© Uwe Ahrens
Konzert

NDR Elbphilharmonie Orchester / Daniel Müller-Schott / Andris Poga

Prokofjew / Schostakowitsch

NDR Elbphilharmonie Orchester
Daniel Müller-Schott (Violoncello)
Dirigent: Andris Poga


Sergej Prokofjew:
Sinfonisches Konzert für Violoncello und Orchester e-Moll op. 125
Dmitri Schostakowitsch:
Sinfonie Nr. 4 c-Moll op. 43

Ende gut, alles gut

»Ein unglaublich leidenschaftliches Stück«, so schwärmt der Cellist Daniel Müller-Schott über Prokofjews Sinfonisches Konzert op. 125 und nennt das Werk eine »Reise zwischen verzweifelter Lyrik und Motorik«. Für den Komponisten selbst war sein Cellokonzert vor allem ein Schmerzenskind. Eine erste Fassung entstand zwischen 1933 und 1938; die aber fand bei Publikum und Kollegen wenig Anklang. Also entschloss Prokofjew sich 1940 zu einer ersten Umarbeitung, die er 1950 auf Anregung des Cellisten Mstislaw Rostropowitsch erneut revidierte. In dieser Form, als Sinfonisches Konzert, ist das herausfordernde Stück schließlich zum Meilenstein des Cello-Repertoires gewordenen. Ende gut, alles gut.

»Eine Sinfonie muss sein wie die Welt. Sie muss alles umfassen«, so hatte Gustav Mahler das Wesen der Gattung Sinfonie beschrieben. Mit seiner Vierten wollte der Mahler-Fan Dmitri Schostakowitsch sich mit dem Meister messen. Schostakowitschs Sinfonie ist riesenhaft in ihren Dimensionen, monumental in ihren klanglichen Mitteln, überwältigend vielfältig und disparat in ihren stilistischen Elementen. Und sie war so kühn, dass der Komponist sich aus Furcht vor der sowjetischen Kulturbürokratie zunächst nicht traute, die Vierte überhaupt zu veröffentlichen. Vor der geplanten Uraufführung 1936 zog er sie zurück und behielt sie ein Vierteljahrhundert lang in der Schreibtischschublade. Erst 1961 wurde das Werk uraufgeführt. Seither setzt Schostakowitschs Vierte Maßstäbe dafür, was eine Sinfonie sein und was ein Orchester leisten kann.

Einführung mit Julius Heile
19:00 Uhr / Elbphilharmonie, Großer Saal

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© Steven Gullick
Konzert

Mogwai

»Mogwai 30«

Mogwai (Band)
Support: Forest Swords


Dreißig Jahre sind in der Popgeschichte oft eine Ewigkeit. Für die schottische Band Mogwai jedoch wirken sie eher wie eine fortlaufende Bewegung: ein stetiges Anschwellen, Abebben und erneutes Aufbäumen von Klang. Seit Mitte der neunziger Jahre bauen die Musiker aus Glasgow an monumentalen Instrumentalstücken, die mehr Landschaft als Lied sind. Weite, düster schimmernde Klangräume, in denen Gitarren plötzlich zu Stürmen anschwellen und ebenso abrupt wieder in Stille zurückfallen.

Begonnen hat alles 1996 mit der Single »Tuner«, veröffentlicht über das bandeigene Label Rock Action Records. Was zunächst als pragmatische DIY-Lösung gedacht war – die eigene Musik selbst herauszubringen – entwickelte sich über die Jahre zu einer festen Institution der unabhängigen britischen Szene. Mehr als 150 Veröffentlichungen sind inzwischen über Rock Action erschienen; Bands wie Arab Strap oder The Twilight Sad fanden hier ein Zuhause. Zum dreißigjährigen Jubiläum hat die Band nun ein neues Video zu »Tuner« veröffentlicht – zusammengeschnitten aus bislang unveröffentlichtem Archivmaterial, das drei Jahrzehnte Bandgeschichte umfasst. Es zeigt junge Musiker in verrauchten Clubs, Tourbusse auf endlosen Straßen, und schließlich eine Band, die längst zu einer der prägendsten Stimmen des Post-Rock geworden ist. Auch wenn Mogwai selbst mit dieser Genrebezeichnung stets gefremdelt haben.

Elf Studioalben später ist ihr Sound unverwechselbar geblieben. Brachiale Gitarrenwände, fragile Elektronik, dazwischen Momente von fast schmerzlicher Schönheit. Spätestens mit dem Album »As The Love Continues« erreichte die Band auch kommerzielle Höhen: Platz eins der britischen Charts, eine Nominierung für den Mercury Prize. Ihr jüngstes Werk, »The Bad Fire«, knüpft daran an und klingt zugleich rauer, unmittelbarer. Produzent John Congleton hat dem vertrauten Mogwai-Kosmos eine kantigere Oberfläche verpasst – Synthesizer blitzen wie Neonlichter auf, Gitarren kratzen und flirren, während sich die Stücke weiterhin mit der geduldigen Dramaturgie entfalten, die zum Markenzeichen der Band geworden ist.

Doch wer Mogwai wirklich verstehen will, muss sie live erleben. Ihre Konzerte gleichen physisch spürbaren Klangritualen, minutenlang schichten sich Gitarrenflächen übereinander, bis der Raum zu vibrieren beginnt. Dann plötzlich ein Moment der Ruhe, als würde jemand das Licht dimmen, bevor die nächste Welle anrollt. Kaum eine Band beherrscht diese Dynamik so meisterhaft.

Mogwai hat sich mit PLUS1 zusammengeschlossen, um War Child zu unterstützen. 1€ von jedem verkauften Ticket hilft War Child dabei, Kinder, die vom Krieg betroffen sind, zu schützen, zu bilden und für ihre Rechte einzustehen.

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© Noel Richter
Konzert

Tocotronic

»Golden Years«

Tocotronic
Dirk von Lotzow (vocals, guitar)
Jan Müller (bass guitar)
Arne Zank (drums)


Tocotronic gehören zu den erfolgreichsten und prägendsten deutschsprachigen Rockbands der letzten Jahrzehnte. Gegründet werden sie 1993 in Hamburg von Dirk von Lowtzow (Gitarre und Gesang), Jan Müller (Bass) und Arne Zank (Schlagzeug). Ihr Debütalbum »Digital ist besser« erscheint 1995 und verbindet ebenso kraftvollen wie schlichten Gitarrenrock mit Texten voller Slogans, die sogleich zu geflügelten Worten geraten, etwa »Ich möchte Teil einer Jugendbewegung sein«. »Golden Years« handelt vom Altern, vom Glück der Reife und von der Angst vor dem Tod, vor allem aber handelt es vom unaufhörlichen Wiederanfangen aus dem Geist der Selbstbesinnung heraus, von den Utopien der Auferstehung und des endlosen Werdens. Es zeigt eine Band, die sich zu immer wieder zu erneuern und gleichermaßen bei sich selbst zu bleiben verstand: erkennbar in der Veränderung. Vielleicht vermag das zu erklären, warum die Musik von Tocotronic nach all dieser Zeit und gerade in unserer unbehaglichen Gegenwart immer noch und immer wieder so viel Glück und so viel Trost zu spenden vermag.

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© Uwe Arens
Konzert

NDR Elbphilharmonie Orchester / Daniel Müller-Schott / Andris Poga

Prokofjew / Schostakowitsch

NDR Elbphilharmonie Orchester
Daniel Müller-Schott (Violoncello)
Dirigent: Andris Poga


Sergej Prokofjew:
Sinfonisches Konzert für Violoncello und Orchester e-Moll op. 125
Dmitri Schostakowitsch:
Sinfonie Nr. 4 c-Moll op. 43

Ende gut, alles gut

»Ein unglaublich leidenschaftliches Stück«, so schwärmt der Cellist Daniel Müller-Schott über Prokofjews Sinfonisches Konzert op. 125 und nennt das Werk eine »Reise zwischen verzweifelter Lyrik und Motorik«. Für den Komponisten selbst war sein Cellokonzert vor allem ein Schmerzenskind. Eine erste Fassung entstand zwischen 1933 und 1938; die aber fand bei Publikum und Kollegen wenig Anklang. Also entschloss Prokofjew sich 1940 zu einer ersten Umarbeitung, die er 1950 auf Anregung des Cellisten Mstislaw Rostropowitsch erneut revidierte. In dieser Form, als Sinfonisches Konzert, ist das herausfordernde Stück schließlich zum Meilenstein des Cello-Repertoires gewordenen. Ende gut, alles gut.

»Eine Sinfonie muss sein wie die Welt. Sie muss alles umfassen«, so hatte Gustav Mahler das Wesen der Gattung Sinfonie beschrieben. Mit seiner Vierten wollte der Mahler-Fan Dmitri Schostakowitsch sich mit dem Meister messen. Schostakowitschs Sinfonie ist riesenhaft in ihren Dimensionen, monumental in ihren klanglichen Mitteln, überwältigend vielfältig und disparat in ihren stilistischen Elementen. Und sie war so kühn, dass der Komponist sich aus Furcht vor der sowjetischen Kulturbürokratie zunächst nicht traute, die Vierte überhaupt zu veröffentlichen. Vor der geplanten Uraufführung 1936 zog er sie zurück und behielt sie ein Vierteljahrhundert lang in der Schreibtischschublade. Erst 1961 wurde das Werk uraufgeführt. Seither setzt Schostakowitschs Vierte Maßstäbe dafür, was eine Sinfonie sein und was ein Orchester leisten kann.

Einführung mit Julis Heile
10:00 Uhr / Elbphilharmonie, Großer Saal

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© Aquapio Films Ltd.
Konzert

Joe Lovano: »Coltrane 100: Both Directions at Once«

Jazz at the Phil

Joe Lovano (saxophone)
Melissa Aldana (saxophone)
Nduduzo Makhathini (piano)
Linda May Han Oh (bass guitar)
Jeff »Tain« Watts (drums)


»Coltrane 100: Both Directions at Once«

All Directions

Gute Musik sei so, als würde man »einen Satz in der Mitte beginnen und dann gleichzeitig zum Anfang und zum Ende gehen – also in beide Richtungen zugleich«, erklärte der legendäre Saxofonist John Coltrane einmal seine Musik. Dieses Motto hat sich eine All-Star-Band um den Grammy-prämierten Saxofon-Großmeister Joe Lovano auf die Fahne geschrieben und spielt ein Tribut-Konzert für die Jazz-Legende, die in diesem Jahr 100 Jahre alt geworden wäre.

Hinter dem Titel »Coltrane 100: Both Directions at Once« stecken moderne Interpretationen des klassischen Coltrane-Repertoires sowie Eigenkompositionen der hochkarätigen Band-Mitglieder, die von Coltranes Vermächtnis inspiriert sind. Verstärkung erhält Lovano von der chilenischen Tenor-Saxofonistin Melissa Aldana, die »den Süden des amerikanischen Kontinents mit dem Norden, die lateinamerikanische Musik mit dem Jazz verbindet« (NDR).

Mit von der Partie sind auch der Pianist Nduduzo Makhathini und die Bassistin Linda May Han Oh, die das Hamburger Publikum beide schon mehrfach begeisterten. Vervollständigt wird die Band von dem Schlagzeuger Jeff »Tain« Watts, der als »Drummer-of-Choice« mit John Coltranes Frau, der Jazz-Harfenistin Alice Coltrane, und mit deren gemeinsamem Sohn, dem Saxofonisten Ravi Coltrane mehrfach auf Tour war und den Coltrane-Sound bis aufs Mark verinnerlicht hat.

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© G-Strings
Konzert

NDR Kammerkonzert

Piazzolla und G-Strings

Mitglieder des NDR Elbphilharmonie Orchesters
Ulrike Payer (Klavier)
Christian Gerber (Bandoneon)
Benedikt Kany (Kontrabass)
G-Strings:
Rodrigo Reichel (Violine)
Stefan Pintev (Violine)
Jan Larsen (Viola)
Valentin Priebus (Violoncello)
Frank Skriptschinski (Kontrabass)


Astor Piazzolla:
Libertango
Soledad / Milonga
La muerte del ángel
Contrabajísimo
Tangata / aus dem Ballett »Silfo y Ondina«
Astor Piazzolla:
Michelangelo ’70
Kurt Weill:
Speak Low / aus: One Touch of Venus
Miles Davis:
All Blues
Astor Piazzolla:
Milonga per tre
Dizzy Gillespie:
A Night in Tunisia
Mother’s Finest:
Baby Love
Stefan Pintev:
Tango & Jazz

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© Marco Borggreve / Royal Concertgebouw Orchestra
Konzert

Royal Concertgebouw Orchestra / Klaus Mäkelä

Dvořák / Bartók

Royal Concertgebouw Orchestra
Jennifer Johnston (Judith)
Gerald Finley (Herzog Blaubart)
Christiane von Poelnitz (Sprecherin)
Dirigent: Klaus Mäkelä


Antonín Dvořák:
Sinfonie Nr. 7 d-Moll op. 70
Béla Bartók:
Herzog Blaubarts Burg / Oper in einem Akt Sz 48
Konzertante Aufführung in ungarischer Sprache mit deutschen Übertiteln

Star-Besuch aus Amsterdam

Regelmäßig wird das Royal Concertgebouw Orchestra zu den besten Klangkörpern der Welt gezählt. 2027 übernimmt Klaus Mäkelä den renommierten Posten des Chefdirigenten dieses Spitzenorchesters – ein Schritt, der den bereits seit Jahren engen künstlerischen Austausch zwischen dem jungen Maestro und den Musiker:innen aus Amsterdam weiter vertiefen wird.

Neben Antonín Dvořáks populärer Neunter zählt auch seine Siebte Sinfonie zu den meistgeschätzten Werken des tschechischen Meisters. Nach der Uraufführung in London lobte ein begeisterter Kritiker, dass das neue Werk »die höchsten Erwartungen voll und ganz« erfülle und »zu den größten Sinfonien unserer Zeit« gehöre. Tatsächlich wurde die Siebte schon zu Dvořáks Lebzeiten zu einem seiner erfolgreichsten Werke.

In der zweiten Konzerthälfte schlüpfen Jennifer Johnston und Gerald Finley in die Rollen des frischvermählten Paares in Béla Bartóks Schaueroper »Herzog Blaubarts Burg«. In diesem impressionistisch schillernden Klanggemälde versucht Judith, die junge Ehefrau des geheimnisvollen Fürsten, das verborgene Wesen ihres Mannes zu ergründen. Doch hinter jeder geöffneten Tür offenbart sich ein neues, dunkles Geheimnis – bis sich ihr Schicksal besiegelt. Für den damals dreißigjährigen Bartók, der in seinem Einakter erzählerische Elemente Richard Wagners mit der Klangsprache Claude Debussys verband, bedeutete der Erfolg der Uraufführung den endgültigen Durchbruch als Komponist.

Einführung mit Selina Demtröder
19:00 Uhr
Elbphilharmonie, Foyer Nähe Haupt-Bar (nur Stehplätze)

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© Moritz Küstner
Konzert

Treppenhausorchester

Dark Room

treppenhausorchester
Magdalena Turba (Stimme)
Timmo Niesner (Sprecher)
Dirigent: Thomas Posth
Regie: Volker Bürger
Text: Ulrich Klingenschmitt


Gustav Mahler:
Sinfonie Nr. 4 G-Dur
Paul Hindemith:
Kammermusik Nr. 1 op. 24
Paul Abraham:
Ich bin ja heut so glücklich
Franz Doelle, Johan Amberg:
Liebe ist ein Geheimnis
Werner Richard Heymann:
Mir ist so, ich weiss nicht wie

»Dark Room« – Ein Filmriss im Dunkeln

Spannungsgeladenes Live-Hörspiel

Ein Live-Hörspiel mit dem Treppenhausorchester und den Stimmen großer Filmstars. In völliger Dunkelheit erlebt das Publikum die wahre und tragische Geschichte der Schauspielerin Renate Müller, deren Liebe in den 1930er-Jahren tödliche Konsequenzen hatte. Mit den deutschen Synchronstimmen von Stars wie Elijah Wood und Amanda Seyfried und Werken von Mahler, Hindemith und Chansons der Zeit.

Die goldenen Zwanziger. Charleston, Jazz, Revue und Stummfilm. Auf der anderen Seite: Weltwirtschaftskrise, Aufstieg der NSDAP und Putschversuche. Inmitten dieser Zeit ist sie auf dem Weg, ein internationaler Filmstar zu werden: Renate Müller. Sie dreht mit Leinwandgrößen wie Willy Fritsch, Grethe Weiser und Heinz Rühmann – bis ihr die große Liebe zu einem Juden zum Verhängnis wird. Ihr tragischer, und bis zuletzt ungeklärter, Tod schockiert die Welt, doch schon bald gerät die damals so berühmte Schauspielerin und Chanson-Sängerin in Vergessenheit… Ein die Luft der 20er Jahre atmender, glitzernder, dramatischer und spannend inszenierter Dark Room erzählt die Geschichte einer wahren Begebenheit – verwoben mit Musik von Gustav Mahler, Paul Hindemith und Chansons der Zeit. Das Publikum lauscht dem Orchester und den bekannten Synchronsprecher:innen Magdalena Turba und Timmo Niesner in nahezu völliger Dunkelheit. Eine auditive Ausnahmesituation, in die man als Zuhörer:in vollumfänglich eintauchen kann.

Das Konzert findet ohne Pause statt.

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© Bettina Theuerkauf
Konzert

Lùisa

Made in Hamburg

lùisa

Warme Synthesizer, klare Botschaften

Eighties-Ästhetik trifft bei ihr auf aktuellen Indie-Zeitgeist: lùisa ist nicht nur Sängerin, sie hat ihr neues Album, »Call Me the Witch« auch in ihrem eigenen Studio geschrieben, arrangiert und produziert. Das Album besticht durch warme Sounds, Synthesizer, perlende Gitarren – und feministische Botschaften: Ihre Wut gegen festgefahrene Strukturen verwandelt lùisa in unaufhaltsame, kreative Energie. »I want to be the kind of woman that men are scared of when they go home, alone, in the dark«, singt sie im Titelsong des neuen Albums und kehrt damit die Rollen kurzerhand um.

»Call Me the Witch« ist bereits das vierte Album der Hamburger Künstlerin, die 2013 den Musikpreis »KRACH+GETÖSE« gewann und seitdem eine Instanz ist für kunstvollen New-Wave-Pop aus der Hansestadt. Bekannt für ihre intensiven Live-Shows trat lùisa als Support von Alanis Morissette auf, im Herbst 2025 begleitete sie die legendäre britische Band Simply Red auf deren ausverkaufter Arena-Tour durch Deutschland und die Schweiz.

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© Felix Broede
Konzert

NDR Elbphilharmonie Orchester / Marek Janowski

Schubert / Bruckner

NDR Elbphilharmonie Orchester
Dirigent: Marek Janowski


Franz Schubert:
Sinfonie Nr. 7 h-Moll D 759 »Unvollendete«
Anton Bruckner:
Sinfonie Nr. 3 d-Moll

Echter Bruckner, ohne Wagner

Bruckner mit dem NDR Elbphilharmonie Orchester – das ist Legende! Und ebenso sind es mittlerweile die Konzerte mit Marek Janowski am Pult der Hamburger Musiker:innen. Nachdem er hier in den vergangenen Jahren Wagner, Brahms und Schumann dirigiert hat, kehrt der Fachmann für das sinfonische Repertoire der deutschen Romantik nun also mit einer Bruckner-Sinfonie im Gepäck zurück. Bezeichnenderweise hat der ausgewiesene Wagner-Dirigent Janowski sich dabei die Dritte Sinfonie des großen Sinfonikers ausgesucht – dasjenige Werk, mit dem Bruckner explizit seinem Idol Richard Wagner huldigte. Voller Eifer war der »arme Organist aus Wien« (so die wenig schmeichelhafte Einschätzung von Seiten des Verehrten) damals nach Bayreuth gefahren, um den »Meister aller Meister« persönlich um die Annahme der Widmung der Dritten zu bitten. Während die Sinfonie bei diesem jedoch allenfalls auf beifällige Anerkennung stieß, gilt sie heute als die vielleicht erste, in der Bruckners unverkennbarer Personalstil bereits in Vollendung ausgeprägt ist – erstrecht in der von Janowski dirigierten endgültigen Fassung, in der Bruckner alle offensichtlichen Wagner-Zitate tilgte.

Auch Anton Bruckner hinterließ am Ende seines Lebens übrigens eine »Unvollendete«: Seine Neunte Sinfonie verblieb ohne Schlusssatz, weil der Meister über der Arbeit verstarb. Warum hingegen Franz Schuberts »Unvollendete« unfertig blieb, hat vermutlich ebenso viele Kommentatoren beschäftigt wie die Frage, worüber die Mona Lisa lächelt. Am Tod lag’s nicht, denn Schubert komponierte nach seiner chronologisch Siebten noch eine vollständige Nr. 8. Wahrscheinlich blieb der Torso einfach aufgrund anderer, dringlicherer Arbeit liegen – und so verschwand die Sinfonie bis 1865 in einer Schublade. Umso größer war die Überraschung beim posthumen Auffinden der Partitur: Schubert hatte hier einen gegenüber seinen ersten sechs Sinfonien viel reiferen, vor allem persönlicheren Stil gefunden, der sich gleich im atmosphärischen Beginn des ausgesprochen ausdrucksstarken Werks ankündigt. So wurde diese wahrhaft »vollendete« Musik zum wohl berühmtesten Fragment der Musikgeschichte.

Einführung mit Julius Heile
19:00 Uhr
Elbphilharmonie, Großer Saal

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© Andrej Grilc
Konzert

Trio Gaspard

Smetana / Suk / Dvořák

Trio Gaspard
Vashti Hunter (Violoncello)
Nicholas Rimmer (Klavier)
Jonian-Ilja Kadesha (Violine)


Bedřich Smetana:
Klaviertrio g-Moll op. 15
Josef Suk:
Elegie op. 23
Antonín Dvořák:
Klaviertrio e-Moll op. 90 »Dumky-Trio«

Das gefeierte Trio Gaspard widmet sich drei herausragenden Werken der tschechischen Kammermusik, die persönliche Schicksale, nationale Identität und musikalische Ausdruckskraft miteinander verbinden. Böhmische Musiktradition des 19. Jahrhunderts – voller Emotion, Ausdruckskraft und unverwechselbarem Charakter!

