Die Pfalzbau Bühnen (Theater im Pfalzbau) sind eines der wichtigsten Gastspielhäuser Deutschlands und damit einzigartig in Rheinland-Pfalz und der Metropolregion Rhein-Neckar. Das vielfältige Programm zeigt einen Querschnitt der besten internationalen, deutschen und regionalen Theaterproduktionen. Im Herbst präsentieren die Festspiele Ludwigshafen Schauspiel- und Tanzaufführungen auf höchstem Niveau. In der zweiten Spielzeithälfte sind neben renommierten Bühnen und Compagnien auch ausgewählte Inszenierungen nahe gelegener Theaterhäuser zu Gast. Neben Schauspiel und Tanz sind dann auch Musiktheaterinszenierungen und Produktionen für Kinder und Jugendliche zu sehen.
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Theater im Pfalzbau Ludwigshafen Berliner Str. 30 D-67059Ludwigshafen
Theaterkasse:
Tel. +49 (0) 621-5 04 25 58
Montags bis freitags von 10.30 bis 13.00 Uhr und von 16.30 bis 18.30 Uhr,
samstags von 11.00 bis 13.00 Uhr
E-Mail: pfalzbau.theaterkasse@ludwigshafen.de
Über die Internetseite sowie eine Stunde vor Vorstellungsbeginn
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Bewertungen & Berichte Theater im Pfalzbau Ludwigshafen
2023 verlor der Choreograph Angelin Preljocaj mehrere geliebte Personen seines nahen persönlichen Umfelds, seine Eltern starben und nahe Freunde. Diese tiefgreifenden Erfahrungen ließen den Wunsch in ihm reifen, ein Ballett über die Gefühle zu kreieren, die einen beim Tod geliebter Menschen überwältigen. Er wollte all den widerstreitenden Emotionen nachspüren, die uns durchlaufen, wenn wir trauern. Dazu zählt er nicht nur Kummer und Verstörung, sondern auch die Erinnerungen, die Spuren der geliebten Person in unserem Leben. Auf Beerdigungen gedenken wir den Verstorbenen, aber wir erinnern uns auch an die schönen Momente, können vielleicht sogar lachen. Die Wunde, die niemals verheilen wird, lässt die Toten in Gedanken wiederaufleben. So kann uns der Tod auch Erleichterung verschaffen und unserem Leben eine neue Tiefe verleihen. Dabei geht es Preljocaj auch darum zu vermitteln, welch großes Wunder das Leben ist – so feiert er in gewisser Weise auch das Leben mit seinem ergreifenden Tanzstück.
Die Mehrzahl im Titel Requiem(s) spiegelt die Entscheidung Preljocajs, verschiedene berühmte Kompositionen etwa von Bach, Mozart und Ligeti als Grundlage seines Werkes zu nehmen und diese mit Klangcollagen zu kombinieren. So entsteht ein klassisch schöner Ballettabend mit faszinierenden und ästhetischen Ensembleszenen im für Preljocaj typischen eleganten Stil. Ein opulenter Tanzabend zum Genießen, aber auch zum Nachdenken.
Koproduktion mit La Villette Paris, Chaillot – Théâtre National de la danse,
Festival Montpellier Danse 2024, Grand Théâtre de Provence, Opéra de Vichy
Choreographie: Angelin Preljocaj
Musik: György Ligeti, Wolfgang Amadeus Mozart, System of a Down, Johann Sebastian Bach, Hildur Guðnadóttir u.a.
Licht-Design: Éric Soyer
Kostüme: Eleonora Peronetti
Video: Nicolas Clauss
Bühne: Adrien Chalgard
Preise 60 € / 50 € / 40 € / 30 €
Termine
Fr 12.6.2026, 19:30 | Ticket
Sa 13.6.2026, 19:30 | Ticket
Ort
Theater im Pfalzbau Ludwigshafen
GROSSE BÜHNE Berliner Str. 30
D-67059 Ludwigshafen
In [Superstrat[ geht Anne Nguyen der Verbindung zwischen den uralten Wurzeln von Tanz und Musik und dem Erbe der afroamerikanischen Diaspora nach. Das Solo, umwerfend getanzt von Mark-Wilfried Kouadio, der sowohl mit afrikanischen Tänzen als auch Streetdance vertraut ist, erzählt vom Gedächtnis des Körpers zwischen Initiationsreise und Migrationsweg. Tanz und Musik nehmen uns mit auf eine Reise durch Rhythmen, Epochen und Bewegungen und führen uns zurück zur uralten Sprache des Körpers, zu seiner Fähigkeit, sich immer wieder neu zu erfinden, und zu seinen universellen Symbolen. Mit [Superstrat[ wirft Anne Nguyen eine Reihe von Fragen auf: Haben wir jemals einen Tanz oder eine Musik „erfunden“? Warum identifizieren wir uns mit bestimmten Einflüssen, aber nicht mit anderen? Wie begleiten in einer kosmopolitischen Welt, die durch freiwillige oder erzwungene Migration entstanden ist, die Kulturen jedes Einzelnen die Reise von Völkern und Individuen? Inwiefern wohnen unsere Wurzeln in unseren Körpern?