Das Klaviertrio g-Moll op. 15 von Bedřich Smetana ist stark autobiografisch geprägt: Smetana schrieb es unter dem Eindruck des frühen Todes seiner Tochter. Entsprechend durchzieht das Trio ein Spannungsfeld zwischen leidenschaftlicher Dramatik und inniger Trauer. Die Elegie Des-Dur op. 23 für Klaviertrio von Josef Suk ist ein Werk von großer klanglicher Zartheit und emotionaler Tiefe. Suk, Schüler und später Schwiegersohn Antonín Dvořáks, komponierte die Elegie ursprünglich als Bühnenmusik. Die Musik entfaltet eine schwebende, beinahe zeitlose Atmosphäre und lebt von dem feinen Zusammenspiel der Stimmen.

Das »Dumky-Trio« e-Moll op. 90 ist das wohl berühmteste Klaviertrio Antonín Dvořáks. Der Titel verweist auf die »Dumka«, eine ursprünglich slawische Liedform, die zwischen melancholischer Nachdenklichkeit und lebhafter Ausgelassenheit wechselt. Dvořák gestaltet ein Werk aus mehreren kontrastreichen Abschnitten, die zwischen großer Tiefe und tänzerischer Energie wechseln.

Künstlergespräch
18:45 Uhr
Elbphilharmonie, Kleiner Saal

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© Hamburger Ärzteorchester
Konzert

Hamburger Ärzteorchester

Benefizkonzert

Hamburger Ärzteorchester
Matteo Weber (Klavier)
Dirigent: Thilo Jaques


Robert Schumann:
Konzert für Klavier und Orchester a-Moll op. 54
Johannes Brahms:
Sinfonie Nr. 3 F-Dur op. 90

Benefizkonzert zugunsten der Stiftung Hamburger Hospiz

Das bekannte Hamburger Ärzteorchester spielt erneut ein Benefizkonzert zugunsten der Arbeit der Stiftung Hamburger Hospiz. Die Stiftung betreibt stationäre Hospize für schwerstkranke und sterbende Menschen in Altona (Helenenstift) und Bergedorf (am Deich) sowie den Ambulanten Hospizberatungsdienst in Altona

Die Stiftung Hamburger Hospiz betreut im Hamburger Hospiz im Helenenstift in Altona und im Hamburger Hospiz am Deich in Bergedorf schwerkranke Menschen in ihrer letzten Lebensphase und begleitet auch deren An- und Zugehörige. Häusliche Sterbegleitung leistet der Ambulante Hospizberatungsdienst in Altona. Weitere Bereiche sind auch Trauer- und Bildungsarbeit. Ein Teil der Arbeit der Stiftung muss über Spenden finanziert werden.

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© Peter Hundert
Konzert

Utopia / Daniel Lozakovich / Teodor Currentzis

Schostakowitsch / Strawinsky

Utopia
Daniel Lozakovich (Violine)
Dirigent: Teodor Currentzis


Dmitri Schostakowitsch:
Konzert für Violine und Orchester Nr. 1 a-Moll op. 77
Igor Strawinsky:
Le sacre du printemps / Bilder aus dem heidnischen Russland

Radikal gut

Es ist der größte Skandal der Musikgeschichte und eines der wichtigsten Werke der Moderne: »Le sacre du printemps« von Igor Strawinsky. 1913 geriet die Premiere in Paris zu einem spektakulären Aufreger, als das Publikum angesichts zahlreicher Dissonanzen und harter Rhythmen tobte. Das ideale Stück also für Teodor Currentzis, der für seine oft radikalen, dabei stets packenden Interpretationen weltweit gefeiert wird. Als er den »Sacre« vor einigen Jahren mit seinem musicAeterna-Ensemble einspielte, wurde er mit Lob überschüttet. Nun überträgt er diese »atemlose Spannung« (Spiegel Online) auf seinen zweiten Klangkörper, das Orchester Utopia, und bringt Strawinskys Meisterwerk in Hamburg auf die Bühne.

Während Strawinsky schnell als Enfant terrible der Klassikwelt zum ersehnten Ruhm kam, lebte Dmitri Schostakowitsch ein Leben voller Angst und Unterdrückung. Unter dem Stalin-Regime wurden alle Künste »auf Linie gebracht« und mussten sich den Ansprüchen des Diktators beugen. So komponierte Schostakowitsch viele Werke für die Schublade – auch sein avanciertes Erstes Violinkonzert. In die Musik legte der Komponist seine komplette Gefühlswelt: von dunkelster Trauer, über beißendem Spott zu sehnsuchtsvollem Hoffnungsschimmer.

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© Emilie Elizabeth
Konzert

Alessandro Cortini

Nati Infiniti

Alessandro Cortini (Live Electronics)

»Nati Infiniti«

Hypnotische Klangreise

Mit Alessandro Cortini kommt einer der faszinierendsten Klangkünstler aus der Elektronischen Musik in die Elbphilharmonie. Der italienische Musiker und Komponist, bekannt als ehemaliges Mitglied der Band Nine Inch Nails und für seine hypnotischen Soloalben, präsentiert live sein aktuelles Werk »Nati Infiniti« – eine intime Reise durch Klang und Emotion.

Cortini verbindet fragile Melodien mit tieffrequenten Synthesizerflächen, die sich langsam entfalten, weiterentwickeln und so einer klanglichen Metamorphose gleichen. »Nati Infiniti« ist ein Erlebnis, das Musik und Klang zur körperlichen Erfahrung macht. Hinzu kommen visuelle Effekte, die zur Musik sphärische Bilder erzeugen und das Publikum in eine magische Welt hineinziehen.

Ursprünglich hat Cortini das Werk als immersive Klanginstallation für das Sónar Lisboa Festival 2022 konzipiert und anschließend das Album produziert. Mit dem Projekt beweist Cortini einmal mehr, wieso er einer der wichtigsten Vertreter der zeitgenössischen elektronischen Musik und vor allem für seine eindringlichen, atmosphärischen Werke bekannt ist.

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© Sebastian Madej
Konzert

Hamburger Camerata / Marc Bouchkov

Vasks / Beethoven

Hamburger Camerata
Violine und Leitung: Marc Bouchkov


Pēteris Vasks:
Musica appassionata
Konzert für Violine und Orchester »Distant Light«
Ludwig van Beethoven:
Sinfonie Nr. 4 B-Dur op. 60

Leidenschaft für die Sache der Musik ist ein Markenzeichen der Hamburger Camerata. Zu seinem 80. Geburtstag widmet die Camerata dem lettischen Komponisten Pēteris Vasks nun einen kleinen Schwerpunkt. »Musica appassionata« – »Leidenschaftliche Musik«, dieser Titel seines 2002 für Streichorchester komponierten Stückes könnte auch als Motto über Vasks’ Gesamtschaffen stehen. »Ich will der Seele Nahrung geben« und »in meinen Klängen einen Lichtstrahl bewahren«, sagt der Jubilar – der angekündigt hat, an diesem Abend anwesend zu sein – über sich und seine Musik.

Außerdem mit dabei: die von Robert Schumann als »griechisch schlanke Maid« charakterisierte Vierte Sinfonie des Kollegen Ludwig van Beethoven. Ein weiteres Markenzeichen der Camerata ist das Konzept »play & lead«: Herausragende Solist:innen leiten das Orchester vom Dirigenten- oder Konzertmeisterpult aus. Der vielfach ausgezeichnete junge belgische Geiger (ukrainisch-russischer Herkunft) Marc Bouchkov zählt zu den neuen Freunden der Camerata und wird in dieser Saison gleich in zwei Konzerten als Solist und/oder Dirigent zu hören sein.

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© Tobias Bärmann
Konzert

Philharmonisches Kammerkonzert

Shaw / Schostakowitsch / Beethoven

Konradin Seitzer (Violine)
Bogdan Dumitraşcu (Violine)
Iris Icellioglu (Viola)
Olivia Jeremias (Violoncello)


»Innere Stimmen«
Caroline Shaw:
Three Essays
Dmitri Schostakowitsch:
Streichquartett Nr. 8 c-Moll op. 110
Ludwig van Beethoven:
Streichquartett cis-Moll op. 131

Kammermusik lebt von Nähe – musikalisch wie menschlich. In der Kammerkonzertreihe zeigt sich das Philharmonische Staatsorchester in seiner persönlichsten Form: im direkten Austausch, getragen von der Neugier und Handschrift der Musiker:innen selbst. Im Beethoven-Jahr begegnen wir Ludwig van Beethoven dabei nicht als Denkmal, sondern als lebendige, überraschend gegenwärtige Stimme.

»Innere Stimmen« entfaltet Perspektiven auf Reflexion und Tiefe. Caroline Shaws »Three Essays« tastet sich wie musikalische Skizzen in die Fragen des Moments, Schostakowitschs achtes Quartett steigert die Intensität mit autobiografischem Pathos und expressiven Kontrasten. Beethovens späte Meisterleistung op. 131 schließlich vereint Innovation, expressive Tiefe und kontemplative Ruhe in einem durchgehenden Zyklus – ein Dialog zwischen Vergangenheit und Gegenwart, zwischen Fragestellung und meisterhafter Vollendung.

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© Felix Broede
Konzert

NDR Elbphilharmonie Orchester / Marek Janowski

Schubert / Bruckner

NDR Elbphilharmonie Orchester
Dirigent: Marek Janowski


Franz Schubert:
Sinfonie Nr. 7 h-Moll D 759 »Unvollendete«
Anton Bruckner:
Sinfonie Nr. 3 d-Moll

Echter Bruckner, ohne Wagner

Bruckner mit dem NDR Elbphilharmonie Orchester – das ist Legende! Und ebenso sind es mittlerweile die Konzerte mit Marek Janowski am Pult der Hamburger Musiker:innen. Nachdem er hier in den vergangenen Jahren Wagner, Brahms und Schumann dirigiert hat, kehrt der Fachmann für das sinfonische Repertoire der deutschen Romantik nun also mit einer Bruckner-Sinfonie im Gepäck zurück. Bezeichnenderweise hat der ausgewiesene Wagner-Dirigent Janowski sich dabei die Dritte Sinfonie des großen Sinfonikers ausgesucht – dasjenige Werk, mit dem Bruckner explizit seinem Idol Richard Wagner huldigte. Voller Eifer war der »arme Organist aus Wien« (so die wenig schmeichelhafte Einschätzung von Seiten des Verehrten) damals nach Bayreuth gefahren, um den »Meister aller Meister« persönlich um die Annahme der Widmung der Dritten zu bitten. Während die Sinfonie bei diesem jedoch allenfalls auf beifällige Anerkennung stieß, gilt sie heute als die vielleicht erste, in der Bruckners unverkennbarer Personalstil bereits in Vollendung ausgeprägt ist – erstrecht in der von Janowski dirigierten endgültigen Fassung, in der Bruckner alle offensichtlichen Wagner-Zitate tilgte.

Auch Anton Bruckner hinterließ am Ende seines Lebens übrigens eine »Unvollendete«: Seine Neunte Sinfonie verblieb ohne Schlusssatz, weil der Meister über der Arbeit verstarb. Warum hingegen Franz Schuberts »Unvollendete« unfertig blieb, hat vermutlich ebenso viele Kommentatoren beschäftigt wie die Frage, worüber die Mona Lisa lächelt. Am Tod lag’s nicht, denn Schubert komponierte nach seiner chronologisch Siebten noch eine vollständige Nr. 8. Wahrscheinlich blieb der Torso einfach aufgrund anderer, dringlicherer Arbeit liegen – und so verschwand die Sinfonie bis 1865 in einer Schublade. Umso größer war die Überraschung beim posthumen Auffinden der Partitur: Schubert hatte hier einen gegenüber seinen ersten sechs Sinfonien viel reiferen, vor allem persönlicheren Stil gefunden, der sich gleich im atmosphärischen Beginn des ausgesprochen ausdrucksstarken Werks ankündigt. So wurde diese wahrhaft »vollendete« Musik zum wohl berühmtesten Fragment der Musikgeschichte.

Einführung mit Julius Heile
17:00 Uhr
Elbphilharmonie, Großer Saal

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© Anita Schmid
Konzert

Georg Nigl / Liederabend

Schwanengesang

Georg Nigl (Bariton)
Olga Pashchenko (Klavier)


Franz Schubert:
Die Taubenpost D 965a
Schwanengesang D 957
Am Fenster D 878
Sehnsucht D 879 »Die Scheibe friert«
Widerspruch D 865b / Fassung für Solostimme und Klavier
Franz Schubert:
Der Wanderer an den Mond D 870
Im Freien D 880
Bei dir allein D 866/2 / Vier Refrainlieder
Irdisches Glück D 866/4 / Vier Refrainlieder

Wunderschöne Abgründe

»Faszinierend eigenwillig« – so urteilt das Rondo Magazin über das Album »Echo«, auf dem der Bariton Georg Nigl und die Pianistin Olga Pashchenko 2022 in vereinter Gestaltungskraft und »totaler Klanggemeinsamkeit« zu erleben sind. Dieses Dreamteam ist im Kleinen Saal der Elbphilharmonie nun mit einem so wunderschönen wie abgründigen Werk zu Gast: Franz Schuberts »Schwanengesang«.

Bis kurz vor seinem Tod war Schubert mit der Komposition dieser Liedersammlung beschäftigt und schuf mit dem »Ständchen« dabei sein vielleicht berühmtestes Lied. Neben solchen zarten Liebesbekenntnissen umfasst die Sammlung dunkle Seelenbilder von erschütternder Radikalität und enthält mit der Vertonung von Heines »Der Doppelgänger« ein Stück, dessen Intensität fast die Grenzen des Kunstliedes sprengt.

Die große Bandbreite von Stimmungen und musikalischen Texturen zeigt, dass der innovative Schubert auch an seinem Lebensende der Suche nach immer neuen Ausdrucksmitteln verpflichtet blieb. Die 14 Nummern des »Schwanengesang« ergänzen Nigl und Pashchenko mit weiteren ausgewählten Liedern Schuberts und geben sich selbst und dem Hamburger Publikum so Gelegenheit, einen ganzen Abend lang in den wunderschönen Abgründen von des Komponisten zu wandeln.

Einführung mit Meike Pfister
18:30 Uhr
Elbphilharmonie, Kleiner Saal

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© Jeremy Fokkens
Konzert

Talente entdecken: Élisabet Pion / Klavierabend

Chopin / Montgeroult / Schubert / Bacewicz

Élisabeth Pion (Klavier)

Grażyna Bacewicz:
Sonate Nr. 2
Frédéric Chopin:
Études op. 25
Hélène Montgeroult:
Étude Nr. 26 G-Dur
Étude Nr. 111 g-Moll
Sonate fis-Moll op. 5/3
Franz Schubert / Franz Liszt:
Der Müller und der Bach D 795/19
Franz Schubert:
Gretchen am Spinnrade D 118
Franz Schubert / Franz Liszt:
Auf dem Wasser zu singen D 774
Erlkönig D 328

Weiter Horizont

Zu behaupten »von Élisabeth Pion wird man noch hören« wird dieser brillanten jungen Künstlerin nicht gerecht – denn man hört schon von ihr: weltweit, im Orchesterkonzert, in der Kammermusik, auf hochgepriesenen CD-Einspielungen und zuletzt bei ihrem überragenden Sieg bei der Honens International Piano Competition 2025. Dabei scheint die junge Kanadierin geradezu das Ideal einer modernen Künstler:innenpersönlichkeit zu verkörpern: Ihre Technik ist makellos, ihr Verständnis der Werke tief, ihr Horizont weit. Sie liebt Wissenschaft, Literatur und Philosophie. Sie praktiziert Tai Chi – gelegentliche Workshops mit Orchestermitgliedern oder Publikum inklusive. Sie beleuchtet bekanntes Repertoire neu, entdeckt Vergessenes wie die wunderbaren Werke der Französin Hélène de Montgeroult, ist Mitbegründerin des Festivals Unisson und wirkt bei zahlreichen interdisziplinären Projekten mit. Was für eine Freude, diese spannende und facettenreiche Pianistin nun endlich auch bei ProArte zu erleben!

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© Shervin Lainez
Konzert

Branford Marsalis & Dianne Reeves Celebrate John Coltrane

Dianne Reeves (vocals)
Branford Marsalis Quartet
Branford Marsalis (saxophone)
Joey Calderazzo (piano)
Eric Revis (bass)
Justin Faulkner (drums)


»BRANFORD MARSALIS & DIANNE REEVES celebrate JOHN COLTRANE«

Kongeniale Kollaboration

Mit John Coltrane wäre 2026 einer der einflussreichsten Jazz-Musiker überhaupt 100 Jahre alt geworden. An der Seite des Trompeters Miles Davis erspielte er sich erste Berühmtheit, eigene Platten wie »Giant Steps« und »A Love Supreme« machten ihn unsterblich. Zum Jubiläum lädt das Branford Marsalis Quartet zusammen mit der stimmgewaltigen Sängerin Dianne Reeves zu einem Tribut-Konzert in den Großen Saal der Elbphilharmonie.

Gemeinsam widmen sie sich dem Erfolgsalbum, das John Coltrane 1963 mit dem Sänger Johnny Hartmann veröffentlicht hat – die darauf enthaltene Interpretation des Jazz-Standards »Lush Life« wurde 2000 sogar in die Grammy Hall of Fame aufgenommen. Niemand interpretiert diese Musik so gefühlvoll wie die fünffache Grammy-Gewinnerin Dianne Reeves, die an diesem Abend ihr Elbphilharmonie-Debüt gibt.

Mit dem Branford Marsalis Quartet hat sie zudem eines der besten Jazz-Bands überhaupt an ihrer Seite. Seit nunmehr 40 Jahren prägt die Formation die Szene mit eigenen Kompositionen und Interpretationen bekannter Jazz-Nummern. So spielte das Quartett zum 50-jährigen Jubiläum der legendären Coltrane-Platte »A Love Supreme« eine Neu-Interpretation des gesamten Albums ein.

Schwerpunkt
John & Alice Coltrane 100

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© Marie Rolland
Konzert

Thierry Escaich, Orgel

Mirrored Dances

Thierry Escaich (Orgel)

»Mirrored Dances«
Jean-Baptiste Lully:
Ouvertüre zu »Le bourgeois gentilhomme« / Bearbeitung für Orgel von Thierry Escaich
Claude Gervaise:
Sixième livre de danceries / Bearbeitung für Orgel (Auswahl)
Jehan Alain:
Variations sur un thème de Clément Janequin
Litanies
Johann Sebastian Bach:
Fantasie c-Moll BWV 562
Fuge G-Dur BWV 577
Thierry Escaich:
Improvisationen: Andante und Scherzo
Louis Vierne:
Naïades / aus: Pièces de fantaisie, Suite Nr. 4 op. 55
Igor Strawinsky / Pierre Pincemaille:
L’oiseau de feu (Der Feuervogel) / Auszüge
Thierry Escaich:
Évocation I
Évocation II
Astor Piazzolla:
Fugata / aus: Tangata »Silfo y Ondina«
Thierry Escaich:
Improvisationen: Sinfonische Tänze

Der Klangbeschwörer

Seit der feierlichen Wiedereröffnung von Notre-Dame de Paris ist Thierry Escaich Titularorganist der weltberühmten Kathedrale. Er beherrscht nicht nur sein Instrument auf Weltniveau, sondern ist auch für seine fantasievollen Improvisationen und Kompositionen bekannt. Ein idealer Kandidat also, um in dieser Saison die Reihe »Orgel pur« in der Elbphilharmonie zu eröffnen.

In seinem Programm spielt sich Escaich quer durch die Musikgeschichte, beginnt mit Barockmusik von Jean-Baptiste Lully und Johann Sebastian Bachs berühmte Fantasie in c-Moll, die unter anderem bei der Beerdigung von Queen Elizabeth II. erklang. Den Schwerpunkt setzt der französische Organist jedoch in der Musik des 20. Jahrhunderts: mit Jehan Alains elegischen »Litanies«, einer Bearbeitung von Igor Strawinskys expressiver Ballettmusik zu »Der Feuervogel« und der »Fugata« von Astor Piazzolla.

Auch der kongeniale Improvisateur und Komponist Thierry Escaich kommt zu Wort: Mit den auskomponierten Improvisationen »Andante und Scherzo« und anschließend mit seinen mystischen Klangbeschwörungen » Évocations I & II« sowie den »Sinfonischen Tänzen«. In den beiden Stücken erkundet Escaich mit feinem Gespür die verschiedensten Klangmöglichkeiten der »Königin der Instrumente«.

Einführung mit Thomas Cornelius
19:00 Uhr
Elbphilharmonie, Großer Saal

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© David Moliner
Konzert

David Moliner / Solomarimba

Licht und Abgrund

David Moliner (Marimba, Schlagzeug)

Johann Sebastian Bach:
Ach bleib’ bei uns, Herr Jesu Christ BWV 649 / aus: Schübler Choräle
Tianyang Tao:
Das flauschige Fellknäuel im kleinen Königreich (Uraufführung)
Johann Sebastian Bach:
Ach Gott, erhör mein Seufzen und Wehklagen BWV 254
Sidney Norris:
Ceramic Son (Uraufführung)
Johann Sebastian Bach:
Ach Gott und Herr BWV 714
Hangrui Zhang:
Speaking Woods
Johann Sebastian Bach:
Ach Gott, vom Himmel sieh darein BWV 2
Yangfan Xu:
Tropical Rain (Uraufführung)
Johann Sebastian Bach:
Ach Gott, vom Himmel sieh darein BWV 2
Drasko Adžić:
Duduraika – Tempers of the Wallachian Woods
Johann Sebastian Bach:
Ach Gott, wie manches Herzeleid BWV 58
Shiwei Liu:
Above the Ground Breath (Uraufführung)
Johann Sebastian Bach:
Ach Gott, wie manches Herzeleid BWV 58
Felix Römer:
escrito / cantando
Johann Sebastian Bach:
Ach, was soll ich Sünder machen BWV 259
Stephen Mulligan:
Rotor (Uraufführung)
Elias Frisk:
Workaround

Die Musik von Johann Sebastian Bach bildet den Ausgangspunkt dieses außergewöhnlichen Konzertabends. Seine Choräle eröffnen einen Klangraum, der in einen Dialog mit der Gegenwart tritt. Schritt für Schritt entfalten sich neue Perspektiven auf Bach – gespiegelt, erweitert und in überraschende klangliche Richtungen geführt. Die Marimba wird dabei zur singenden Stimme, die Bachs Musik aufnimmt und weiterträgt. Aus diesem Dialog entstehen neun Uraufführungen neuer Werke, die eigens für dieses Projekt komponiert wurden. »Licht und Abgrund« lädt dazu ein, Johann Sebastian Bach neu zu hören und die Gegenwart als natürliche Fortsetzung seiner Musik zu erleben.

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© skpbeijing
Konzert

Jakub Józef Orliński / Madison Nonoa / Il Pomo d’Oro

Pärt / Pergolesi / Trabaci u. a.

Il Pomo d’Oro
Madison Nonoa (Sopran)
Jakub Józef Orliński (Countertenor)


Giovanni Maria Trabaci:
Consonanze stravaganti
Anonymus:
Simera Mavros Ouranos
Giovanni de Macque:
Prime stravaganze
Arvo Pärt:
My Heart’s in the Highlands
Giovanni Maria Trabaci:
Toccata I del secondo tono
Giovanni Battista Pergolesi:
Stabat mater
Das Konzert findet ohne Pause statt.

Klangreise

Musik als Universalsprache: Selten wird die These so eindringlich bewiesen wie in diesem Programm, das Kulturen, Zeiten und Klangwelten miteinander verbindet. Vom schottischen Hochland über Griechenland bis nach Italien geht die Hörreise – und zielt tief ins Innere. Pärts »My Heart’s in the Highlands«, das griechische »Simera Mavros Ouranos« und Pergolesis »Stabat mater« könnten unterschiedlicher kaum sein. Und doch teilen sie Wesentliches: stille Spiritualität, emotionale Kraft und die Erzählung von Heimat, Fremdheit, Verlust und Trost. Der gefeierte Countertenor Jakub Józef Orliński, die Mezzosopranistin Madison Nonoa und das Ensemble Il Pomo d’Oro nehmen mit auf diese Reise durch die Höhen und Tiefen der menschlichen Seele. Ein Konzertabend voller Intensität, Schönheit und menschlicher Nähe – getragen von zwei außergewöhnlichen Stimmen.

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© Una Bernard
Konzert

Münchner Philharmoniker / Janine Jansen / Lahav Shani

Schostakowitsch / Mussorgsky / Ravel

Münchner Philharmoniker
Janine Jansen (Violine)
Dirigent: Lahav Shani


Dmitri Schostakowitsch:
Konzert für Violine und Orchester Nr. 1 a-Moll op. 77
Modest Mussorgsky / Maurice Ravel:
Bilder einer Ausstellung

Schillernde Orchesterfarben

Dieses Konzert strotzt nur so vor Farbenpracht und Klanggewalt: Die Münchner Philharmoniker haben sich mit Modest Mussorgskys »Bilder einer Ausstellung« eine musikalische Galerie der Extraklasse vorgenommen. Außerdem steht Schostakowitschs gewohnt ironisch-groteskes Erstes Violinkonzert mit Janine Jansen als Solistin auf dem Programm.

Beide Komponisten haben eine enge Verbindung, obwohl sie sich nie begegnet sind. Schostakowitsch bewunderte den schroffen und kompromisslosen Ton von Mussorgskys Kompositionen und bearbeitete einige der unvollendeten Werke. Auch wenn seine Klangsprache deutlich moderner klingt, Schostakowitsch übernahm den Hang zum Skurrilen, der auch in seinem Violinkonzert immer wieder durchscheint.

Ohne die Hilfe von Freunden und Bewunderern wäre Mussorgskys Werk vermutlich zum größten Teil in Vergessenheit geraten. Erst die vielen Bearbeitungen und Vervollständigungen seiner Werke haben ihm posthum großen Ruhm gebracht. Seine mit großem Abstand bekannteste Komposition »Bilder einer Ausstellung«, in der er Gnome, Hexen und das imposante »Große Tor von Kyiv« mit Tönen malt, wurde durch die farbenprächtige Bearbeitung des Impressionisten Maurice Ravel zum wahren Kassenschlager.

Einführung mit Clemens Matuschek
19:00 Uhr
Elbphilharmonie, Großer Saal

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© Marco Borggreve
Konzert

Münchner Philharmoniker / Lahav Shani

Prokofjew / Schostakowitsch / Mahler

Münchner Philharmoniker
Lahav Shani (Klavier und Dirigent)


Sergej Prokofjew:
Sinfonie Nr. 1 D-Dur op. 25 »Symphonie classique«
Dmitri Schostakowitsch:
Konzert für Klavier und Orchester Nr. 2 F-Dur op. 102
Gustav Mahler:
Sinfonie Nr. 1 D-Dur

Leichte Musik aus schweren Zeiten

Lustige Werke von sehr ernsten Komponisten – so könnte die Überschrift des Konzertes auch heißen, das die Münchner Philharmoniker gemeinsam mit dem Dirigenten Lahav Shani aufführen. Letzterer wird zudem in Dmitri Schostakowitschs Zweitem Klavierkonzert den Solopart übernehmen und das Orchester vom Hocker aus leiten.

Schostakowitsch ist der prominenteste Komponist der ehemaligen Sowjetunion, der während der Stalin-Herrschaft nicht viel zu lachen hatte: ständige Überwachung und Drohung führten zu Verfolgungsangst und einem Komponieren für den Staat mit verstecktem Protest zwischen den Zeilen. Sein unverhofft heiteres Klavierkonzert komponierte Schostakowitsch für seinen Sohn Maxim, der es zu seinem 19. Geburtstag geschenkt bekommen und selbst uraufgeführt hat.

Sein Landsmann Sergej Prokofjew war von sich aus eine Frohnatur, auch wenn er sich zu Beginn seiner Karriere oft gegen seine Kritiker wehren musste. Eine Antwort darauf war seine in jeder Hinsicht »Klassische Sinfonie« im Stile Haydns und Mozarts – und das im Jahr 1917. Bei Gustav Mahlers Erster Sinfonie spricht man am besten von Galgenhumor, der allen voran im dritten Satz zum Vorschein kommt: Mahler formt den berühmten Kanon »Bruder Jakob« in einen schaurig-grotesken Trauermarsch mit Klezmer-Einwürfen der Holzbläser.

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© ACT / Iona Dutz
Konzert

Michael Wollny

Eine Winterreise

Michael Wollny (Klavier)

Mondenkind, Nachtfahrten, Ghosts – mit seinen Alben und Programmen öffnet Pianist Michael Wollny immer wieder extrem atmosphärische, cineastische Welten in die er zusammen mit seinen Zuhörer:innen eintaucht. Sein neues Soloprogramm »Winterreise« greift Stimmungen und Motive aus Franz Schuberts gleichnamigem Lied-Zyklus rund um einen durch die Einsamkeit wandernden Ich-Erzähler auf. Wie immer bei Michael Wollny bildet die Vorlage nur den Ausgangspunkt für musikalische Erzählungen deren Wendungen sich erst auf dem Weg entscheiden. Für Wollny, dessen allmeiste Projekte im Zusammenspiel mit anderen Musiker:innen entstehen, ist das Solo-Format ein seltener Blick nach innen – in ein dunkel-romantisches Gemüt und einen schier unerschöpflichen Fundus an Ideen und Inspirationen.
Kurz gesagt: Ein pianistischer Seelen-Trip.

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© Hilde van Mas
Konzert

Philharmonisches Staatsorchester Hamburg / Omer Meir Wellber

Prokofjew / Beethoven

Philharmonisches Staatsorchester Hamburg
Dirigent: Omer Meir Wellber


ZEITENLOS¹³¹
Sergej Prokofjew:
Sinfonie Nr. 7 cis-Moll op. 131
Ludwig van Beethoven:
Streichquartett cis-Moll op. 131 / Bearbeitung für Streichorchester von Dimitri Mitropoulos

Zwei Komponisten. Zwei Epochen. Zwei Werke. Zwei Gattungen. Und trotz aller augenscheinlichen Unterschiede und der Zeitspanne von über 100 Jahren scheint etwas Verbindendes zwischen der Siebten Sinfonie von Sergej Prokofjew und dem cis-Moll-Streichquartett von Ludwig van Beethoven zu existieren. Sie teilen sich die Tonart und Opuszahl und geben darüber hinaus als Spätwerke Einblick in die Gedankenwelt der letzten Lebensjahre ihrer Schöpfer. Im dritten Philharmonischen Konzert trifft Prokofjews melodienselige Sinfonie auf das visionäre letzte Streichquartett Beethovens, das in einer Orchesterfassung von Dimitri Mitropoulos erklingt. In der Programmreihe »ZeitenLos« kombiniert Omer Meir Wellber Beethovens Werke zu neuen Klangräumen – frei von Chronologie, voll von Leben, Stimmungen und inneren Beziehungen, Ideen und Inspirationen. Eine Reise zwischen Ewigkeit und Augenblick.

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Elbphilharmonie Sessions: Omer Meir Wellber
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Elbphilharmonie Sessions: Omer Meir Wellber
Der Hamburger Generalmusikdirektor Omer Meir Wellber spielt eine Arie aus Verdis »La Traviata« auf dem Akkordeon in der Dachkonstruktion der Elbphilharmonie – und begleitet sich selbst am Klavier.



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Einführung
10:00 Uhr
Elbphilharmonie, Großer Saal

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© Nadia F. Romanini
Konzert

Evgeny Kissin & Sir András Schiff / Klavierabend

Mozart / Schumann / Smetana / Dvořák

Evgeny Kissin (Klavier)
Sir András Schiff (Klavier)


Wolfgang Amadeus Mozart:
Sonate für Klavier zu vier Händen D-Dur KV 123a
Robert Schumann:
Andante und Variationen für zwei Klaviere B-Dur op. 46
Bilder aus Osten / aus: Sechs Improptus op. 66
Bedřich Smetana:
Die Moldau / aus: Mein Vaterland (Fassung für Klavier zu vier Händen)
Antonín Dvořák:
Slawischer Tanz C-Dur op. 46/1
Slawischer Tanz e-Moll op. 46/2
Slawischer Tanz D-Dur op. 46/6
Slawischer Tanz c-Moll op. 46/7
Slawischer Tanz g-Moll op. 46/8
Slawischer Tanz H-Dur op. 72/1
Slawischer Tanz e-Moll op. 72/2
Slawischer Tanz C-Dur op. 72/7

Gipfeltreffen

Klavierfans aufgepasst: In diesem Konzert musizieren Legenden. Sir András Schiff und der knapp 20 Jahre jüngere Evgeny Kissin thronen beide seit Jahrzehnten ganz oben auf dem Klavierolymp. Bei ProArte in der Elbphilharmonie treffen sich die Meister der Pianistenkunst zum musikalischen Zwiegespräch. Überragende Technik, tiefer interpretatorischer Ernst, unvergleichliche Klangschönheit – diese Züge teilt ihre Kunst. Aufgesetztes Pathos und große Gesten sind ihnen fremd; sie setzen ganz auf die Wirkungsmacht der von ihnen präsentierten Werke. Auf dem Programm stehen Klassiker der Duoliteratur wie Mozarts zarte Sonate in D-Dur und die schwungvollen Slawischen Tänze von Dvořák sowie seltener zu hörende Preziosen von Robert Schumann. Der prognostizierte Höhepunkt des Konzerts könnte allerdings Smetanas berühmte Moldau in der Fassung für zwei Klaviere werden!

Elbphilharmonie Talk mit Sir András Schiff
Auf Reisen mit einem Mahagoni-Flügel: Der legendäre Pianist im Gespräch über die Vorteile alter Instrumente, über Nachwuchsförderung und seine große Liebe zu Florenz.




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Sir András Schiff im Portrait
Meister der Spielfreude: Unter den Händen des gefeierten Pianisten Sir András Schiff scheint die Musik aus sich selbst zu schöpfen.



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© Mathias P.R. Reding
Konzert

Blind Date

Überraschungskonzert

Ob jazzige Live-Improvisation, klassische Musik oder Folk – beim Blind Date in der Elbphilharmonie ist alles möglich! Sicher ist nur: Es wird unterhaltsam, spannend und sicherlich ein unvergesslicher Abend, nicht zuletzt durch den gemeinsamen Austausch von Publikum und Künstler:innen an der Bar, wofür ein Freigetränk bereitsteht.

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© Felix Broede
Konzert

Elisabeth Brauß / Klavierabend

Pianomania

Elisabeth Brauß (Klavier)

Domenico Scarlatti:
Sonate D-Dur K 119
Sonate A-Dur K 208
Sonate a-Moll K 175
Isaac Albéniz:
Evocación / aus: Iberia-Suite, Heft 1
Domenico Scarlatti:
Sonate As-Dur K 127
Sonate c-Moll K 11
Sonate G-Dur K 427
Olivier Messiaen:
Le baiser de l’enfant-Jésus / aus: Vingt regards sur l’enfant-Jésus
Domenico Scarlatti:
Sonate c-Moll K 58
Sonate c-Moll K 116
Sonate c-Moll K 115
Robert Schumann:
Arabeske C-Dur op. 18
Domenico Scarlatti:
Sonate c-Moll K 56
Béla Bartók:
14 Bagatellen Sz 38 (Auswahl)
Domenico Scarlatti:
Sonate h-Moll K 87
Sonate Fis-Dur K 319
Sonate g-Moll K 450
Wolfgang Amadeus Mozart:
Rondo a-Moll KV 511
Domenico Scarlatti:
Sonate f-Moll K 69
Sonate f-Moll K 386
Sonate g-Moll K 373
Maurice Ravel:
Le tombeau de Couperin (Auswahl)

Scarlatti raffiniert

Vom Gramophone Magazine wurde Elisabeth Brauß für »die Reife und Raffinesse ihrer durchdachten Interpretationen« gelobt. Diese Qualität spricht sich schnell herum – und so ist die junge Pianistin bereits auf den großen Konzertbühnen der Welt zu erleben. Für ihren Auftritt in der Reihe »Pianomania« hat Brauß ein sorgfältig konzipiertes Programm rund um den Komponisten Domenico Scarlatti zusammengestellt.

Ausgangspunkt ist das diesjährige Thema von »Pianomania«: die filigranen Klaviersonaten von Scarlatti. Aus den rund 550 erhaltenen Werken hat sie eine Auswahl getroffen, die sie in kleinen Gruppen präsentiert und dadurch sowie durch fließende Übergänge einen neuen dramaturgischen Zusammenhang bildet. Ergänzt wird das Programm durch Werke von Isaac Albéniz, Wolfgang Amadeus Mozart, Robert Schumann und Olivier Messiaen – eine reizvolle Reise durch unterschiedliche Stile, Epochen und Klangwelten.

Wie leichtfüßig und sicher sich die Pianistin durch die Musikgeschichte bewegen kann, bewies sie schon einige Male in der Elbphilharmonie, zuletzt mit ihrer kongenialen Wegbegleiterin, der Violinistin Noa Wildschut. Bei der Reihe FAST LANE spielten die beiden Nachwuchsmusiker:innen »auf einem schwindelerregenden instrumentalen Niveau« (Hamburger Abendblatt) und begeisterten das Publikum.

Rahmenprogramm
Fr, 6.11.2026 18 Uhr
Insight Piano,
Steinway & Sons

Tasten, die die Welt bedeuten
In der Elbphilharmonie gibt es fünf schicke Konzertflügel und eine ganze Sammlung weiterer Tasteninstrumente. Diese Mitarbeiter:innen kümmern sich darum.


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Elbphilharmonie Sessions: Noa Wildschut & Elisabeth Brauß
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Elbphilharmonie Sessions: Noa Wildschut & Elisabeth Brauß
Clara Schumanns berührende »Drei Romanzen« im Kleinen Saal der Elbphilharmonie

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© Michiel Hendryckx
Konzert

Schubert: Messe Es-Dur

Schubert

Orchestre des Champs-Élysées
Collegium Vocale Gent (Chor)
Serafina Starke (Sopran)
Sophie Harmsen (Mezzosopran)
Ilker Arcayürek (Tenor)
Benjamin Hulett (Tenor)
Johannes Kammler (Bariton)
Dirigent: Philippe Herreweghe


Ludwig van Beethoven:
Sinfonie Nr. 4 B-Dur op. 60
Franz Schubert:
Messe Es-Dur D 950

Der ganz große Klang

Schubert war es nicht vergönnt, seine große und letzte Messe in Es-Dur jemals in voller Klangpracht zu hören – erst ein Jahr nach seinem Tod fand die Uraufführung des in seinen letzten Lebensmonaten komponierten Werks statt. Johannes Brahms haben wir es zu verdanken, dass die Partitur in den 1860er-Jahren wiederentdeckt wurde und seitdem von den Spielplänen der Kirchen und Chöre nicht mehr wegzudenken ist: Für ein hervorragendes Gesangsensemble wie das Collegium Vocale Gent unter Leitung seines Gründers Philippe Herreweghe ein absolutes Paradestück.

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© Ebru Yildiz
Konzert

Rhiannon Giddens & Francesco Turrisi

»When I Am Laid in Earth«

Rhiannon Giddens (Gesang)
Francesco Turrisi (Klavier)


»When I Am Laid in Earth«
Amerikanische und italienische Volksmusik, Spirituals und Arien

Die größten Hits aus den 60ern, 70ern und dem 17. Jahrhundert

Die Zusammenarbeit von Rhiannon Giddens und Francesco Turrisi zeigt »die Leichtigkeit, mit der sich durch Musik die Grenzen von Genre und Nationalität überwinden lassen« (NPR). Gemeinsam mit dem Multiinstrumentalisten Turrisi hat Giddens mehrere gefeierte Alben aufgenommen und Großprojekte, wie das Ballett »Black Lucy and the Bard«, realisiert. Die beiden eröffnen in der intimen Atmosphäre des Kleinen Saal das »Reflektor«-Festival von Rhiannon Giddens.

Dabei kombinieren sich die zwei munter durch Zeit und Raum: Amerikanische und italienische Volksmusik, Lieder des Frühbarocks, afroamerikanische Spirituals sowie eigene Kompositionen und dekonstruierte Arien verdeutlichen die fließenden Übergänge zwischen klassischem und populärem Klang.

Der Titel des Programms »When I Am Laid in Earth« spielt auf Henry Purcells berühmte Barockarie an, auch bekannt als »Didos Klagelied«. Giddens und Turrisi verbindet die Leidenschaft für Alte Musik, ihren Alben geht stets eine intensive Recherche voraus. Für Giddens hat Purcell schon »Popsongs vor mehreren hundert Jahren geschrieben. Im Grunde schaffen wir hier einen hybriden Raum, in dem ein Popsong aus den 1960er Jahren neben einem Popsong aus dem 17. Jahrhundert existieren kann«.

Festival
Reflektor Rhiannon Giddens

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© Kaupo Kikkas
Konzert

Tonhalle-Orchester Zürich / Paavo Järvi

Hefti / Mahler

Tonhalle-Orchester Zürich
Dirigent: Paavo Järvi


David Philip Hefti:
Shifting Ground / Atmosphären für großes Orchester
Gustav Mahler:
Sinfonie Nr. 5 cis-Moll
Das Konzert findet ohne Pause statt.

Frischer Blick auf Mahler

Wann immer man sich fragt, ob sich in den »großen Klassikern« der Musikgeschichte noch etwas Neues finden lässt, sollte man einen Blick (und ein Ohr) auf den Dirigenten Paavo Järvi werfen. Mit seinen Weltklasse-Orchestern schafft er regelmäßig erfrischende Interpretationen. Mit dem Tonhalle Orchester Zürich steckt er gerade mitten in einem Mahler-Zyklus – aus dem der Klangkörper die Fünfte Sinfonie nach Hamburg bringt.

Im selbigen Zyklus ist bereits eine Aufnahme dieser Sinfonie entstanden, die prompt mit mehreren Preisen ausgezeichnet wurde: »Järvis Mahler ist detailgenau und spannungsvoll, in gelungener Balance zwischen Kraft und Beweglichkeit, ohne die schroffen Gegensätze zu überzeichnen.​ Eine zügig dahinfließende Interpretation, kontrastreich, transparent und ohne Pathos«, heißt es beim Preis der deutschen Schallplattenkritik.

»Ich wünsche mir, dass meine Musik sowohl auf der intellektuellen Ebene als auch im Innersten des Gefühls ankommt – dieser doppelte Anspruch begleitet mich bei jedem neuen Werk«, sagt der Komponist David Philip Hefti. Und das funktioniert herausragend: Für das Tonhalle Orchester Zürich hat er bereits mehrfach komponiert und der Klangkörper erwartet bereits mit Spannung dieses neue Werk.

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© Karen Cox
Konzert

Rhiannon Giddens

»Juba Zinga Jubilee«

Rhiannon Giddens (Banjo, Gesang)
Niwel Tsumbu (Gitarre)
Éamonn Cagney (Schlagwerk)
Francesco Turrisi (Schlagwerk, Akkordeon)


»Juba Zinga Jubilee« – Bringing Early Banjo Music Back Home

Die Urahnen des Banjo

Das Banjo hat eine Jahrtausende alte Geschichte, und seine Vorfahren sind in Afrika beheimatet: Bei den Griots in Mali gilt die Spießlaute Ngoni als Urahne des Banjo, im Senegal hieß er Akonting. Schließlich kamen diese Instrumente mit dem Sklavenhandel ab dem 17. Jahrhundert in die Karibik, wo sie als »Banjar« bekannt wurden, wechselten das Material von Holz und Kalebasse zu Metall.

Diese überraschenden Verbindungen aufzuarbeiten, ist ein Wesenskern von Rhiannon Giddens‘ musikalischer Karriere. Mit ihrem Quartett eröffnet sie uns ungeahnte Perspektiven auf ein allzu oft belächeltes Instrument. Wenn Giddens der frühen Banjo-Musik in ihrem Projekt »Juba Zinga Jubilee – Bringing Early Banjo Music Back Home« nachspürt, schwingt diese reiche Geschichte immer mit. Für die von ihr gestaltete Reflektor-Woche hat sie eine intime Revue auf die Beine gestellt.