In [Superstrat[ setzt Anne Nguyen ihre Beschäftigung mit den Ursprüngen des urbanen Tanzes und den vitalen sozialen Funktionen des Tanzes fort und hinterfragt die Verbindungen zwischen Kultur und Identität in unserer heutigen Gesellschaft.
Choreographie: Anne Nguyen
Musik: Pierre Demange & Grégoire Letouvet
Kostüm: Ludivine Maillard
Mit Mark-Wilfried Kouadio alias “Willy Kazzama”
Ein One-Woman-Musical mit den Songs von Cole Porter
Ein Sprichwort besagt, dass hinter jedem erfolgreichen Mann eine starke Frau steht. So war es auch bei Cole Porter – einer der schillerndsten Persönlichkeiten des amerikanischen Showbusiness überhaupt. Linda Porter, Spross einer sehr reichen und angesehenen Familie aus Virginia, war nach einer enttäuschenden, nicht gewaltfreien ersten Ehe 34 Jahre lang die Ehefrau Cole Porters. In den rund dreieinhalb Jahrzehnten ihres Zusammenseins führte sie ein mondänes, luxuriöses Leben als elegante Salonlöwin und Muse und organisierte das glamouröse, internationale gesellschaftliche Leben der beiden an ihren Wohnsitzen in New York, Paris, Hollywood und Venedig. Ein Leben an der Spitze der Gesellschaft, aber auch an der Seite eines homosexuellen Mannes, dessen unzählige Affären mit Männern sie zeitlebens zwar herausforderten, die sie aber letztlich akzeptierte.
Stevie Holland und Gary William Friedman erzählen die Geschichte dieser ungewöhnlichen Beziehung aus der Perspektive Lindas, die Lieder wurden geschickt in den Monolog eingewoben, so als wären sie für die Erzählungen Lindas geschrieben worden. Das Werk enthält berühmte und weniger bekannte Songs aus der Feder Cole Porters wie “In the Still of the Night”, “Night and Day”, “So in Love”, “Ridin‘ High”, “What is this thing called love” und viele mehr. Linda Porter wird in der Pfalztheater-Produktion von der Allround-Künstlerin Astrid Vosberg verkörpert.
Buch von Stevie Holland
Musik und Liedtexte von Cole Porter
Arrangement und zusätzliche Musik von Gary William Friedman
Deutsch von Boris Priebe
Musikalische Leitung: Christiaan Crans
Inszenierung: Andreas Bronkalla
Ausstattung: Claudia Weinhart
Dauer ca. 1 Stunde 35 Minuten, eine Pause
Einheitspreis 32 € / ermäßigt 21 €
Termine
Fr 19.6.2026, 19:30 | Ticket
Sa 20.6.2026, 19:30 | Ticket
Ort
Theater im Pfalzbau Ludwigshafen
KLEINE BÜHNE Berliner Str. 30
D-67059 Ludwigshafen
Mit Exposure hat Alexandra Bachzetsis ein provokatives Werk geschaffen, in dem sie die Rolle des menschlichen Körpers in der zeitgenössischen visuellen und performativen Kunst hinterfragt. Bachzetsis, die für ihren interdisziplinären Ansatz bekannt ist, der Tanz, Performancekunst und visuelle Kultur miteinander verbindet, fordert die Zuschauenden sowohl intellektuell als auch emotional heraus. Indem Bachzetsis Gegensätze wie Nacktheit versus Kleidung, Intimität versus Entfremdung und Verletzlichkeit versus Macht einander gegenüberstellt, arbeitet sie in Exposure Paradoxien der körperlichen Darstellung heraus. Die Tänzerinnen und Tänzer des Cullberg Balletts stellen sich den Spannungen mit schonungsloser Körperlichkeit und bewegen sich durch Sequenzen, die alltägliche Gesten, Akte der Erschöpfung und Momente extremer Entblößung einfangen. Sie alle sind Meister der Dualität, verkörpern Momente tiefer Intimität und souveräner Präsenz und zeichnen sich durch die Fähigkeit aus, zwischen fließenden, lyrischen Bewegungen und konfrontativer Körperlichkeit zu wechseln. Auf diese Weise bringen sie eine außergewöhnliche Tiefe und Vielseitigkeit in das Stück ein, vermitteln gleichermaßen Verletzlichkeit und Widerstandsfähigkeit.