Mit Banjo, Gesang, Gitarre, Akkordeon und Perkussion hebelt das Quartett, dem auch ihr langjähriger italienischer Partner Francesco Turrisi und der kongolesische Gitarrist Niwel Tsumbu angehören, etliche Klischees aus – jenes vom Banjo als lustiges Country-Instrument etwa, oder das von der Vorherrschaft der Weißen in diesem Genre. Ihre spannenden Forschungen zu den Verflechtungen afrikanischer Musik in den USA hat Giddens hier in eine aufregende, klingende Form gegossen.

Festival
Reflektor Rhiannon Giddens

Die Vision eines anderen Amerikas Mit ihrem Reflektor-Festival erzählt Rhiannon Giddens die Musikgeschichte der USA aus einer globalen Perspektive.


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© Kaupo Kikkas
Konzert

Tonhalle-Orchester Zürich / Paavo Järvi

Mahler

Tonhalle-Orchester Zürich
Dirigent: Paavo Järvi


Gustav Mahler:
Sinfonie Nr. 6 a-Moll
Das Konzert findet ohne Pause statt.

Unendliche Tiefe

Mit Mahler irgendwann fertig sein? »Geht gar nicht«, ist Paavo Järvi überzeugt. »Mahler hat diese innere Welt, in der es wirklich kein Ende gibt. Je älter man wird, umso mehr Tiefe entdeckt man darin – und wie alles mit dem eigenen Ich und dem realen Dasein zusammenhängt. Immer stößt man auf neue Dimensionen und Bedeutungsebenen. Hier ist Humor, dort Verrücktheit, manchmal Ungestüm, manchmal tiefster Kummer.« Oft hat Järvi diesen atemberaubenden Kosmos bereits erkundet und mit aufregend detailreichen Interpretationen begeistert. Jetzt befindet er sich erneut auf großer Mahler-Exkursion und hat gemeinsam mit dem Tonhalle-Orchester die Gesamteinspielung aller Mahler-Sinfonien in Angriff genommen. In Hamburg teilt er seine Sicht auf die Sechste, in der er die Erkenntnis liest, »dass wir alle nur kurze Zeit auf Erden weilen«.

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© Paul Schirnhofer
Konzert

NDR Elbphilharmonie Orchester / Stefan Geiger

Sounds of Fantasy – Iconic Film Scores

Landesjugendchor Hamburg
Kammerchor der Hochschule für Musik und Theater
NDR Elbphilharmonie Orchester
Catherina Witting (Sopran)
Anna-Maria Torkel (Alt)
Dirigent: Stefan Geiger


»Sounds of Fantasy – Iconic Film Scores«
Soundtracks aus »Der Herr der Ringe«, »Black Panther«, »Jurassic Park«. »Die Tribute von Panem« u.a.

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© Ebru Yildiz
Konzert

Rhiannon Giddens: »Omar and Lucy«

Mit Silkroad-Ensemble-Mitgliedern

Mazz Swift (Violine)
Tim-Erik Winzer (Viola)
Karen Ouzounian (Violoncello)
Shawn Conley (Kontrabass)
Lara Downes (Klavier)
Francesco Turrisi (Akkordeon, Schlagwerk, Mandola)
Rhiannon Giddens (Gesang, Banjo, Viola)


»Omar and Lucy, Black Stories Real and Imagined«
The Music of Rhiannon Giddens featuring members of the Silkroad Ensemble
Das Konzert findet mit einer Pause statt.

Omar und Lucy

Alles, was Rhiannon Giddens angeht, wird zum Erfolg: Die US-amerikanische Folksängerin ist längst auch als Autorin, Moderatorin und Komponistin von Film-, Ballett- und Opernmusik bekannt – für ihre Oper »Omar« erhielt sie den renommierten Pulitzer-Preis. Mit dem Silkroad Ensemble, dessen künstlerische Leiterin sie ist, präsentiert Giddens Auszüge aus »Omar« und dem Ballett »Black Lucy and the Bard«.

»Omar«, entstanden mit Michael Abels, erzählt die Geschichte des Gelehrten Omar ibn Said, der aus dem heutigen Senegal verschleppt und in den USA versklavt wurde. Giddens verbindet Bluegrass, Gospel, Spirituals und afrikanische wie arabische Einflüsse zu einer Klangsprache, die spirituelle Stärke und kulturelle Identität feiert – ein »ungezwungenes Ideal des amerikanischen Sounds«, schrieb die New York Times.

»Black Lucy and the Bard«, komponiert mit ihrem künstlerischen Weggefährten Francesco Turrisi, basiert auf Caroline Randall Williams’ Gedichtband »Lucy Negro, Redux«, der Shakespeares Sonette aus der Perspektive einer Schwarzen Frau neu deutet. In Arrangements für Klavierquintett präsentieren Giddens, Turrisi und Mitglieder aus ihrem Silkroad Ensemble beide Werke nun bei ihrem Reflektor-Festival.

Festival
Reflektor Rhiannon Giddens

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© Ebru Yildiz
Konzert

Karen Ouzounian / Lembit Beecher

»Mayrig – Mutter«

Karen Ouzounian (violoncello, vocals & co-creator)
Lembit Beecher (piano, electronics & co-creator)


»Mayrig – Mutter«
Lieder und Geschichten aus der armenischen Diaspora

Armeniens Mütter

Ein Abend wie ein persönliches Gespräch über Generationen hinweg: In »Mayrig« – das armenische Wort für Mutter – verwebt die kanadische Cellistin und Komponistin Karen Ouzounian Familienerinnerungen, armenische Klänge und französische Chansons zu einem eindringlichen musikalischen Mosaik über Herkunft, Verlust und Hoffnung.

Im Zentrum des Projekts stehen die Stimmen von Karen Ouzounians Mutter und Großmutter, die sie in Gesprächen aufgezeichnet und zu einem intimen Programm für Cello, Elektronik, Klavier und Gesang gestaltet hat. Aus Liedern und Erzählungen aus Anatolien und dem Libanon, der alten Heimat der Familie, entsteht zusammen mit den Videoprojektionen des französischen Zeichners Charles Berbérian ein vielschichtiger Strom von Musik und Erinnerungen, in dem sich persönliche Geschichten und kollektives Gedächtnis begegnen.

Originalarrangements armenischer Volksmusik stehen neben den Chansons von Charles Aznavour, der armenisch-französische Wurzeln hat, und Musik des Barockkomponisten Marin Marais; neue Werke beleuchten Themen wie Krieg, Trauma, Migration, Verwurzelung und Resilienz. Karen Ouzounian tritt gemeinsam mit dem Pianisten Lembit Beecher im Rahmen des Rhiannon Giddens Reflektor-Festivals auf die Bühne.

Festival
Reflektor Rhiannon Giddens

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© Ebru Yildiz
Konzert

Lara Downes, Klavier

»Finding Home«

Lara Downes (Klavier)

»Finding Home«
A Reflection on Global Journeys and the Echoes of Ancestral Memory
Michael Sahl:
Tango / aus: Exiles’ Café
Kurt Weill:
Lost in the Stars / aus dem Musical »Lost in the Stars«
Kian Ravaei:
Variations on »This Land is Your Land«
Henry Thacker Burleigh:
From the Southland (Auswahl)
Florence B. Price:
Clouds
Huang Ruo:
Diffluent / aus: Three Pieces for Piano
Mario Castelnuovo-Tedesco:
I naviganti op. 13
Miguel del Aguila:
Music in a Bottle op. 67
Margaret Bonds:
Troubled Water / aus: Spiritual Suite
Caleb Burhans:
In Time of Desperation
Oscar Peterson:
Hymn to Freedom
Ricky Ian Gordon:
Finding Home / aus dem Musical »Dream True«

Fein kuratiertes Panorama am Klavier

Als »musikalischer Hoffnungsstrahl« (NBC) gepriesen, hat Lara Downes es sich zum Auftrag gemacht, die vielen unterschiedlichen Stimmen der US-amerikanischen Musik sichtbar zu machen. Unter dem Titel »Finding Home« spielt sie solo am Klavier Musik von US-amerikanischen Komponist:innen oder solchen, die hier ihre Heimat gefunden haben. Es sind sanfte, entrückte Klavierklänge, in denen wie in einem Kaleidoskop verschiedene Farben der amerikanischen Musik aus dem 20. Jahrhundert und von heute funkeln.

Aus Downes’ Liebe für fein kuratierte Programme entstanden mehrere Alben, so etwa 2016 »America again«. Es ist inspiriert vom 1935 veröffentlichten Gedicht »Let America Be America Again«, in dem der Dichter Langston Hughes fordert, dass der amerikanische Traum für alle gelten soll. Der Boston Globe nennt das Album »Balsam für ein durch Uneinigkeit zerrissenes Land«. Auch das Album »This Land« von 2024 blickt auf die USA mit ihren Schwächen und ihrer Schönheit, mit einem musikalischen Panorama, das sich vom Folk-Traditional bis zur Auftragskomposition zusammensetzt.

Musik zu spielen, die vergessen wurde oder unterrepräsentiert ist, ist Downes bei all ihren Projekten ein Haupt-Anliegen. In der Video-Reihe vom NPR »Amplify with Lara Downes« unterhält sie sich regelmäßig mit Künstler:innen, mehrheitlich People of Color, über deren Musik und Projekte. Das Programm »Finding Home« bringt viele der Stränge, mit denen Downes sich in den letzten Jahren beschäftigt hat, zusammen. Ganz im Sinne von Rhiannon Giddens, mit der Downes mehrfach zusammengearbeitet hat, trägt Downes zum »Reflektor Rhiannon Giddens« Namen und Stücke von Komponist:innen bei, die das Bild der USA erweitern.

Festival
Reflektor Rhiannon Giddens

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© Karen Cox
Konzert

Rhiannon Giddens & Friends

»The People Could Fly«

Rhiannon Giddens (vocals)
Mazz Swift (violin, vocals)
Justin Robinson (violin, vocals)
Leyla McCalla (banjo, guitar, vocals)
Demeanor (banjo, bones, vocals)
Niwel Tsumbu (guitar, vocals)
Loah (guitar, vocals)
Mehdi Nassouli (gimbri, vocals)
Seckou Keita (kora, vocals)
Éamonn Cagney (percussion)


»The People Could Fly«
African Diasporic Re-Connections Across the Atlantic

Genre-Freiheit

Sie ist die Ikone der neuen amerikanischen Roots Music. Wie keine andere Künstlerin in den USA verbindet die Sängerin, Banjo-Spielerin und Komponistin Rhiannon Giddens aus North Carolina Folk, Country, Soul, Gospel und Weltmusik. Dieses faszinierende Klangspektrum breitet sie in ihrer Reflektor-Revue mit Freunden aus.

An Genres glaubt Rhiannon Giddens nicht: Sie sind für sie nur Schachteln, die man aus rassistischen, nationalistischen oder kommerziellen Gründen angelegt hat. Mit ihrer Stimme wechselt sie spielend die Perspektiven, ja, die Welten. Unter dem Titel »The People Could Fly – African Diasporic Re-Connections Across the Atlantic« geht Giddens mit ihren acht Gästen auf eine genauso intensive wie unterhaltsame Erkundung des Austauschs zwischen den Kontinenten.

Ihre langjährige Seelenverwandte Lelya McCalla aus New Orleans ist dabei, ebenso der alte Bandkollege Justin Robinson von der Folk-Pionierin Carolina Chocolate Drops. Von der anderen Seite des Ozeans finden sich der Gitarrist Niwel Tsumbu, der Stegharfen-Virtuose Seckou Keita und der Gnawa-Musiker Mehdi Nassouli ein. Zusammen zeigen sie, wie die Klangkultur der USA ihre Grundlage aus Afrika bezog. In einem Amerika, das zum ungebremsten weißen Imperialismus zurückgekehrt ist, kann eine offene Haltung wie die von Rhiannon Giddens nicht hoch genug eingeschätzt werden.

Festival
Reflektor Rhiannon Giddens

Die Vision eines anderen Amerikas Mit ihrem Reflektor-Festival erzählt Rhiannon Giddens die Musikgeschichte der USA aus einer globalen Perspektive.


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Konzert

Louis Michot & Leyla McCalla

Cajun- und kreolische Musik aus Louisiana

Louis Michot (violin, vocals)
Leyla McCalla (violoncello, banjo, vocals, guitar)


Traditionelle französische Musik aus Louisiana mit Cajun- und kreolischen Einflüssen

Südstaaten-Grooves auf Französisch

Mit Fiddle, Cello, Banjo und Gesang präsentieren Louis Michot und Leyla McCalla eine der ältesten Volksmusiken der USA: französischsprachige Lieder und Tänze aus Louisiana. Der südliche Bundesstaat, gelegen am Golf von Mexiko, ist seit jeher von seinem französischen Erbe und der frankophonen Bevölkerung geprägt. Die Sängerin Leyla McCalla, langjährige musikalische Partnerin von Rhiannon Giddens, setzt sich dafür ein, die Traditionen dieser Minderheit in Louisiana zu erhalten.

Mit Louis Michot präsentiert sie Musik der Kreolen, Cajuns und Haitianer – gutgelaunte, tänzerische Melodien, die vom Südstaaten-Sound beeinflusst sind, und doch ihren ganz eigenen Charakter behalten haben. Louisiana ist bis heute der »französischste« unter den US-amerikanischen Bundesstaaten: Einst benannt nach Sonnenkönig Ludwig XIV. ist die französische Vergangenheit bis heute an vielen Orten spürbar, in den »Bayous«, den Sumpfgebieten im Mississippi-Delta, ebenso wie in der Küstenstadt New Orleans.

Nicht zuletzt gibt es in Louisiana immer noch eine relativ große frankophone Bevölkerung: Sie setzt sich zusammen aus Kreolen, Nachfahren der Sklaven, die aus den ehemaligen französischen Kolonien in der Karibik, etwa aus Haiti, nach Louisiana kamen und den Cajuns, Nachfahren der französischen Siedler, die Mitte des 18. Jahrhunderts von den Engländern aus nördlicheren Gebieten vertrieben wurden und sich in Louisiana ansiedelten.

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Reflektor Rhiannon Giddens

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© Ily Lucas
Konzert

Seckou Keita

»Celebrating 30 Years of Music«

Seckou Keita (Kora)

»Celebrating 30 Years of Music«

Griot-Musik aus West-Afrika

Seckou Keita ist einer der großen Virtuosen auf der Kora, der traditionellen westafrikanischen Stegharfe. Geboren in der Region Casamance im Südsenegal, wuchs er mit der traditionsreichen Kunst der Griots auf, der professionellen Sänger und Geschichtenerzähler. Als Nachkomme einer jahrhundertealten Dynastie führt er diese uralte Tradition fort.

Seine virtuose Spielfreude führte ihn hinaus in die Welt, er arbeitete mit unzähligen Stars zusammen, schlug Brücken zu Folk und Jazz. Das Zentrum seines Schaffens blieb aber stets das Solospiel, wie es ursprünglich an den Königshöfen gepflegt wurde. In der Elbphilharmonie präsentiert Keita Musik von seinem Album »22 Strings«. Es sind feine, ruhige Kompositionen, die mit ihren wiederholenden Phrasen eine hypnotische Wirkung entfalten, dann aber wieder in Lieder übergehen, in denen Keita selbst singt oder sich in funkig-virtuose Rhythmen steigern.

Der Name des Albums verweist auf eine besondere Geschichte: Vor Jahrhunderten, als die Dschinns, die Geister des afrikanischen Busches, dem Griot Jali Mady die allererste Kora gaben, hatte sie 22 Saiten. Als Jali Mady starb, nahmen seine Griot-Kollegen ihm zum Andenken eine Saite weg. Doch in Keitas Heimatgegend in Südsenegal hat die 22-saitige Kora überlebt. Und so ist die eine zusätzliche Saite für Keita ein Symbol für seine Heimat, für den Ort, an dem sein Herz wohnt.

Festival
Reflektor Rhiannon Giddens

Elbphilharmonie erklärt: Die Kora
Ein Instrument zwischen Königen und Kürbissen: Der Virtuose Seckou Keita erklärt die Kora.


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Konzert

Silkroad Ensemble featuring Rhiannon Giddens

»Sanctuary«

Silkroad Ensemble
Rhiannon Giddens (vocals, banjo, artistic director)
Mazz Swift (violin)
Karen Ouzounian (violoncello)
Shawn Conley (double bass)
Niwel Tsumbu (guitar)
Francesco Turrisi (frame drums, accordion)
Mehdi Nassouli (gimbri)
Mauro Durante (percussion)


»Sanctuary« – The Power of Resonance and Ritual

Zuflucht in der Musik

Das neueste Programm des Silkroad Ensembles unter der künstlerischen Leitung von Rhiannon Giddens heißt »Sanctuary: The Power of Resonance and Ritual«. Darin erforschen die Musiker:innen die verschiedenen Funktionen, die Musik in unserer Gesellschaft haben kann. Neben bloßer Unterhaltung hilft sie vielen, Trauer und Verlust zu verarbeiten, Wut und Frust abzubauen und durch Konzerte ein gemeinschaftliches Gefühl zu erzeugen.

Historisch gesehen hat in Zeiten von Konflikten oder Stress Musik immer eine besondere Rolle gespielt – etwa während der langen Monate der Corona-Pandemie, in der Lieder, Klänge und Geschichten die geistige Gesundheit vieler Menschen bewahrt haben. Einen besonderen Platz nimmt im Programm der Moment der Trance ein: jenes Eintauchen in rhythmische Wiederholungen und kollektive Energie, das Körper und Geist in Einklang bringt und eine Form innerer Ruhe entstehen lässt, die jenseits rationaler Kontrolle liegt.

In ihrem Programm tauchen die Musiker:innen tief in die Musik und Traditionen des jeweils anderen ein: in die italienische Tarantella mit Mauro Durante und Francesco Turrisi, die marokkanische Gnawa mit Mehdi Nassouli, in die amerikanische Old-Time-Musik mit Rhiannon Giddens und vieles mehr. Der kulturelle Austausch zwischen den Kulturen ist einer der Stützpfeiler des 1998 von niemand Geringerem als Yo-Yo Ma gegründeten Ensembles. Der Cellist vereinte Musiker:innen, die aus den Ländern der Seidenstraße stammten, um einen spannenden Dialog zwischen den unterschiedlichen Musiktraditionen zu eröffnen.

Festival
Reflektor Rhiannon Giddens

Die Vision eines anderen Amerikas Mit ihrem Reflektor-Festival erzählt Rhiannon Giddens die Musikgeschichte der USA aus einer globalen Perspektive.


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© CoMerz
Konzert

Leonkoro Quartett

Beethoven / Schostakowitsch / Schubert

Leonkoro Quartett
Jonathan Schwarz (Violine)
Emiri Kakiuchi (Violine)
Mayu Konoe (Viola)
Lukas Schwarz (Violoncello)


Ludwig van Beethoven:
Streichquartett c-Moll op. 18/4
Dmitri Schostakowitsch:
Streichquartett Nr. 8 c-Moll op. 110
Franz Schubert:
Streichquartett a-Moll D 804 »Rosamunde«

Ein furchtloses Quartett

2019 in Berlin gegründet, steht das Leonkoro Quartett für die lebendige Gegenwart des traditionsreichen Streichquartetts. Mit seinem »Geist unmittelbarer Frische und Furchtlosigkeit« (Süddeutsche Zeitung) brachte das Ensemble das Publikum der Elbphilharmonie zuletzt im Dezember 2024 »schier aus der Fassung« (Hamburger Abendblatt).

Drei Werke von eindringlicher Intensität treffen aufeinander: Beethovens Quartett op. 18/4 ist das einzige seiner frühen Werke in Moll und steckt von Beginn an voller rastloser Erregung – noch gesteigert dadurch, dass Beethoven auf einen langsamen Satz verzichtet. Dmitri Schostakowitschs Achtes Quartett, 1960 als Reaktion auf kommunistische Repression und den Anblick des zerstörten Dresden geschrieben, zählt bis heute zu seinen bekanntesten und erschüttert durch seine existenzielle Ausdruckskraft.

Nach der Pause sorgt Franz Schubert für etwas Erholung: Seine unverkennbare Gesanglichkeit mildert die vorangegangenen Extreme, ohne ganz auf dramatische Zuspitzungen zu verzichten. Am Ende entfaltet sich ein Finale, in dem trotz aller musikantischen Leichtigkeit ein Hauch von Melancholie bleibt.

Einführung mit Oliver Wille
18:30 Uhr
Elbphilharmonie, Kleiner Saal

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© Suxiao Yang
Konzert

Orchestre National de France / Julia Fischer / Cristian Măcelaru

Berlioz / Saint-Saëns / Dvořák

Orchestre National de France
Julia Fischer (Violine)
Dirigent: Cristian Măcelaru


Hector Berlioz:
Ouvertüre zu »Béatrice et Bénédict«
Camille Saint-Saëns:
Konzert für Violine und Orchester Nr. 3 h-Moll op. 61
Antonín Dvořák:
Sinfonie Nr. 8 G-Dur op. 88

Heiter bis virtuos

Zart verträumt, exquisit schön. himmelstürmend virtuos: Das dritte Violinkonzert von Camille Saint-Saëns hat einfach alles. Genau wie Stargeigerin Julia Fischer, die das großartige Werk bei den Faszination Klassik in der Elbphilharmonie präsentieren wird. Komponiert hat Saint-Saëns sein Violinkonzert 1880 für den Jahrhundertgeiger Pablo de Sarasate. Es besticht durch zauberhafte Melodien und ein subtil impressionistisches Klangfarbenspiel, das bei einer Meisterin ihres Fachs wie Julia Fischer natürlich in besten Händen ist. Doch auch der Rahmen, den das Orchestre National de France um dieses solistische Glanzlicht setzt, kann sich hören lassen. Hector Berlioz’ Ouvertüre zu seiner Oper Béatrice et Bénédict bildet den heiteren Auftakt des Abends, der mit Antonín Dvořáks beglückender Sinfonie Nr. 8 strahlend zum Abschluss kommt.

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© amarcord
Konzert

amarcord

Weihnachten

amarcord
Wolfram Lattke (Tenor)
Robert Pohlers (Tenor)
Frank Ozimek (Bariton)
Daniel Knauft (Bass)
Holger Krause (Bass)


Mit ihrem Weihnachtsprogramm nimmt amarcord das Publikum mit auf eine musikalische Reise durch Jahrhunderte und Kontinente. Die fünf Sänger – Wolfram Lattke, Robert Pohlers, Frank Ozimek, Daniel Knauft und Holger Krause – verbinden ihre unverwechselbare stimmliche Präzision mit der Vielfalt internationaler und historischer Weihnachtslieder. Von klassischen Werken wie »Es ist ein Ros entsprungen«, dem spanischen »Villancicos« bis hin zu englischen Chorwerken wie »In the Bleak Mid-Winter«, entfalten sich kunstvolle Motetten, vertraute Weisen und festliche Arrangements voller Klangfarben und Intensität.

Im zweiten Teil wird dem Geist der Weihnacht von Finnland bis Nigeria, von Trinidad und Tobago bis Polen nachgegangen. Nachdenkliche Melodien wechseln sich mit jazzigen Grooves, Popsongs und afrikanischen Rhythmen ab – ein festliches, abwechslungsreiches Musikerlebnis. amarcord schafft so ein musikalisches Zuhause für die Weihnachtszeit – einen Konzertabend voller Emotionalität und unverwechselbarem Ensemblecharme.

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© James Hole
Konzert

Yunchan Lim / Klavierabend

Mozart

Yunchan Lim (Klavier)

Wolfgang Amadeus Mozart:
Sonate für Klavier Es-Dur KV 189g
Sonate für Klavier B-Dur KV 315c
Wolfgang Amadeus Mozart:
Sonate für Klavier D-Dur KV 284c
Sonate für Klavier C-Dur KV 284b
Sonate für Klavier A-Dur KV 300i

Ein Leben für die Musik

Als jüngster Gewinner der prestigeträchtigen Van Cliburn International Piano Competition ist es höchste Zeit für das Debüt von Yunchan Lim in der Elbphilharmonie! »Ich habe mir fest vorgenommen, mein Leben nur der Musik zu widmen«, sagt der heute 22-jährige Pianist aus Südkorea.

Nachdem er sich ausführlich mit pianistischen Klassikern wie den Chopin-Etüden und den Goldberg-Variationen gewidmet hat, deren Einspielungen für ihre »jugendliche Lebendigkeit mit interpretatorischer Reife« (The Guardian) gerühmt wurden, schlägt Lim neue Töne an: er kommt mit einem reinen Mozart-Programm in den Großen Saal. Unter den Sonaten, die er spielen wird, ist auch die wohl bekannteste – die A-Dur-Sonate mit dem berühmten Evergreen »Rondo alla turca«.

»Man muss kein Klavierconnoisseur sein, um zu erkennen, dass man es mit einem außergewöhnlichen Musiker zu tun hat. Besonders erfrischend ist seine Bereitschaft, Erwartungen zu durchbrechen«, schrieb das Gramophone Magazin begeistert. Mit diesem frischen Geist und neuen Ideen wird sich Lim auch dem altbekannten Mozart nähern und einmal mehr sein ungeheures Talent unter Beweis stellen.

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© Oliver Mark
Konzert

Viviane Hagner / Matthias Schorn / Alexey Stadler / Adam Golka

Weinberg / Messiaen

Matthias Schorn (Klarinette)
Viviane Hagner (Violine)
Alexey Stadler (Violoncello)
Adam Golka (Klavier)


Mieczysław Weinberg:
Klaviertrio a-Moll op. 24
Olivier Messiaen:
Quatuor pour la fin du temps

Das Konzertprogramm vereint zwei außergewöhnliche Werke des 20. Jahrhunderts, die auf eindringliche Weise von menschlicher Grenzerfahrung, Spiritualität und Ausdruckskraft zeugen. Weinbergs Klaviertrio entstand 1945, unmittelbar nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs. Der aus Polen stammende jüdische Komponist, der vor den Nationalsozialisten in die Sowjetunion geflohen war, verarbeitet in diesem Werk persönliche Verlusterfahrungen ebenso wie die kollektive Katastrophe des Krieges. Das Trio steht in der Tradition großer romantischer Kammermusik, ist jedoch durchzogen von schroffen Kontrasten, schmerzlicher Expressivität und Anklängen an jüdische Volksmusik.

Unter extremen Bedingungen schrieb Messiaen 1940/41 in deutscher Kriegsgefangenschaft sein »Quatuor pour la fin du temps« für die ungewöhnliche Besetzung Klarinette, Violine, Violoncello und Klavier, entsprechend der im Lager verfügbaren Musiker und Instrumente. Die Uraufführung fand im Lager vor Mitgefangenen statt. Das Werk ist inspiriert von der biblischen Offenbarung des Johannes, insbesondere von der Vorstellung des »Endes der Zeit«. Messiaen entwickelt daraus eine zutiefst spirituelle Klangsprache, die sich bewusst von traditioneller musikalischer Zeitlichkeit löst.

Künstlergespräch
18:45 Uhr
Elbphilharmonie, Kleiner Saal

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© Joe Hisaishi
Konzert

Joe Hisaishi’s World Dream Tour

Royal Philharmonic Orchestra
Joe Hisaishi (Klavier und Leitung)


Joe Hisaishi:
The Boy and the Heron / Suite für Klavier und Orchester
Joe Hisaishi:
Concerto for Orchestra

Eine lebende Legende

Joe Hisaishi ist eine lebende Legende. Seine Soundtracks für die preisgekrönten Filme von Studio Ghibli und dessen kreativem Kopf Hayao Miyazaki lassen die Herzen von Millionen Menschen auf der ganzen Welt höherschlagen. Mit über 100 Scores und zahlreichen Auszeichnungen hat er Filmmusikgeschichte geschrieben und sich gleichzeitig als Komponist, Dirigent und Pianist mit seinen Sinfonien und Klavierwerken in der zeitgenössischen Musikwelt einen festen Platz erobert.

Im Herbst 2026 kehrt Joe Hisaishi endlich nach Europa zurück. Ein Glück für Hamburg, dass ihn seine »World Dream«-Tour mit dem Royal Philharmonic Orchestra auch in die Elbphilharmonie führt! Als Dirigent und Solist am Klavier präsentiert der japanische Grandseigneur seine neue Suite zum Oscar-prämierten Studio-Ghibli-Film »The Boy and the Heron« (Der Junge und der Reiher) sowie die Europapremiere seines frisch komponierten Konzerts für Orchester.

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© Marco Borggreve
Konzert

NDR Elbphilharmonie Orchester / Francesco Piemontesi / Fabio Luisi

Dvořák / Brahms

NDR Elbphilharmonie Orchester
Francesco Piemontesi (Klavier)
Dirigent: Fabio Luisi


Antonín Dvořák:
Konzert für Klavier und Orchester g-Moll op. 33
Johannes Brahms:
Sinfonie Nr. 4 e-Moll op. 98

Luisi & Piemontesi? Si certo!

»Si, si, andiamo al concerto!« möchte man ausrufen, wenn der italienische Star-Dirigent Fabio Lui-si und der schweizerisch-italienische Ausnahmepianist Franceso Piemonte-si zum NDR Elbphilharmonie Orchester kommen. Gemeinsam widmen sich die beiden Südeuropäer zwei Komponisten-Kollegen und Freunden aus nördlicheren Gefilden: Johannes Brahms und Antonín Dvořák.

»Ich fürchte, sie schmeckt nach dem hiesigen Klima – die Kirschen werden hier nicht süß«, kündigte der gebürtige Hamburger Brahms seine Vierte Sinfonie in e-Moll an. Dabei entstand sie immerhin im österreichischen Mürzzuschlag, nur rund 900 km nordöstlich von Fabio Luisis Geburtsstadt Genua. Vielleicht nicht »süß«, aber sehr wohl »reif« war ihm das Stück dennoch geraten! Was Brahms so alles aus dem scheinbar »einfallslosen« Intervall der Terz im Kopfsatz macht, wie er dann in der gewaltigen Passacaglia des 4. Satzes einer einzigen Akkordfolge immer wieder neue Aspekte abgewinnt: Alles wirkt, als wollte der Komponist in seiner letzten Sinfonie gewissermaßen die Summe seiner eigenen wie auch der historisch gewachsenen kompositorischen Mittel des Abendlandes ziehen.

»Das Beste, was ein Musiker haben muss, hat Dvořák.« Mit diesen Worten hatte Brahms einst einen bis dato außerhalb seiner Heimat völlig unbekannten Prager Kollegen an seinen international agierenden Verleger empfohlen – und Dvořák damit das Tor zur Weltkarriere geöffnet. 1876 kurz nach den von Brahms derart gerühmten »Klängen aus Mähren« entstanden, stammt das Klavierkonzert des Tschechen genau aus dieser aufregenden Durchbruchs-Phase mit betont »slawischer« Musik. Dennoch gehört es heute zu den weniger präsenten Werken auf unseren Konzertbühnen.

Möglicherweise fehlte manchem Pianisten die Möglichkeit zu virtuoser solistischer Entfaltung. Die hatte der gelernte Bratscher und passable Organist Dvořák zu Gunsten des gleichberechtigten Orchesterparts etwas in den Hintergrund treten lassen. Aber Francesco Piemontesi, der zuletzt mit Brahms’ Zweitem Klavierkonzert beim NDR EO beeindruckte, ist ohnehin kein Mann für die große Tastenlöwen-Show. Er sucht stets auch nach den poetischen, intimen Zwischentönen der Musik – und ist damit bei Dvořák goldrichtig! In der Mitte seines Klavierkonzerts steht ein kontemplativer Satz, dessen Dialog zwischen Horn und Klavier durchaus in die Klangwelt von Brahms entführt...

Einführung mit Julius Heile
19:00 Uhr
Elbphilharmonie, Großer Saal

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© Uwe Arens
Konzert

Weihnachtskonzert mit Benjamin Appl & Musica Auriga

Sehet den Stern

Benjamin Appl (Bariton)
Musica Auriga
Magdalena Waldauf (Violine, Zither, Gitarre, Kontrabass, Hackbrett, Gesang)
Laura-Maria Waldauf (Violine, Gitarre, Harfe, Gesang)
Carina Jenewein (Harfe, Harfe, Gesang)
Felix Brandauer (Kontrabass, Steirsche Harmonika, Gesang)


Werke von Johann Sebastian Bach, John Rutter, Max Reger, Peter Cornelius u.a., sowie bekannte deutsche und internationale Weihnachtslieder
Das Konzert findet ohne Pause statt.

Mit »Sehet den Stern« lädt Bariton Benjamin Appl gemeinsam mit den vier jungen, »vielsaitigen« Musikerinnen und Musikern von Musica Auriga zu einem sehr persönlichen Weihnachtsabend ein. Bekannte Weihnachtslieder begegnen festlichen Arien, internationalen Traditionen und musikalischen Entdeckungen in neuen Arrangements.

So entfaltet sich eine eindrückliche Reise durch Klänge, Geschichten und Erinnerungen, die Menschen über Generationen und Kulturen hinweg verbinden. Weihnachten ist auch die Zeit der Heimkehr – zu Orten, zu Menschen und zu Erinnerungen. Doch Heimat entsteht nicht nur durch Herkunft, sondern auch durch gemeinsame Erfahrungen und prägende Momente.

Die Musik dieses Abends verbindet Altbekanntes mit Neuentdeckungen und bewegt sich zwischen Dunkelheit und Licht, Hoffnung und Zweifel, Vertrautem und Fremdem. So öffnet sich ein Raum für Begegnung, Zuversicht und jene besonderen Augenblicke, die diese Zeit des Jahres für viele Menschen so bedeutungsvoll machen. »Sehet den Stern« ist eine Einladung, sich von weihnachtlichen Klängen bewegen und inspirieren zu lassen.

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© Jeffrey Herman
Konzert

Steve Reich zum 90.

Colin Currie Group
Bryce Dessner (Gitarre)


Steve Reich:
Clapping Music
Two Pianos
Radio Rewrite
Double Sextet
Steve Reich:
Electric Counterpoint
Quartett für zwei Klaviere und Schlagwerk
In All Your Ways

Im Takt der Zeit: Steve Reich wird 90

Der Minimal-Music-Pionier Steve Reich wird 90 – und das muss gebührend gefeiert werden! Die britische Percussion-Gruppe Colin Currie Group zählt zu den führenden Ensembles für Reichs Musik, ergänzt von Bryce Dessner an der Gitarre, der seine eigene Klangsprache nahtlos mit dem minimalistischen Kosmos verschränkt.

Der Puls ist Reichs Markenzeichen – Klänge, die unablässig in Bewegung sind, wie die Stadt, in der er geboren wurde: New York City. Und es war auch der Rhythmus, der seine Liebe zur Musik weckte, als er ein Teenager war. Ob bei Igor Strawinsky oder Charlie Parker, bei Johann Sebastian Bach oder Miles Davis – sie inspirierten ihn dazu, Schlagzeuger zu werden, und schließlich seine eigenen Werke zu komponieren.

Reichs hypnotisierenden Klangteppiche verstanden viele als Einladung zur Meditation. Doch Reich wollte keine Musik zum Wegdämmern, sondern zum Hinhören: auf die komplexen Kanon-Techniken, die seiner Musik bis heute zugrunde liegen. In »All Your Ways« etwa entfalten sich kurze, sich wiederholende Motive zu verschobenen und überlagerten rhythmischen Schichten. Und in »Electronic Counterpoint«, ein Spiel aus Puls und Melodie, tritt die Gitarre gegen präzise programmierte Synthesizer-Linien an.

Einführung mit Tobias Knickmann
19:00 Uhr
Elbphilharmonie, Großer Saal

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© Felix Goergens
Podcast

Ulle & Rick

Live-Podcast

Jan Ullrich (Gespräch)
Rick Zabel (Gespräch)


Im Zentrum stehen dabei die Geschichten von sieben Radprofis, die sie über die gesamte Saison begleiten. Mit ihnen besprechen die Hosts ihre Erfolge, ihre Tiefen und ihre Ziele für die Saison im Detail. In jeder Folge berichten Jan und Rick sich gegenseitig von einem »ihrer« Fahrer:innen und lassen die Hörer:innen an deren persönlichen Challenges im Lauf des Jahres teilnehmen. Auch Hörer:innen, denen der Radsport noch fremd ist, die nur mal einschalten, wenn in Frankreich um Gelb gefahren wird, kommen so auf ihre Kosten.

Nun gehen Jan Ullrich und Rick Zabel auch live auf Tour – und bringen das Flair, die Geschichten und den Humor von »Ulle & Rick« direkt zu den Fans. Auf der Bühne sprechen sie über die großen Momente des Radsports, teilen unveröffentlichte Anekdoten und laden das Publikum ein, Teil dieser einzigartigen Welt zu werden.

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© Peter Rigaud
Konzert

Hong Kong Philharmonic Orchestra / Martin Helmchen / Tarmo Peltokoski

Saint-Saëns / Wagner

Hong Kong Philharmonic Orchestra
Martin Helmchen (Klavier)
Tarmo Peltokoski (Klavier und Dirigent)


Yao Chen:
Waltz of the Rolling Giants
Camille Saint-Saëns:
Le carnaval des animaux (Der Karneval der Tiere) / Grande fantaisie zoologique
Richard Wagner / Henk de Vlieger:
The Ring / An Orchestral Adventure

Karneval der Nibelungen

Kein Dirigent ist derzeit so gefragt wie Tarmo Peltokoski. Wer den jungen Finnen einmal live gehört hat, weiß auch warum: Sympathisch und souverän entlockt er mit seiner enormen Klangvorstellung jedem Orchester genau die Farben, die er für die jeweilige Musik benötigt. Mit der Deutschen Kammerphilharmonie Bremen und dem Orchestre National du Capitole de Toulouse war er bereits mehrfach in der Elbphilharmonie zu erleben. Nun kommt er mit dem Hong Kong Philharmonic Orchestra, dem er seit dieser Saison als Musikdirektor vorsteht, in den Großen Saal und stellt seine Variabilität mit Werken unter Beweis, die unterschiedlicher kaum sein könnten.

Die erste Konzerthälfte wird tierisch: Nach der »Waltz of the Rolling Giants« von Yao Chen erklingt Camille Saint- Saëns beliebter Orchesterklassiker »Der Karneval der Tiere«: Da gackern die Hühner, da ruft der Kuckuck, da kriechen die Schildkröten, stampfen die Elefanten, hüpfen die Kängurus. Und ein fantasievoll-entrückter Part taucht ein in eine geheimnisvolle Unterwasserwelt. Die Klavierparts übernehmen der preisgekrönte Pianist Martin Helmchen und Tarmo Peltokoski selbst.

Diese Idylle weicht in der zweiten Hälfte einem erbitterten Machtkampf voller Intrigen und schicksalhaften Verstrickungen. Ursprünglich hatte Richard Wagner seinen Opern-Klassiker »Der Ring des Nibelungen« auf vier Abende mit jeweils vier bis fünf Stunden Musik verteilt. Zum Glück haben verschiedene Dirigenten, Komponisten und Arrangeure die schönsten Passagen aus diesem monumentalen Werk zu effektvollen Orchesterstücken zusammengestellt. In der »Ring«-Bearbeitung des niederländischen Arrangeurs Henk de Vliegers können einzelne Szenen der Opernhandlung unmittelbar nachvollzogen werden: Da glitzert das sagenumwobene Rheingold, da klirren die Hämmer der unterirdischen Schmiedewerkstätten in Nibelheim, da erwachen die Held:innen Siegfried und Brünnhilde zum Leben, und natürlich dröhnt auch der aus dem Film »Apocalypse Now« bekannte »Walkürenritt« durchs Orchester.

Einführung
19:00 Uhr
Elbphilharmonie, Foyer Nähe Haupt-Bar (nur Stehplätze)

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© Ard Jongsma
Konzert

Helene Blum & Harald Haugaard

Nordic Christmas

Helene Blum (violin, vocals)
Harald Haugaard (violin)
Lena Jonsson (violin)
Mads Kjøller Henningsen (hurdy-gurdy, flutes)
Mattias Pérez (guitars)
Sune Rahbek (percussion)


»Nordic Christmas«
Das Konzert findet mit einer Pause statt.

Hygge zu Weihnachten

Dieses Weihnachtskonzert lässt die Seele schweben. Denn in den ausgewählten Songs und Tunes spüren man, was verbindet. Musikalisch brillant entfalten die Sängerin Helene Blum und der Geiger Harald Haugaard all das, was diese verheißungsvolle Zeit des Jahres und der nordische Winter uns schenken können. Das Künstlerpaar steht im dänischen Folk für überragendes Können und eine seltene Vielseitigkeit. In diesem Jahr feiern Helene Blum und Harald Haugaard das 20. Jubiläum ihrer »Nordic Christmas«-Tour und die persönliche Begegnung mit dem Publikum bedeutet ihnen mehr denn je.

Das Line-up ist entsprechend hochklassig. Alle Beteiligten bringen ihren eigenen unverwechselbaren Klang mit, der in eine gemeinsame musikalische Sprache fließt. Ob Neu-Arrangements überlieferter Melodien oder eigens komponierte Stücke: Nordische Traditionen sind ihr Anker, doch die künstlerische Umsetzung ist entschieden modern, inspiriert von Folk, Jazz, Pop und Crossover-Projekten.

Mit dabei auf der Jubiläumstournee ist Lena Jonsson, eine der einflussreichsten, visionärsten Geigerinnen in Schweden. Von dort kommt auch der Grammy-nominierte, international gefragte Gitarrist Mattias Pérez. Dazu bereichert der innovative dänische Multi- Instrumentalist Mads Kjøller Henningsen das Programm, und für Präzision am Schlagwerk sorgt der Däne Sune Rahbek. Er gehört seit vielen Jahren zur Blum-Haugaard-Band. Das tiefe künstlerische Vertrauen und der kreative Austausch innerhalb des Ensembles sind ein Glücksfall – auch für das Publikum. Denn kaum erklingen die ersten Noten, springt der Funke über. Nordic Christmas ist ein Abend, der uns ermutigt: Sei zuversichtlich! Licht und Frieden werden zurückkehren.

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© Marius Engels / NDR
Konzert

Händel: Der Messias

Orchestra of the Eighteenth Century (Orchester)
NDR Vokalensemble
Robin Johannsen (Sopran)
Esther Kuipa (Alt)
James Way (Tenor)
Nicholas Mogg (Bass)
Leitung: Klaas Stok


Georg Friedrich Händel / Wolfgang Amadeus Mozart:
Der Messias / Oratorium in drei Teilen KV 572

Händels mozartscher »Messias«

Wie ist es wohl, wenn ein Meister seines Fachs auf einmal merkt, dass die eigenen Vorgänger verdammt gut waren – aber alles ganz anders machten als man selbst? Wolfgang Amadeus Mozart jedenfalls war restlos begeistert, als Freiherr van Swieten ihn mit den Werken Georg Friedrich Händels und Johann Sebastian Bachs vertraut machte. Und doch warf der direkte Vergleich Mozart offenbar ein wenig aus der Bahn. Er wollte den eigenen Stil nun an den Vorbildern schulen. Gemeinsam mit dem wohlhabenden Freiherrn versuchte der Komponist zudem, die alten Meisterwerke auch dem kritischen Wiener Publikum schmackhaft zu machen. Und so fertigte er zahlreiche Bearbeitungen an.

Unter den Arrangements, die Mozart anfertigte, durfte Händels Oratorium »Messiah« nicht fehlen, damals wie heute ist es das wohl beliebteste Werk des Barockkomponisten und Wahl-Londoners. Händel zeigt sich darin ganz als Meister der Stilvielfalt und vereinte in seiner musikalischen Weihnachts- und Heilsgeschichte prachtvolle Arien, protestantische Chorfugen und volkstümliche Hirtenweisen. In England wird Händels »Messiah« seit 1750 alljährlich kurz vor Weihnachten aufgeführt, doch auch in Deutschland begann bald der Siegeszug: Nicht zuletzt durch Mozarts feinsinnige Bearbeitung für modernes Orchester und deutsche Sprache.