Bachzetsis‘ Bewegungssprache oszilliert zwischen kontrollierter Präzision und roher, ungefilterter Entfesselung und erzeugt ein Gefühl des ständigen Wandels. Insbesondere durch Anspielungen auf Mode und soziale Medien führt die Choreographie vor Augen, wie gesellschaftliche Normen, Medien und digitale Kultur die Wahrnehmung des Körpers prägen.
In Kooperation mit All Exclusive und Gessnerallee Zürich, Kaserne Basel, Arsenic – Centre d’art scénique contemporain Lausanne
Choreographie: Alexandra Bachzetsis
Komposition, Sound-Design: Alban Schelbert
Bühne: Ivan Wahren, Alexandra Bachzetsis
Licht- und Video-Design: Ivan Wahren
Kostüme: Laurent Hermann Progin
Dramaturgie: Dorota Sajewska
Nach dem Tod seiner Frau lebt Richard abgeschottet in einer streng bewachten Gated Community. Seine langjährige Haushälterin hat er ohne ersichtlichen Grund entlassen. Nun nimmt er seine einzige Tochter Helen in die Pflicht, ihn zu versorgen, da er zunehmend pflegebedürftig wird. Zwischen Vater und Tochter herrschte lange Funkstille, trennt die beiden doch mehr, als sie verbindet. Richard – als ehemaliger erfolgreicher Ingenieur für Wasserwirtschaft immer noch mit einem großen Ego ausgestattet – respektiert weder Helens idealistische Berufsauffassung als Anwältin noch die Wahl ihres Ehemanns, eines Schwarzen Intellektuellen. Helen wiederum wirft ihm vor, sich den Herausforderungen einer sich verändernden Gesellschaft zu entziehen, in der bewusster über Fragen von Geschlechtergerechtigkeit und Rassismus nachgedacht wird und in der nur der sorgsamere Umgang mit den knappen Ressourcen der Natur die Existenz nachfolgender Generationen garantiert. Bei einer der Stippvisiten der Tochter schließen die elektrischen Rollläden automatisch – so wie es bei einem Überfall vorgesehen ist. Vater und Tochter sind gezwungen, miteinander auszuharren.
„Wie sollen wir miteinander leben?“, fragt die meistgespielte niederländische Dramatikerin Lot Vekemans in ihrem neuen Stück und trifft damit den Nerv der Zeit. Sie zeigt auf eine sehr menschliche Weise die unvereinbar scheinenden Haltungen, die in vielen Familien und Freundeskreisen für Dissens und Konflikt sorgen.
Inszenierung: Matthias Rippert
Bühne: Fabian Liszt
Kostüme: Alfred Morina
Musik: Robert Pawliczek
Licht: Markus Schadel
Dramaturgie: Almut Wagner
Mit Manfred Zapatka, Juliane Köhler
Die Pfalzbau Bühnen (Theater im Pfalzbau) sind eines der wichtigsten Gastspielhäuser Deutschlands und damit einzigartig in Rheinland-Pfalz und der Metropolregion Rhein-Neckar. Das vielfältige Programm zeigt einen Querschnitt der besten internationalen, deutschen und regionalen Theaterproduktionen. Im Herbst präsentieren die Festspiele Ludwigshafen Schauspiel- und Tanzaufführungen auf höchstem Niveau. In der zweiten Spielzeithälfte sind neben renommierten Bühnen und Compagnien auch ausgewählte Inszenierungen nahe gelegener Theaterhäuser zu Gast. Neben Schauspiel und Tanz sind dann auch Musiktheaterinszenierungen und Produktionen für Kinder und Jugendliche zu sehen. Theaterkasse:
Tel. +49 (0) 621-5 04 25 58
Montags bis freitags von 10.30 bis 13.00 Uhr und von 16.30 bis 18.30 Uhr,
samstags von 11.00 bis 13.00 Uhr
E-Mail: pfalzbau.theaterkasse@ludwigshafen.de
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Berliner Str. 30
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