»Der Messias« steht nun in der Elbphilharmonie auf dem Spielplan. Unter der Leitung von Klaas Stok musiziert das NDR Vokalensemble mit dem niederländischen Orchestra of the Eighteenth Century, einem der international profiliertesten Originalklang-Ensembles. Irgendwie passend zu dem über mehrere Epochen ins Heute geretteten Werk ist das Motto des Orchesters: Suche die Ausdruckskraft Alter Musik immer in der Gegenwart! Die Riege an erstklassigen Solisten wird angeführt von der US-amerikanischen Sopranistin Robin Johannsen. Sie ist nicht nur heiß begehrt an Häusern wie der Berliner Staatsoper oder La Monnaie in Brüssel, sondern arbeitete mit dem NDR Vokalensemble bereits für Bachs Messe in h-Moll zusammen.

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© Hannes Caspar
Konzert

London Philharmonic Orchestra / Alice Sara Ott / Edward Gardner

Schostakowitsch / Beethoven / Rachmaninow

London Philharmonic Orchestra
Alice Sara Ott (Klavier)
Dirigent: Edward Gardner


Dmitri Schostakowitsch:
Festliche Ouvertüre op. 96
Ludwig van Beethoven:
Konzert für Klavier und Orchester Nr. 4 G-Dur op. 58
Sergej Rachmaninow:
Sinfonie Nr. 1 d-Moll op. 13

Wunderschöne Welt

Beethoven überrascht. Immer wieder. Sein viertes Klavierkonzert zum Beispiel, dessen Beginn wohl zu den schönsten Konzertanfängen überhaupt gehört. Mit den ersten Tönen eröffnet sich eine ganze Welt. Und mit Alice Sara Ott an den Tasten verspricht diese Welt wunderschön zu werden. Die deutsch-japanische Pianistin, die mit ihren visionären Projekten und Kooperationen mit Jazzmusiker:innen oder Videokünstler:innen begeistert, kehrt auch immer wieder zu Beethoven und zu ihren pianistischen Wurzeln zurück. Dabei bilden ihre technische Brillanz und die schlichte Eleganz ihres Spiels die optimalen Voraussetzungen dafür, Beethovens fantastische Musik in ihrer ganzen Schönheit zu erleben. Rachmaninows klangmächtige Erste Sinfonie steuert das London Philharmonic Orchestra als Kontrastprogramm zum Konzert bei.

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© Julia Wesely
Konzert

Les Siècles / Sol Gabetta / Antonello Manacorda

Saint-Saëns / Debussy

Les Siècles
Sol Gabetta (Violoncello)
Dirigent: Antonello Manacorda


Claude Debussy:
Prélude à l’après-midi d’un faune
Camille Saint-Saëns:
Konzert für Violoncello und Orchester Nr. 1 a-Moll op. 33
Camille Saint-Saëns:
Konzert für Violoncello und Orchester Nr. 2 d-Moll op. 119
Claude Debussy:
La mer / Drei sinfonische Skizzen

Magie auf der Bühne

Was kann es für Cellofans Schöneres geben als ein Solokonzert von Camille Saint-Saëns? Die Antwort ist einfach: zwei Cellokonzerte aus der Feder des Grandseigneurs der französischen Tonkunst! Das sieht Sol Gabetta ganz genauso und bringt kurzerhand beide Meisterwerke mit nach Hamburg. Zu Saint-Saëns hat die Starcellistin ohnehin ein besonders inniges Verhältnis: Mit seinem berühmten a-Moll-Konzert gab sie ihr Orchesterdebüt. Auf der Bühne ist der Komponist seither einer ihrer treuesten Begleiter – und sie eine seiner überzeugendsten Fürsprecherinnen. Aber dessen beide Cellokonzerte an nur einem Abend: Das hört man auch von ihr nicht alle Tage. Gabetta ist überzeugt, dass Saint-Saëns die Cellisten herausgefordert hat, »etwas Besonderes zu machen: Ich meine damit nicht etwas völlig Verrücktes, das sich von allen anderen unterscheidet, sondern etwas Magisches.« Etwas Magisches? Bei Gabetta ist es garantiert.

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© Gerhard Kühne
Konzert

zen – Musik und Meditation

Ensemble Resonanz
Teodor van Eikeren (Meditation)


Musik und Meditation sind ideal, um den Kopf freizubekommen – vor allem, wenn man beides kombiniert. Genau das passiert im Programm »zen«, für das der Kleine Saal der Elbphilharmonie etwas umgebaut wird: Die Stühle kommen raus, gemütliche Kissen und Yoga-Matten rein. Das Ensemble Resonanz spielt Kammermusik, der DJ Basswald steuert feine elektronische Klänge bei – und das Publikum wird durch eine Meditation geleitet. Alle machen zusammen die Augen zu, atmen tief ein und tief aus, spüren den Boden und nehmen den Raum wahr. Alle sind mitten im Moment.

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© Martin Förster
Konzert

Bach: Jauchzet, frohlocket!

Weihnachtsoratorium und Kantaten

Gaechinger Cantorey
Catalina Bertucci (Sopran)
Benno Schachtner (Countertenor)
Raphael Höhn (Tenor)
Tobias Berndt (Bass)
Leitung: Hans-Christoph Rademann


Johann Sebastian Bach:
Weihnachtsoratorium BWV 248, Teil I: »Jauchzet, frohlocket, auf, preiset die Tage«
Süßer Trost, mein Jesus kömmt BWV 151
Johann Sebastian Bach:
Unser Mund sei voll Lachens BWV 110
Weihnachtsoratorium BWV 248, Teil III: »Herrscher des Himmels, erhöre das Lallen«

In diesem Adventskonzert begeben wir uns zurück nach Leipzig im Dezember 1725. Es ist Johann Sebastian Bachs drittes Kirchenjahr als Thomaskantor. Für die Weihnachtstage komponiert er Kantaten auf Texte des ehemaligen Darmstädter Hofpoeten Georg Christian Lehms. »Unser Mund sei voll Lachens« preist die Geburt Jesu mit Jubel und Glanz, während »Süßer Trost, mein Jesus kömmt« das Kind mit sanften Klängen und besinnlicher Freude empfängt – nicht zuletzt in einer beeindruckenden Sopranarie mit Solo-Flöte. Bach schafft differenzierte und farbenreiche Stimmungen für das Weihnachtsfest, wie wir sie auch in seinem späteren Weihnachtsoratorium wiederfinden. Mit dessen festlichem ersten Teil »Jauchzet, frohlocket« sowie mit der Anbetung der frohen Hirten im dritten Teil rundet die Gaechinger Cantorey ein Konzert voller Himmelsklänge ab.

Dieses Programm mit den Kantaten BWV 110 und BWV 151 aus Bachs drittem Leipziger Jahrgang ist Teil des großangelegten Projektes »VISION.BACH« der Gaechinger Cantorey. Die Einspielung der Bach-Kantaten unter der Leitung von Hans-Christoph Rademann begann 2023 mit der Aufnahme des ersten Kantatenjahrgangs des Thomaskantors und erhielt große internationale Aufmerksamkeit bei Publikum und Fachpresse.

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© Gerhard Kühne
Familienprogramm

Schulkonzert »zen – Musik und Meditation«

Klasse 7–13

Ensemble Resonanz
Teodor van Eikeren (Meditation)


Musik und Meditation sind ideal, um den Kopf freizubekommen – vor allem, wenn man beides kombiniert. Genau das passiert im Programm »zen«, für das der Kleine Saal der Elbphilharmonie etwas umgebaut wird: Die Stühle kommen raus, gemütliche Kissen und Yoga-Matten rein. Das Ensemble Resonanz spielt Kammermusik, der DJ Basswald steuert feine elektronische Klänge bei – und das Publikum wird durch eine Meditation geleitet. Alle machen zusammen die Augen zu, atmen tief ein und tief aus, spüren den Boden und nehmen den Raum wahr. Alle sind mitten im Moment.

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© Markus Jans
Konzert

Justus Eichhorn / Klavierabend

Beethoven

Justus Eichhorn (Klavier)

Ludwig van Beethoven:
Sonate für Klavier cis-Moll op. 27/2 »Mondscheinsonate«
sowie Werke von Johann Sebastian Bach, Franz Liszt und Fazıl Say

Musizierte Geschichten

»Als Harmonieinstrument eröffnet das Klavier die Möglichkeit, ein ganzes Orchester hörbar zu machen«, schwärmt Justus Eichhorn. »Musik erlaubt es, Geschichten zu erzählen und Emotionen zu teilen, für die es oft keine Worte gibt.« Der 16-jährige Pianist fasziniert seit seinem zehnten Lebensjahr international mit seiner brillanten Technik, beeindruckenden Virtuosität und außergewöhnlichen Musikalität. Auch in den sozialen Medien begeistert er eine große Fangemeinde. Bereits im Alter von neun Jahren wurde er Jungstudent an der Hochschule für Musik Franz Liszt Weimar, 2019 gewann er als jüngster Teilnehmer den ersten Preis beim Carl Bechstein Wettbewerb in Berlin. Ein Auslandsaufenthalt führte ihn zudem an die weltweit geschätzte Juilliard School in New York. Bei seinem Gastspiel in Hamburg spannt Justus Eichhorn einen weiten musikalischen Bogen von Johann Sebastian Bach über Beethovens »Mondscheinsonate« bis hin zu Franz Liszt und Fazıl Say.

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© Benjamin Ealovega
Konzert

NDR Elbphilharmonie Orchester / Kirill Gerstein / Sakari Oramo

Debussy / Busoni

NDR Elbphilharmonie Orchester
Prager Philharmonischer Chor
Kirill Gerstein (Klavier)
Dirigent: Sakari Oramo


Claude Debussy:
Trois Nocturnes / Sinfonisches Triptychon für Orchester und Frauenchor
Ferruccio Busoni:
Konzert für Klavier und Orchester mit Männerchor C-Dur op. 39

Flüchtige Schönheit

Eindrücke, die bezaubernd und eindringlich, aber schwer zu fassen sind, faszinierten den Komponisten Claude Debussy. Den »unzählbaren Rhythmus des Meeres«, die flüchtigen Gestalten vorüberziehender Wolken und den Klang eines Festes mit seiner »Mischung aus Musik und leuchtendem Staub« beschwört Debussy in seinen drei Nocturnes. Die Stücke entstanden in verschiedenen Fassungen zwischen 1892 und 1898. »Ich liebe die Ungewissheit in dieser Musik, sie hat keine Schlussfolgerungen, keine Richtung, sie liegt förmlich in der Luft, diese Farben, Gerüche und Stimmungen«, so schwärmt der finnische Dirigent Sakari Oramo über das sinnlich-feinsinnige Triptychon. Genau deshalb würden Debussys »Trois Nocturnes« auch den »perfekten Kontrast« zum nachfolgenden Werk von Busoni bilden.

Ferruccio Busonis Klavierkonzert stellt nach Anspruch und Umfang die gesamte Konkurrenz in den Schatten: länger, größer, schwieriger, anspruchsvoller als alles, was es sonst auf dem Feld gibt. Statt der üblichen drei oder maximal vier hat das Konzert fünf Sätze; statt nur reine Virtuosität oder instrumentalen Dialog zu bieten, kommt am Schluss sogar noch ein Schuss religiöser Tiefsinn dazu. Ein Männerchor preist aus dem Off die Taten des Schöpfers, während der Solist gewaltige Akkordtürme in die Tastatur stanzt.

Uraufgeführt im Jahr 1904 mit dem Komponisten am Flügel, ist Busonis Klavierkonzert so eine Art konzertantes Pendant zu den Sinfonien eines Gustav Mahler. Nach Anspruch und Umfang ist dieses »Konzert« eher eine Vokalsinfonie mit obligatem Klavier. Das allerdings hat mindestens so viel zu tun wie bei »Rach 3«. Für einen Vollblut-Virtuosen wie Kirill Gerstein ist »Busoni 1« also wie geschaffen.

Einführung mit Ilja Stephan
19:00 Uhr
Elbphilharmonie, Großer Saal

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© Wonge Bergmann
Konzert

Ryoji Ikeda

music for strings / music for percussion

Ensemble Modern
Alexandre Babel (Schlagwerk)
Stéphane Garin (Schlagwerk)
Amélie Grould (Schlagwerk)


Ryoji Ikeda:
music for strings
Ryoji Ikeda:
music for percussion 1&2 (Auswahl)

Digitale Kunst in einer analogen Welt

Ryoji Ikeda ist bekannt als elektronischer Tüftler, der Licht, Pixel und Daten zu großen Klanginstallationen komponiert. Wie bewegt sich ein digitaler Klangkünstler in einer analogen Welt aus Streichern und Schlagzeug? Das Ensemble Modern, seit Jahrzehnten am Puls der Zeit, begibt sich auf eine meditative Reise durch Ikedas harmonische Welt.

Unter dem nüchternen Titel »music for strings« versammeln sich drei Duos (»Mirror«) und zwei Werke für neun Streicher zu einer kontemplativen Klanglandschaft. In »Mirror« beginnen zwei Musiker:innen an einem langen Tisch, nähern sich spielend einander, kreuzen ihre Wege und entfernen sich wieder – auch musikalisch. Diese kurzen Dialoge münden in die beiden Nonette »Prism« und »Reflection«. Statt die Spielenden wie üblich im Kreis anzuordnen, reiht Ikeda sie nebeneinander auf – wie an einer Perlenkette – und öffnet damit den Raum zum Publikum.

In »music for percussion 2« werden Gegenstände aus dem Alltag zu Instrumenten: Bücher, Tische, Bälle und die eigenen Körper verwandeln sich unter den Händen der drei Percussionist:innen Alexandre Babel, Stéphane Garin und Amélie Grould zu faszinierenden Klangobjekten.

Einführung mit Verena Mogl
18:30 Uhr
Elbphilharmonie, Kleiner Saal

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© RØBIN STUDIO
Familienprogramm

Peter und der Wolf

Familienkonzert

Hamburger Camerata
Wanja Mues (Sprecher)
Leitung: Frank Löhr
Woody Mues (Konzept, Regie)


Sergej Prokofjew:
Peter und der Wolf / Ein sinfonisches Märchen für Erzähler und Orchester op. 67

Was passiert nicht alles, wenn Peter die Gartentür öffnet! Man erinnert sich vielleicht: Die Ente verlässt den Garten, die Katze jagt den Vogel, der Wolf verschlingt die Ente, Peter rettet ihn vor den Schüssen der Jäger und am Schluss wird er im Triumphzug in den Zoo gebracht ...

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© Bonsook Koo
Konzert

Jaemin Han / Roman Borisov

Janáček / Beethoven / LANE

Jaemin Han (Violoncello)
Roman Borisov (Klavier)


Leoš Janáček:
Pohádka (Märchen) für Violoncello und Klavier
Ludwig van Beethoven:
Sonate für Violoncello und Klavier D-Dur op. 102/2
Sergej Rachmaninow:
Sonate für Violoncello und Klavier g-Moll op. 19

Märchenhaftes Zusammenspiel

»Jeder Mensch braucht Musik – und für mich bedeutet Musik alles!«, sagt Jaemin Han. Mit dieser Einstellung ist der junge Cellist dabei, sich an die Weltspitze zu spielen. An seiner Seite musiziert Roman Borisov, kaum älter und bereits zum zweiten Mal in der Elbphilharmonie zu erleben. Klavier und Cello sind in diesem Programm gleichberechtigte Partner und geben beiden Musikern viel Gelegenheit, ihre Schokoladenseiten zu präsentieren.

Ludwig van Beethoven schrieb im Laufe seines Lebens mehrere Cellosonaten. In dieser kommt mit raffinierten Variationen, zarter Lyrik und vielschichtigen Rhythmen sein ganzes Komponistenwissen zusammen. Sergej Rachmaninow war selbst Klaviervirtuose und versah den Klavierpart seiner Sonate mit ebenso vielen virtuosen Raffinessen wie die Cello-Stimme. Leoš Janáček schließlich ließ sich von einem Märchen inspirieren: In drei poetischen Klangbildern trifft das Cello als Prinz Iwan auf das Klavier als Prinzessin Marja. Ob die Geschichte wohl gut ausgeht?

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Konzert

Shake Stew

TEN ONE TWO

Shake Stew
Lukas Kranzelbinder (bass)
Mario Rom (trumpet)
Yvonne Moriel (alto saxophone)
Johannes Schleiermacher (saxophone)
Oliver Potratz (bass)
Niki Dolp (drums)
Herbert Pirker (drums)


»TEN ONE TWO«

Mitreißende Geburtstags-Party

Seit ihrer Premiere beim Jazzfest Saalfelden 2016 und dem Debütalbum »The Golden Fang« haben sich Shake Stew zu einem der angesagtesten Liveacts entwickelt. Die siebenköpfige Band um das Mastermind Lukas Kranzelbinder ist so etwas wie ein musikalischer Hochofen, ein Schmelztiegel, in dem Elemente aus allen möglichen Stilrichtungen zu einem unverwechselbaren Sound fusionieren: »Umwerfend! Grandiose Rhythmen, schmelzende Bläser, hypnotischer Funk-Beat-Swing-Afro-Jazz-Rock-Rhythm-and-Irgendwas. Österreichs Band der Stunde«, urteilte Die Zeit.

Einmalig ist auch die Besetzung: Mit zwei Drummern, zwei Bassisten, zwei Saxofonen und einer Trompete wechselt die Band in Sekundenschnelle zwischen hitzigen Grooves und gefühlvollen Bläser-Melodien; Sound-Effekte und die marokkanische Basslaute Gimbri, die Kranzelbinder genauso virtuos beherrscht wie seinen Bass, erweitern die ohnehin schon farbenfrohe Klangpalette. 2021 begeisterten Shake Stew schon einmal das Hamburger Publikum in der Elbphilharmonie, nun feiern sie den Abschluss ihres Jubiläumsjahres zum 10-Jährigen mit einer mitreißenden Jazz-Party im Großen Saal.

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© Nikolaj Lund
Konzert

Venice Baroque Orchestra / Chouchane Siranossian / Andrea Marcon

Weihnachtskonzert

Venice Baroque Orchestra
Chouchane Siranossian (Violine)
Leitung: Andrea Marcon


Antonio Vivaldi:
Sinfonia für Streicher und Basso continuo G-Dur RV 146
Concerto für zwei Violoncelli, Streicher und Basso continuo g-Moll RV 531 / aus: L’estro armonico
Concerto für Violine, Streicher und Basso continuo D-Dur RV 208 »Grosso Mogul«
Antonio Vivaldi:
Le quattro stagioni (Die vier Jahreszeiten) op. 8

Näher am Original geht es kaum: Das Venice Baroque Orchestra ist in der Geburts- und Wirkungsstadt Vivaldis beheimatet und spezialisiert auf die Musik des Barock-Meisters. Unter der Leitung von Andrea Marcon und mit der Geigerin Chouchane Siranossian bringt das Ensemble ein Programm auf die Bühne, das Vivaldis musikalisches Spektrum zeigt – die berühmten »Vier Jahreszeiten« dürfen dabei natürlich nicht fehlen.

Neben diesem Evergreen glänzt Siranossian in Vivaldis Konzert »Grosso mogul«, einem Frühwerk des Komponisten, das mit seinen effektvollen Passagen und überbordender Virtousität schon Johann Sebastian Bach in seinen Bann schlug. Der bearbeitete das Konzert für die Orgel. Der mysteriöse Titel des Konzert bezieht sich vermutich auf den Großmogul Aurangzeb, der über Indien herrschte und auch in Europa berüchtigt war.

Nicht nur Bach wurde erheblich von Vivaldi beeinflusst, über die Grenzen hinweg brach ein wahres »Vivaldi-Fieber« aus. Damals waren aber nicht die »Vier Jahreszeiten« am bekanntesten, sondern der Zyklus »L’Estro Armonico« (Die harmonische Eingebung). Daraus spielt das Ensemble ein Konzert für zwei Violincelli und Streicher.

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© Victor Rubow
Konzert

Jazzchor der Uni Bonn / Cantaloop

Vocal Company

Jazzchor der Universität Bonn
Leitung: Jan-Hendrik Herrmann
Cantaloop
Leitung: Christoph M. Gerl


»Vocal Company«

Es soll Menschen geben, die bei Chorgesang noch immer an eine Musikform mit leicht angestaubtem Charme denken. Dieser Eindruck ist längst überholt: Der Jazzchor der Universität Bonn und der Popchor Cantaloop aus Hamburg zeigen eindrucksvoll, wie unerhört mitreißend, intensiv und gleichzeitig beseelt moderner A Cappella-Gesang sein kann. Nach einem gefeierten gemeinsamen Konzert am Rhein im Sommer 2024 folgt nun endlich das Wiedersehen beider Ensembles (u.a. jeweils Preisträger beim Deutschen Chorwettbewerb) an der Elbe.

Der Jazzchor der Universität Bonn, der rund 50 Studierende aller Fachrichtungen vereint, begeistert seit 1995 mit dem Besten aus Jazz, Pop, Gospel und Rock. Unter der Leitung von Jan-Hendrik Hermann widmet sich der Jazzchor bis zu achtstimmigen komplexen Harmonien und macht deutlich, dass Chor mehr sein kann als die gemeinsame Freude am Singen.

Cantaloop ist seit 2009 musikalisch unterwegs und lotet die Möglichkeiten für a Cappella-Pop seither immer neu und überraschend aus. Christoph M. Gerl führt die rund 50 Sängerinnen und Sänger seit der Gründung stilsicher durch das Genre. Zum Einsatz kommt bei Cantaloop nicht nur die Stimme, sondern auch der Körper als Basis für Rhythmus und Groove. Diese vokale Begegnung verspricht ein hochkarätiges Chorerlebnis für alle Sinne, das den einen oder anderen Gänsehautmoment nicht ausschließt – Vocal Company at it’s best!

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© Vanessa Daly
Konzert

CPE.Bach.Chor.Hamburg / Hamburg.Baroque / Valentina Farcas / Hansjörg Albrecht

Mozart

CPE.Bach.Chor.Hamburg
Hamburg.Baroque
Valentina Farcas (Sopran)
Magdalena Hinz (Alt)
Santiago Sánchez (Tenor)
Hubert Kowalczyk (Bass)
Leitung: Hansjörg Albrecht


Wolfgang Amadeus Mozart:
Exsultate, jubilate / Motette für Sopran F-Dur KV 158a
Sinfonie C-Dur KV 425 »Linzer«
Wolfgang Amadeus Mozart:
Große Messe c-Moll KV 427

Weihnachten mit Mozart

Helles Strahlen, gleißendes Licht und fröhliche Zuversicht! Dieser Mozart-Abend in der Adventszeit mit der CPE.Bach.Akademie.Hamburg ist mit seinem Leuchten weit mehr als vorweihnachtliche Besinnlichkeit und Einkehr. Schon das »Exsultate, jubilate« für Sopransolo und Orchester ist ein Feuerwerk der Freude. Entstanden ist dieses Schaustück italienischer Operngesangskunst auf Mozarts dritter Italienreise 1773 für eine Aufführung in der Theatinerkirche San Antonio in Mailand. Nach dem großen Erfolg seiner Oper »Lucio Silla,« welche im Dezember 1772 erstmal in Mailand auf die Bühne kam, schrieb der 17-jährige Mozart diese virtuose Solokantate quasi zwischendurch seinem Opern-Titelhelden, dem berühmten Soprankastraten Venanzio Rauzzini, als Handgelenksübung förmlich auf den Leib. Das »Exsultate« erklang drei Wochen nach der »Lucio Silla«-Premiere und ist eine von Mozarts schillerndsten Eingebungen.

Die sogenannte Linzer Sinfonie entstand zehn Jahre später während eines Aufenthalts Mozarts in Linz. Da für ein kurzfristig angesetztes Akademiekonzert ein passendes sinfonisches Werk fehlte, komponierte Mozart diese, mit Pauken und Trompeten besetzte Sinfonie, die ein eindrucksvolles Zeugnis seiner schöpferischen Kraft ist, in nur wenigen Tagen. Bereits die feierliche, langsame Einleitung eröffnet einen Klangraum von majestätischer Größe, bevor sich der erste Satz mit Energie und Eleganz entfaltet. Das innige Andante, das anmutige Menuett und das temperamentvolle Finale verbinden festlichen Glanz und melodischem Reichtum und machen die Linzer Sinfonie zu einem Höhepunkt von Mozarts sinfonischem Schaffen.

Im Zentrum des Abends steht die große C-Moll-Messe, eines der monumentalsten geistlichen Werke Mozarts, die 1783 in Salzburg mit Constanze Mozart als Solistin uraufgeführt wurde. Obwohl sie unvollendet geblieben ist, entfaltet sie eine überwältigende Ausdruckskraft, vielleicht auch, weil sie mit dem Tod von Mozarts erstem geborenen Sohn in Verbindung stehen könnte. Schon das Kyrie des Anfangs hat eine religiöse Tiefe, die weit über liturgische Musik hinausweist. Die Messe ist zugleich persönlich und in höchstem Maße feierlich – wie ein großes musikalisches Glaubensbekenntnis Mozarts, was auch an der rätselhaften Entstehungsgeschichte liegen mag.

Warum Mozart das Werk nie vollendete, ist bis heute nicht umfassend geklärt. Sollte Mozart wirklich bei der Komposition des »Et incarnatus est« – einem der schönsten Sätze, die uns von Mozart überliefert sind – an die Geburt seines Sohnes gedacht haben? Dann wäre ein Ende der Arbeiten just an dieser Stelle nach der Nachricht vom Tod seines Sohnes folgerichtig. Für die Nachwelt bleibt die C-Moll-Messe rätselhaft und gleichzeitig – wie auch Mozarts Requiem ein musikalischer Torso von außergewöhnlicher Schönheit. Einen Tag vor dem Todestag von Carl Philipp Emanuel Bach, den Mozart sehr verehrte, bringen unter der Leitung von Hansjörg Albrecht, einem international ausgewiesenen Experten für die Musik des 18. Jahrhunderts, ein handverlesenes Solistenquartett, der CPE.Bach.Chor.Hamburg und das Orchester Hamburg.Baroque dieses Werk, welches von Bach und Händel in hohem Maße inspiriert ist und von der musikalischen Bedeutung Bachs H-Moll Messe und Beethovens Missa Solemnis ebenbürtig ist, zum Leuchten und Strahlen.

CPE.Bach.Chor.Hamburg / Hamburg.Baroque / Valentina Farcas / Hansjörg Albrecht bewerten:

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© Clara Evens
Konzert

German Gents

The Colours of Christmas

German Gents
Thoma Jaron-Wutz (Tenor)
Armin Horn (Tenor)
Raphael Riebesell (Bariton)
Marcel Raschke (Bass)


»The Colours of Christmas«

The Colours of Christmas

Das preisgekrönte A-cappella-Quartett German Gents nimmt das Publikum mit auf eine musikalische Reise voller Vorfreude und Besinnlichkeit – von deutschen Klassikern bis zu amerikanischen Evergreens. Mit ihrem unverwechselbaren Klang, Charme und einer Prise Witz verleihen die vier jungen Sänger aus Berlin vertrauten Hits neuen Glanz. Die German Gents wurden 2018 von ehemaligen Sängern des Berliner Staats- und Domchors gegründet und bereits ein Jahr später beim international besetzten Leipziger Festival »a cappella« vielfach ausgezeichnet. Seither wächst ihre Fangemeinde stetig – über alle Generationen hinweg. Auf Social Media begeistern sie mit ihrer Musik rund eine Million Follower. Mit »The Colours of Christmas« bieten sie in Hamburg nicht nur ein Klangerlebnis par excellence: Die Sänger führen auch charmant durch das Programm und verbinden die einzelnen Stücke zu einer stimmungsvollen Weihnachtsgeschichte.

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© Maurizio Montani
Konzert

Voices for Children

Charity-Konzert

jan SEVEN dettwyler (singer-songwriter)
Johannes Strate (singer-songwriter)
JORIS (singer-songwriter)
KAMRAD (singer-songwriter)
Leony (singer-songwriter)
Deine Cousine (vocals)
Memru Renjaan (guitar)
monoPunk
Kaiser Quartett


Zum vierten Mal lädt Tennislegende Michael Stich zum großen Charity-Konzert zugunsten seiner Stiftung in die Elbphilharmonie. Wie in den Jahren zuvor setzen sich wieder wunderbare Künstlerinnen und Künstler für Stichs Idee ein: Deine Cousine, Glasperlenspiel, Johannes Strate, JORIS, KAMRAD, Leony und jan »SEVEN« dettwyler bilden das großartige Line-Up, das einen einzigartigen Konzertabend verspricht.

Den musikalischen Rahmen bilden erneut monoPunk und das Kaiser Quartett als Garanten für außergewöhnliche Arrangements. »Es erfüllt mich mit großer Dankbarkeit, dass wir VOICES FOR CHILDREN nun schon zum vierten Mal in die Elbphilharmonie bringen können«, so Michael Stich. »Ich freue mich riesig, dass sich wieder so fantastische Künstlerinnen und Künstler bereit erklärt habe, die gute Sache zu unterstützen. Ich kann es selbst kaum erwarten, dass es losgeht und bin voller Vorfreude auf einen wunderbaren Abend und ein unvergessliches Konzert in der Vorweihnachtszeit – verbunden mit der Aufmerksamkeit und Hilfe für Kinder in Not.«

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© Daniel Toman-Eickhoff
Konzert

NDR Kammerkonzert

Weihnachtskonzert

Mitglieder des NDR Elbphilharmonie Orchesters

Weihnachtsprogramm mit Werken von Andreas Hammerschmidt, Johann Sebastian Bach und Piotr I. Tschaikowsky

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© Chris Singer
Konzert

Kings Return / Craig Terry / Joyce DiDonato

KINGS ReJOYCE

Kings Return (Vokalensemble)
Joyce DiDonato (Mezzosopran)
Craig Terry (Klavier)


»KINGS ReJOYCE«

Feststimmung pur

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Konzert

Rebekka Bakken

Winter Nights

Rebekka Bakken (vocals)

»Winter Nights«

Rebekka Bakken hat eine Musik geschaffen, so zauberhaft wie die Winterlandschaft Norwegens. Sie übersetzt die archaische Ruhe tiefblauer Fjorde, die meditative Einsamkeit verschneiter Fichtenwälder und das traumhaft erhabene Leuchten der Nordlichter in eigenen Liedern und ausgesuchten Cover-Songs in einen Winter – Weihnachtsabend voll tiefer Emotionen. Mit dem typischen Rebekka Bakken Sound zwischen norwegisch malerischen Singer-Songwriter Anleihen und Modern European Jazz gestaltet sie ein Konzertprogramm, das seine Kraft aus der Reduktion entfaltet. Bakken stellt ihre Stimme ganz unmittelbar in den Vordergrund, die mit raffinierten und reduzierten Arrangements solo am Klavier, das intime Klangbett für ein Konzert voll tiefempfundener Gefühle bereitet.

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© Radio France / Christophe Abramowitz
Konzert

Monteverdi: Marienvesper / Lionel Sow

Balthasar-Neumann-Orchester
Balthasar-Neumann-Chor und -Solisten
Dirigent: Lionel Sow


Claudio Monteverdi:
Vespro della Beata Vergine »Marienvesper« SV206

Himmlischer Einklang

Man muss schon Werke vom Gewicht und Status der Bach’schen Passionen bemühen, um Claudio Monteverdis »Vespro della Beata Vergine« etwas Gleichwertiges an die Seite zu stellen. Die Marienvesper verspricht in dieser Aufführung durch die Balthasar-Neumann-Ensembles zum historisch informierten und hochvirtuosen Konzerterlebnis zu werden – eine weitere Portion »Seelennahrung aus der Elbphilharmonie« (Hamburger Abendblatt).

Von der empfindsamen Intimität filigraner Einstimmigkeit bis zum blendenden Klangprisma eines zehnstimmigen Doppelchors reicht das enorme Spektrum dieses monumentalen Werks. Und Monteverdi ließ es sich nicht nehmen, in den insgesamt 13 Nummern seiner Vesper sämtliche Abstufungen zwischen diesen beiden Polen kongenial auszuleuchten.

Die Solist:innen aus den Reihen des Balthasar-Neumann-Chores haben somit reichlich Gelegenheit, vom opernhaften Gesangswettstreit bis zum himmlischen Einklang alles aufzufahren, was die Stimmbänder hergeben. Die Leitung des Abends liegt bei Lionel Sow – als Ritter des »Ordre des Arts et des Lettres« hat dieser faszinierende Künstler und regelmäßige Gastdirigent des Chors das nötige Format, um dem Abend eine angemessene Prachtentfaltung zu verleihen!

Einführung
19:00 Uhr
Elbphilharmonie, Großer Saal

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© Hamburg Stage Ensemble
Konzert

Hamburg Stage Ensemble

Vivaldi and Friends

Hamburg Stage Ensemble
Arevik Khachatryan (Flöte)
Maxim Shevtsov (Trompete)
Violine und Leitung: Arsen Zorayan


Antonio Vivaldi:
Le quattro stagioni (Die vier Jahreszeiten) op. 8
Johann Sebastian Bach:
Orchestersuite Nr. 2 h-Moll BWV 1067
Alan Hovhaness:
Prayer of Saint Gregory op. 62b
Vincent Bach:
Hungarian Melodies

Das interkulturelle Hamburg Stage Ensemble, das sich durch ein energiegeladenes und zugleich präzises Zusammenspiel auszeichnet und bereits in renommierten Sälen wie der Berliner Philharmonie und dem Gewandhaus zu Leipzig konzertierte, lädt zu einem weiteren Konzert im Kleinen Saal der Elbphilharmonie ein. Oft gespielt und doch stets neu interpretiert – die Spielfreude des Hamburg Stage Ensembles reißt bei Antonio Vivaldis berühmten Vier Jahreszeiten mit, präsentiert vom herausragenden Solisten und künstlerischen Leiter Arsen Zorayan. Ergänzt wird das Programm durch Werke von Johann Sebastian Bach, Vincent Bach und Alan Hovhaness.

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© Johs Boe
Konzert

Die Deutsche Kammerphilharmonie Bremen / Truls Mørk / Paavo Järvi

Schubert / Schumann

Die Deutsche Kammerphilharmonie Bremen
Truls Mørk (Violoncello)
Dirigent: Paavo Järvi


Franz Schubert:
Ouvertüre D-Dur D 590 »im italienischen Stile«
Robert Schumann:
Konzert für Violoncello und Orchester a-Moll op. 129
Franz Schubert:
Sinfonie Nr. 2 B-Dur D 125

Irgendwo zwischen Beethoven und Schumann

Die Deutsche Kammerphilharmonie Bremen und ihr Leiter Paavo Järvi sind berühmt für ihre »Großprojekte«, für die intensive Befassung mit einem Komponisten, die zu exzellenten Aufnahmen und vor allem herausragenden Konzerterlebnissen führt. Nach Beethoven, Schumann, Brahms und Haydn ist nun Franz Schubert an der Reihe. Zwei frische Jugendwerke treffen auf Robert Schumanns Cellokonzert mit dem norwegischen Star-Cellisten Truls Mørk.

»Schubert ist irgendwo zwischen Beethoven und Schumann, er schafft eine Verbindung in die Romantik und hat doch seine großen Vorbilder in der Klassik. Er gibt uns das Gefühl, dass die Melodien einfach so aus ihm herausflossen«, schwärmt Paavo Järvi. Seine italienische Ouvertüre ist ein schwungvoller Ausflug auf die große Opernbühne, die zweite Sinfonie huldigt Beethoven.

Robert Schumann schrieb sein Cellokonzert voller Tatendrang als frischgebackener Musikdirektor Düsseldorfs. Seiner Frau Clara gefallen »der Schwung, die Frische, der Humor«. Bei den zeitgenössischen Cellisten hatte es das Werk schwerer – es entsprach mit seinen fließenden Übergängen zwischen den Sätzen und dem eng verwobenen Dialog von Solo und Orchester so gar nicht den Vorstellungen von einem hochvirtuosen Bravour-Stück. Ironie der Geschichte: Gerade dafür wird das Werk inzwischen geliebt.

Einführung mit Klaus Wiegmann
19:00 Uhr
Elbphilharmonie, Großer Saal

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© Dirk Maassen
Konzert

Dirk Maassen

Dirk Maassen (Klavier)
Maria Anastasia (Klavier, Violine)
& Ensemble


Dirk Maassen zählt zu den erfolgreichsten deutschen Komponisten der Neoklassik. Für seine bewegenden, sanften und stileigenen Klangwelten wird er international gefeiert. Zudem ist er auch viral einer der weltweit meistgestreamten deutschen Pianisten – über eine Millionen Menschen streamen seine Musik monatlich auf verschiedenen Plattformen. Dirk Maassen begeistert aber auch live sein Publikum jedes Mal aufs Neue.

Seine Fans nehmen auch einmal ohne Weiteres Anreisen von über 1.000 km auf sich, um ihn live zu erleben. Mit einzigartigem Gefühl und genialem Timing spielt er seine Werke, die auf magische Weise das Unterbewusstseinerreicht und Türen öffnet, die bisher unentdeckt blieben.

Als Special Guest an diesem Abend dabei ist die in München geborene Komponistin, Pianistin und Violinistin Maria Anastasia und ihr Ensemble, um die Stücke von Dirk Maassen erstmals auch in größerer Besetzung auf die Bühne zu bringen.

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© Erik Umphery
Konzert

Gregory Porter & Orchestra

The Spirit of Christmas

Gregory Porter (vocals)
with orchestra
conductor: Magnus Lindgren


Weihnachten bedeutet jedes Jahr eine Zeit der Reflektion, der inneren Einkehr und dem Blick für die wirklich wichtigen Dinge: Gemeinschaft und Geborgenheit. Zeit, in der die Hektik und Reizüberflutung der modernen Gesellschaften ausgeblendet wird und stattdessen Menschlichkeit und Wärme in den Mittelpunkt rücken. Diese Stimmung hat Gregory Porter bereits auf seinem 2023 erschienenen Album »Christmas Wish« hervorragend eingefangen – und bringt es nun auf die Bühne.

Um genau diese Werte, diese Momente des Lichts in der Dunkelheit, geht es Gregory Porter bei dieser besonderen Tournee, auf der er nicht nur von seiner Band, sondern auch einem Streichquartett, bestehend aus zwei Violinen, einer Viola und einem Cello sowie einer Harfe und einem dreistimmigen Chor, begleitet wird. Unter der Leitung von Dirigent Magnus Lindgren entsteht in diesem kammermusikalischen Setting ein fein austariertes Klangbild, das Gregory Porters Stimme warm unterstreicht.

Das Programm dieser Abende vereint Gregory Porters große Jazz- und Soul-Songs mit weihnachtlichen Klassikern in Arrangements, die der Musik noch mehr Wärme, Persönlichkeit und Tiefe verleihen und so wie gemacht sind für diese besondere Zeit. Diese Konzerte sind festliche Zusammenkünfte, die die unmittelbar verbindende, tröstende und heilende Kraft der Musik feiern. Eine passendere Einstimmung für die Feiertage kann es kaum geben.

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© Jean-Baptiste Millot
Konzert

Berlioz: L’enfance du Christ / Robin Ticciati

Chamber Orchestra of Europe
NDR Vokalensemble
Samantha Hankey (La vierge Marie)
Cyrille Dubois (Un récitant, Un centurion)
Stéphane Degout (Saint Joseph, Polydorus)
William Thomas (Hérode, Un père de famille)
Dirigent: Robin Ticciati


Hector Berlioz:
L’enfance du Christ / Trilogie sacrée op. 25
Aufführung in französischer Sprache mit deutschen Übertiteln
Das Konzert findet ohne Pause statt.

Sequel zum Krippenspiel

Weihnachten feiern viele Menschen die Geburt Jesu, und in zahlreichen Kirchen stimmt das Krippenspiel auf die Feiertage ein. Wer jedoch mehr erleben möchte als vertraute Tradition, ist bei diesem Konzert goldrichtig: Das Chamber Orchestra of Europe und das NDR Vokalensemble eröffnen unter der Leitung des ausgewiesenen Berlioz-Spezialisten Robin Ticciati mit »L’enfance du Christ« einen tiefen, faszinierenden Blick auf die Kindheit Jesu – sozusagen das Sequel zum Krippenspiel.

In seinem dreiteiligen Oratorium zeichnet Berlioz die Flucht von Josef, Maria und dem Jesuskind aus Bethlehem in die altägyptische Stadt Sais nach – als bewegende musikalische Erzählung voller Spannung, Innigkeit und leuchtender Klangfarben. Ausgerechnet dieser Komponist, der zu Lebzeiten oft um Erfolg kämpfen musste, landete mit »L’enfance du Christ« einen Überraschungserfolg: Das Werk wurde rasch zum Publikumsliebling, das Publikum verlangte mitten in der Aufführung nach Zugaben. Berlioz’ trockener Kommentar ist legendär: »Wir werden das Stück noch einmal spielen, aber dieses Mal erlauben Sie uns, es zu Ende zu bringen!«

Robin Ticciati gilt heute als einer der profiliertesten Berlioz-Interpreten; seine Einspielungen wurden mit Preisen und begeistertem Kritikerlob überhäuft. »Seine Affinität zu Berlioz ist in jedem Takt spürbar«, schrieb etwa das Fono Forum über seine Aufnahme von »L’enfance du Christ« – beste Voraussetzungen für einen Abend, an dem Weihnachten musikalisch eine neue, berührende Tiefe gewinnt.

Einführung mit Marvin Deitz
19:00 Uhr
Elbphilharmonie, Großer Saal

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Konzert

Philharmonisches Staatsorchester Hamburg / Christian Tetzlaff / Omer Meir Wellber

Berg / Schostakowitsch

Philharmonisches Staatsorchester Hamburg
Christian Tetzlaff (Violine)
Dirigent: Omer Meir Wellber


Alban Berg:
Konzert für Violine und Orchester »Dem Andenken eines Engels«
Dmitri Schostakowitsch:
Sinfonie Nr. 5 d-Moll op. 47

Bitte beachten Sie die Besetzungsänderung: Statt Alexander Soddy wird Generalmusikdirektor Omer Meir Wellber das Konzert leiten. Das Programm bleibt gleich, Tickets behalten ihre Gültigkeit.

Die Trauer über den Verlust eines Menschen lässt sich kaum in Worte fassen. Wohl aber in Töne, wie das Violinkonzert »Dem Andenken eines Engels« von Alban Berg eindrucksvoll deutlich macht. Als Berg den Auftrag zur Komposition eines Violinkonzerts erhalten hatte, stellte er diesen zurück und nahm die Arbeit erst auf, als er vom Tod der gerade 18-jährigen Manon Gropius, Tochter von Walter Gropius und Alma Mahler-Werfel, erfuhr. Im Versuch eines Rückblicks auf ihr Leben und der Schilderung des Sterbens greift Berg auf Ausdrucksmittel aus verschiedenen Zeiten zurück, die ihren Höhepunkt in einem Zitat aus Bachs Kantate »O Ewigkeit, du Donnerwort« finden. Ähnlich ausdrucksstark und vielfältig ist die fünfte Sinfonie von Dmitri Schostakowitsch. Entstanden unter dem Druck des sowjetischen Regimes, bewegt sich die Sinfonie zwischen Anpassung und verstecktem Widerstand. Im nur scheinbar triumphalen Finale entfaltet sich ein musikalisches Drama, das bis heute Fragen nach Wahrheit, Freiheit und künstlerischer Integrität aufwirft. Schostakowitsch macht die Spannungen seiner Zeit hörbar und verwandelt zugleich zeitlose menschliche Erfahrungen in Klang – intensiv, berührend und von erschütternder Aktualität.

Einführung
10:00 Uhr
Elbphilharmonie, Großer Saal

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© Gregory Shell
Konzert

Stella Motina / Lucie Spedicato

Nuit au Jardin

Stella Motina (Sopran)
Lucie Spedicato (Harfe)


Antonín Dvořák:
Lied an den Mond / Arie der Rusalka aus der Oper »Rusalka« op. 114
Giacomo Puccini:
O mio babbino caro (Väterchen, teures, höre) / Arie der Lauretta aus der Oper »Gianni Schicchi«
Anneleen Lenaerts:
Fantaisie sur la Bohème de Puccini
Robert Schumann:
Der Nußbaum / aus: Myrthen op. 25
Fanny Hensel:
Schwanenlied / aus: Sechs Lieder op. 1
Richard Strauss:
Die Nacht / aus: Acht Lieder aus Letzte Blätter op. 10
Morgen! op. 27/4
Johann Sebastian Bach / Charles Gounod:
Meditation »Ave Maria«
Sergej Rachmaninow:
Flieder / aus: Zwölf Lieder op. 21
Piotr I. Tschaikowsky:
Trunkene Nächte / aus: Zwölf Romanzen op. 60
Gabriel Fauré:
Après un rêve op. 7/1
Claude Debussy:
Nuit d’étoiles
Philippe Gaubert:
Légende für Harfe
Bernard Andrès:
Le jardin gris / Six chants de souvenance pour voix et harpe

Die Sopranstimme und die Harfe – eine ganz besondere und bezaubernde Kombination. Beide Künstlerinnen vereint die Liebe zu außergewöhnlicher Musik. An diesem Abend werden Werke von Robert Schumann, Richard Strauss, Claude Debussy und Gabriel Fauré erklingen. Die zarten Klänge der Harfe verleihen den Liedern dabei einen himmlischen Ton, eine ganz intime Atmosphäre. Das sorgfältig zusammengestellte Programm lädt ein zu einem kontemplativen Spaziergang, wo die Dunkelheit mit der Natur spielt. Zwischen duftenden Blumen und dem unheimlichen, jedoch auch hoffnungsvollen Charakter der Nacht erklingt das Duo aus Stimme und Harfe in seiner ganzen Schönheit.

Stella Motina ist eine international tätige Opern- und Konzertsängerin und lebt derzeit in Hamburg. Sie ist mit zahlreichen Konzert- und Opernprojekten in Deutschland und weiteren europäischen Ländern zu erleben. Sie studierte an der Gnessin-Akademie in Moskau und setzte ihre Ausbildung an der Hochschule für Musik, Theater und Medien, Hannover fort. Es folgten mitreissende Auftritte, u.a. Staatsoper Hannover, Theater Bremen, Theater Kiel, Staatstheater Cottbus, Theater Luzern, Landestheater Linz, Landestheater Innsbruck, Berliner Philharmonie, Elbphilharmonie, Laeizhalle Hamburg.

Lucie Spedicato studiert in Hamburg in der Harfenklasse von Xavier de Maistre und auch Komposition in der Klasse von Gordon Kampe. Die Harfenistin spielt in verschiedenen kammermusikalischen Besetzungen wie auch im Orchester und zeigt ein großes Interesse für zeitgenössische Musik und interdisziplinäre Projekte.

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© Xin Wang
Konzert

Xuanhan Xu

Boulanger / Schubert / Popper / Tschaikowsky

Xuanhan Xu (Violoncello)
Annegret Bruns (Klavier)
Yukino Takehara (Violine)
Elisaweta Oreschkow (Violine)
Johann Pätzold (Viola)
Beatriz Aragón Carreño (Viola)
Irene Rico (Violoncello)


Nadia Boulanger:
Trois Pièces für Violoncello und Klavier
Franz Schubert:
Sonate für Arpeggione und Klavier a-Moll D 821 »Arpeggione«
David Popper:
Elfentanz für Violoncello und Klavier op. 39
Piotr I. Tschaikowsky:
Streichsextett d-Moll op. 70 »Souvenir de Florence«

Die vielfach ausgezeichnete Cellistin Xuanhan Xu zählt zu den bemerkenswerten Nachwuchskünstlerinnen ihres Fachs. Bereits mit dreizehn Jahren wurde sie als Jungstudentin in die Klasse von Prof. Gustav Rivinius aufgenommen. Derzeit arbeitet sie künstlerisch mit Prof. Peter Bruns und Jing Zhao zusammen. Als Preisträgerin mehrerer internationaler Wettbewerbe wurde sie unter anderem mit dem 1. Preis beim Chieti Classica International Cello Competition (2023), dem Pablo Casals International Award for Young Cellists (2020) sowie dem David Popper International Cello Competition (2013) ausgezeichnet. Seit 2024 ist sie Stipendiatin des Instrumentenfonds der Deutschen Stiftung Musikleben; 2025 erhielt sie zudem das Deutschlandstipendium.

Das Programm spannt einen Bogen von selten gespielten Werken bis hin zu bedeutenden Klassikern der romantischen Kammermusik und eröffnet einen facettenreichen Blick auf die Ausdrucksmöglichkeiten des Violoncellos. Gemeinsam mit der Pianistin Annegret Bruns interpretiert Xuanhan Xu im ersten Teil Werke von Nadia Boulanger, Franz Schubert und David Popper – von feinster französischer Klangpoesie über Schuberts lyrische Ausdruckskraft bis hin zu Poppers virtuosem »Elfentanz«.

Im zweiten Teil erweitert sich die Besetzung zu einem Streichsextett. Gemeinsam mit fünf jungen Kammermusikerinnen und Kammermusikern präsentiert Xuanhan Xu Piotr Tschaikowskys »Souvenir de Florence« – ein Meisterwerk der romantischen Kammermusik, das mit leidenschaftlicher Intensität, virtuoser Brillanz und außergewöhnlicher klanglicher Fülle den glanzvollen Abschluss des Konzertabends bildet.

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© Miika Takala
Konzert

»Mein erstes Mal … beim NDR EO«

NDR Elbphilharmonie Orchester
Dirigent: Ross Jamie Collins
Greg Bogowicz (Moderation)


»Mein erstes Mal … beim NDR EO«

Nach dem Erfolg vom letzten Jahr macht das NDR Elbphilharmonie Orchester am 20. Dezember in seinem Format »Mein erstes Mal … beim NDR EO« wieder insbesondere jenen ein klangvolles Geschenk, die bisher noch kein klassisches Sinfoniekonzert besucht haben. Ross Jamie Collins, in der vergangenen Saison Conductor Fellow des NDR EO, und das Orchester laden zu einem begeisternden Konzertabend in der Elbphilharmonie.

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© Simonas Lukoševičius
Konzert

Paulius Andersson / Klavierabend

Bach / Beethoven / Medtner

Paulius Andersson (Klavier)

Johann Sebastian Bach / Franz Liszt:
Präludium und Fuge a-Moll BWV 543
Ludwig van Beethoven:
Sonate für Klavier As-Dur op. 110
Nikolai Medtner:
Sonate e-Moll op. 25/2 »Nachtwind«

Virtuosität und architektonische Tiefe: Der litauisch-dänische Pianist Paulius Andersson gilt als eines der spannendsten Talente seiner Generation. Mit über 16 internationalen Preisen im Gepäck – zuletzt mit dem 1. Preis beim MoZarte Wettbewerb 2025 – besticht er durch technische Brillanz und ein besonderes Gespür für komplexe, teils selten gespielte Werke der Klavierliteratur.

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© Jaro Sanmann-Suffner
Konzert

Tristan Brusch

Die lange Nacht

Tristan Brusch (Singer-Songwriter)

Nach seiner erfolgreichen »Am Anfang«-Tour im Frühjahr 2026 kehrt Tristan Brusch nach Hamburg für eine Zugabe der besonderen Art zurück. Zur längsten Nacht des Jahres wird er in der Elbphilharmonie zu Gast sein. Ein Konzert, so intim und besinnlich wie die Nacht, in der sie stattfinden. Tristan Brusch an Klavier und Gitarre, da oben leuchten die Sterne, hier unten leuchten wir. Eine Einladung, die kürzesten Tage des Jahres gemeinsam mit einem besonderen Konzert zu beschließen.

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© Sophie Seybold
Konzert

Philipp Poisel

Solo-Adventstour

Philipp Poisel (Gitarre, Gesang)

In der besinnlichen Vorweihnachtszeit gilt bekanntlich: Aller guten Dinge sind vier. Deshalb geht Philipp Poisel bereits zum vierten Mal auf Adventstour – und das wieder ganz in seinem persönlichen Stil: solo, akustisch und besonders nah in ausgewählten, meist komplett bestuhlten Kirchen, Sälen und Theatern.

»2026 ist es schon die vierte Adventstour. Auch wenn ich gerade noch in der aktuellen Tour stecke, freue ich mich riesig auf das Jahr«, so Philipp Poisel. »Es ist einfach schön, dass diese Konzerte weitergehen. Die besondere Atmosphäre dieser Adventszeit, die vielen Begegnungen und die ruhige, intime Stimmung sind für mich jedes Mal ein Geschenk. Manchmal ist weniger mehr – und bei diesen Konzerten geht es weniger um ›höher, schneller, weiter‹, sondern um ›tiefer, langsamer, näher‹. Wenn wir das in den Konzerten erleben, bin ich sehr glücklich.«

Konzerte bieten Philipp Poisel die Gelegenheit, seine Lieder in einem besonders intimen Rahmen zu präsentieren. »Die Adventskonzerte sind für mich mittlerweile eine schöne Tradition und etwas ganz Besonderes. Die festliche Stimmung, die während der Tour in der Luft liegt, der Glanz der Weihnachtszeit und die persönlichen Begegnungen machen diese Konzerte zu einem besonderen Erlebnis. Man fühlt sich in diesen Momenten ganz besonders verbunden«, sagt der Künstler.

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© Sören L. Schirmer / Deutsche Klassik
Konzert

Ein Wintermärchen

Geschichten und Lieder zur Weihnachtszeit

Belgrade Chamber Orchestra
Serena Sáenz (Sopran)
Daniel Hope (Violine und Moderation)
Martynas Levickis (Akkordeon)
Katharina Thalbach (Rezitation)
Leitung: Daniel Geiss


Alle Jahre wieder ...

Das ProArte-Wintermärchen ist in Hamburg längst zur liebgewonnenen Tradition geworden. Seit 2017 begeistert ein liebevoll zusammengestelltes und hochkarätig besetztes Programm Jung und Alt alljährlich auf der weihnachtlich geschmückten Bühne der Elbphilharmonie. Hier geben sich gestandene Künstler:innen ebenso die Ehre wie großartige Nachwuchstalente, hier gibt es Fröhliches und Festliches zu hören, Verzauberndes und Besinnliches. Und mittendrin: die wunderbare Katharina Thalbach, die mit unverwechselbarer Stimme und großartiger Schauspielkunst das »Fest der Liebe« in all seinen Facetten zum Strahlen bringt – heiter und berührend, hintersinnig und tief.

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© Sang Rok Kim
Konzert

Sukyeon Kim / Klavierabend

Schubert / Chopin / Ginastera

Sukyeon Kim (Klavier)

Franz Schubert:
16 Deutsche Tänze und zwei Ecossaises D 783
Frédéric Chopin:
Grande valse brillante As-Dur op. 42
Bolero C-Dur op. 19
Alberto Ginastera:
Danzas argentinas op. 2
Johannes Brahms:
16 Walzer op. 39
Franz Liszt:
Valse de l’opéra »Faust« de Gounod S 407
Georges Bizet / Moritz Moszkowski:
Chanson bohème de l’opéra Carmen

Sukyeon Kim zählt zu den vielversprechendsten Pianistinnen der jüngeren Generation: Stupende Technik und hohe Ausdruckskraft zeichnen ihr Spiel aus. Schon in jungen Jahren war sie Preisträgerin zahlreicher Wettbewerbe. Ihr breites Repertoire umfasst Werke vom Barock bis zur Moderne. Auch zu ihrem Klavierabend in der Elbphilharmonie präsentiert sie ein abwechslungsreiches Programm bekannter Komponisten – ein unvergesslicher Abend voller musikalischer Meisterwerke und beeindruckender Klänge.

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© Bio Park
Konzert

Hyelim Kim / Klavierabend

Schumann / Brahms / Liszt

Hyelim Kim (Klavier)

Robert Schumann:
Davidsbündlertänze / 18 Charakterstücke op. 6
Johannes Brahms:
16 Variationen über ein Thema von Robert Schumann op. 9
Clara Schumann:
Drei Romanzen op. 21
Franz Liszt:
Venezia e Napoli S 162
Réminiscences de Norma S 394

Hyelim Kim ist eine der herausragendsten Pianistinnen ihrer Generation. Mit ihrem virtuosen und einfühlsamen Spiel begeistert sie das Publikum auf der ganzen Welt. Im Kleinen Saal der Elbphilharmonie präsentiert Hyelim Kim ein abwechslungsreiches und spannendes Programm, ausschließlich mit Werken der Romantik.

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© Hilde van Mas
Konzert

Philharmonisches Staatsorchester Hamburg / Omer Meir Wellber

Silvesterkonzert

Philharmonisches Staatsorchester Hamburg
Guy Mintus (Jazz-Klavier, Gesang)
Omer Meir Wellber (Dirigent, Akkordeon, Gesang)


ZWEIFELLOS²⁶²⁷

»Non, rien de rien… Non, je ne regrette rien …« – ein Versprechen für einen unvergesslichen Jahreswechsel! »Zweifellos2627« lädt zum besonderen Silvesterkonzert: Omer Meir Wellber singend am Dirigentenpult, samt Akkordeon, trifft auf Guy Mintus mit Jazz-Klavier und Gesang. Das Philharmonische Staatsorchester entfaltet sinfonische Klänge eines heißgeliebten Opernkomponisten und lässt sie mit französischen Chansons verschmelzen.

Das genaue Programm bleibt ein Geheimnis – im zweiten Jahr schon eine kleine Tradition.

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© Radovan Subin
Konzert

NDR Elbphilharmonie Orchester / Josef Špaček / Petr Popelka

Silvesterkonzert

NDR Elbphilharmonie Orchester
Josef Špaček (Violine)
Dirigent: Petr Popelka


Bedřich Smetana:
Ouvertüre zu »Die verkaufte Braut« B 143
Josef Suk:
Fantasie für Violine und Orchester op. 24
Antonín Dvořák:
Vorspiel und Ballettmusik aus der Oper »Die Teufelskäthe« op. 112
Leoš Janáček:
Sinfonietta für Orchester op. 60

Jahreswechsel auf Tschechisch

»Frohes neues Jahr!« – oder wie man auf Tschechisch sagen würde: »Šťastný nový rok!«: Der Jahreswechsel 2026/2027 steht beim NDR Elbphilharmonie Orchester ganz im Zeichen der mitreißenden Musik Tschechiens. Aus gutem Grund, sind Hamburg und Prag doch nicht nur über Elbe und Moldau miteinander verbunden, sondern auch durch ihre Städtepartnerschaft seit 1990.

Für die Konzerte an Silvester und Neujahr hat sich das Orchester gleich zwei ausgewiesene Experten für alles Tschechische eingeladen: den Geiger Josef Špaček und den Dirigenten Petr Popelka, der 2019 erster Conductor Fellow beim NDR war und mittlerweile Chefdirigent der Wiener Symphoniker ist. Schwungvoll eröffnet Smetanas rasante Ouvertüre zu »Die verkaufte Braut« den festlichen Abend. Anschließend glänzt Josef Špaček in Josef Suks hierzulande selten zu hörender Fantasie für Violine und Orchester – einem der bekanntesten Werke des Komponisten. Kein Wunder: Der Schwiegersohn und Schüler Dvořáks war selbst Geiger und schrieb seinem Instrument Melodien voll Expressivität und tiefem Empfinden auf die Saiten.

Natürlich darf an einem Abend wie diesem auch Musik von Antonín Dvořák nicht fehlen: Mit dem Vorspiel und der Ballettmusik aus der Oper »Die Teufelskäthe« zeigt sich der Komponist von seiner dramatisch-farbenreichen Seite – ein Werk voller Temperament und eingängiger Themen in klassischer Dvořák-Manier. Krönender Abschluss aber ist Leoš Janáčeks Sinfonietta, ein strahlender Hymnus auf die Freiheit und Energie des modernen Tschechiens. Mit ihren kraftvollen Fanfaren, gespielt von extra vielen Trompeten, und leuchtenden Klangfarben bildet sie den idealen Ausklang dieses glanzvollen Programms zum Jahreswechsel.

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© Ralph Larmann
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Elbphilharmonie

Am 11. und 12. Januar 2017 wurde die Elbphilharmonie Hamburg feierlich eröffnet. Im Strom der Elbe, an drei Seiten von Wasser umgeben, ist das neue Konzerthaus ein Anziehungspunkt für alle Hamburger und für Gäste aus der ganzen Welt. Das spektakuläre Gebäude vereint drei Konzertsäle, einen großen Musikvermittlungsbereich, Gastronomie, ein Hotel und die öffentliche Plaza, die Besuchern einen einmaligen Panoramablick über die gesamte Stadt bietet. Künstlerische Qualität, Vielfalt und Zugänglichkeit prägen das musikalische Programm von Hamburgs neuem kulturellem Wahrzeichen. HamburgMusik gGmbH
Elbphilharmonie und Laeiszhalle Betriebsgesellschaft
Platz der Deutschen Einheit 4
D 20457 Hamburg

Telefon: +49 (0)40-357 666 0
E-Mail: info@elbphilharmonie.de

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Bewertungen & Berichte Elbphilharmonie

Konzerte / Konzert Tonhalle Düsseldorf Düsseldorf, Ehrenhof 1
Konzerte / Orchester Berliner Philharmoniker Berlin, Herbert-von-Karajan-Str. 1
Konzerte / Konzert Philharmonie Luxembourg Luxembourg, 1, Place de l'Europe
Konzerte / Konzert Wiener Konzerthaus Wien, Lothringerstraße 20
Konzerte / Konzert Internationale Stiftung Mozarteum Salzburg Salzburg, Schwarzstraße 26
Konzerte / Konzert Duisburger Philharmoniker Duisburg, König-Heinrich-Platz
Konzerte / Konzert Nordwestdeutsche Philharmonie Herford, Stiftbergstraße 2
Konzerte / Orchester Dresdner Philharmonie Dresden, Schloßstr. 2
Konzerte / Konzerthaus Pierre Boulez Saal Berlin Berlin, Französische Straße 33 D
Konzerte / Konzerthaus Elbphilharmonie Hamburg Hamburg, Platz der Deutschen Einheit 4
Konzerte / Konzert Hochschule Luzern
Bereich Musik
Luzern-Kriens, Arsenalstrasse 28a
Konzerte / Konzert Gewandhaus zu Leipzig Leipzig, Augustusplatz 8
Konzerte / Konzert Festival Strings Lucerne Luzern, Dreilindenstr. 89
Konzerte / Konzert Sinfonieorchester Münster Münster, Neubrückenstraße 63
Konzerte / Konzert Salzburger Kulturvereinigung
Konzerte / Orchester Symphonieorchester Vorarlberg
Konzerte / Konzert Tonhalle-Orchester Zürich
Konzerte / Konzert Kammermusik Luzern
Konzerte / Konzert Musikverein Wien
Konzerte / Konzert StradivariQuartett
Konzerte / Neue Musik œnm . œsterreichisches ensemble fuer neue musik Salzburg
Konzerte / Festival FONDAZIONE PRO MUSICA E ARTE SACRA dal 21 al 25/11/2026, Roma - Vaticano
Konzerte / Neue Musik ensemble XXI. jahrhundert​
Konzerte / Orchester Zafraan Ensemble Berlin Konzerte verschiedene Städte
Konzerte / Konzert Augsburger Philharmoniker
Konzerte / Konzert Collegium Musicum
Pommersfelden
15.7. bis 10.8.2025
Literatur+Sprache / Kulturveranstaltung Literaturhaus Salzburg Salzburg, Strubergasse 23
Aufführungen / Oper Opernhaus Zürich Zürich, Sechseläutenplatz 1
Aufführungen / Oper Wiener Staatsoper Wien, Opernring 2
Ereignisse / Festival Lucerne Festival Luzern, Hirschmattstr. 13
Sehenswürdigkeiten / Kirche Berner Münster Bern, Münsterplatz 1
Ereignisse / Jazz Jazzfest Berlin 29.10. bis 1.11.2026
Ereignisse / Festival rainy days Luxemburg 19. bis 22.11.2026
Aufführungen / Theater Volkstheater München München, Tumblingerstraße 29
Ereignisse / Festival Jazztage Dresden Saisonkonzerte
Aufführungen / Theater Deutsches Theater München München, Schwanthalerstraße 13
Ereignisse / Festival Kasseler Musiktage 22.10. bis 1.11.2026
Aufführungen / Theater Theater im Pfalzbau Ludwigshafen Ludwigshafen, Berliner Str. 30
Aufführungen / Oper Staatsoper Stuttgart Stuttgart, Oberer Schloßgarten 3
Ereignisse / Festspiele Mozartwoche Salzburg 21. bis 31.1.2027
Ereignisse / Musical Chormusical
Bethlehem
Mitsingen beim Chormusical
Ereignisse / Festival Salzkammergut Festwochen Gmunden Region Gmunden
Aufführungen / Theater Theater im Palais Berlin
Ereignisse / Festival transVOCALE 12. bis 14.11.2026 / Frankfurt (Oder) - Słubice
Aufführungen / Show OnTour Musicals
Dinner- & Konzertshow
verschiedene Orte
Konzerte / Festival Kammermusiktage Bergkirche Büsingen
Konzerte / Klassik Windkraft Tirol Kapelle für Neue Musik Innsbruck
Konzerte / Konzert Klosterkonzerte Maulbronn
Konzerte / Neue Musik notabu.ensemble neue musik
Konzerte / Festival Ebracher Musiksommer
Konzerte / Neue Musik ART Ensemble NRW Klangraum 61
Konzerte / Festival Klosters Music
Konzerte / Orchester UNIVERSAL LOVE ORCHESTRA Oriental Music for Peace
Konzerte / Festspiele Arolser Barock-Festspiele Bad Arolsen, Große Allee 24
Konzerte / Konzert Lars Berndt Events GmbH Bochum, Natorpstraße 19

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